Nach fünf Siegen in Folge ist die Erfolgsserie der Lausitzer Füchse gestern Abend gerissen: Weißwasser kam gegen den EHC München zu keinem Zeitpunkt richtig ins Spiel und kassierte eine deftige 0:4-Pleite. Aus Füchse-Sicht war es eine komplette Nullnummer. Denn neben den null Punkten standen am Ende auch bemerkenswerte null Strafminuten für beide Teams zu Protokoll.
Über dieses absolute Kuriosum im Profi-Eishockey staunte selbst Schiedsrichter Stephan Bauer aus Nürnberg. "Das ist mir in meiner gesamten Karriere noch nie passiert, dass ich überhaupt keine Strafminuten verhängen musste", sagte Bauer und ergänzte: "Ich möchte mich bei beiden Mannschaften für ein sehr faires Spiel bedanken. So viel Disziplin gibt es nur selten auf dem Eis."
Obwohl Weißwassers Trainer Thomas Popiesch den Schiedsrichter ausdrücklich für dessen Leistung lobte ("Er hat das Spiel sehr gut laufen lassen"), hätte er sich natürlich gewünscht, dass diese Partie vor 1996 enttäuschten Zuschauern einen anderen Verlauf nimmt – notfalls eben mit Strafminuten. Stattdessen lief sein Team von der ersten Minute dem Kontrahenten und damit auch den entscheidenden Zweikämpfen hinterher. "München war der erwartet schwere Gegner. Sie spielen sehr kompakt und diszipliniert aus der Abwehr heraus", analysierte Popiesch. Gegen diese Tugenden fand sein Team gestern absolut kein Konzept.
Auch, weil sonstige Leistungsträger diesmal weit unter den Erwartungen blieben. Allen voran Topscorer Preston Mizzi, der den Eigensinn weit übertrieb und entscheidende Fehlpässe spielte. Verteidiger Kevin Young erwischte ebenfalls keinen guten Tag. Er hätte sogar fast ein Eigentor produziert, als er in der 48. Minute die Scheibe gegen den Pfosten schob. Der Rest des Teams passte sich der schwachen Leistung seiner Leitwölfe an.
Und so kamen die Gäste aus München zu einem Auswärtssieg, der zumindest in dieser Höhe überraschte. Dylan Gyori (11.) und Chris Bahen (22.) schossen die Gäste auf die Siegerstraße. Im letzten Drittel machten dann Mark Heatley (51.) und David Wrigley (57.) alles klar. "Nach der Siegesserie der Füchse musste ich meine Mannschaft nicht groß motivieren. Sie hat ihre Sache sehr gut gemacht und mit viel Leidenschaft gespielt", lobte EHC-Coach Pat Cortina.
Trotz der deutlichen Niederlage ging Füchse-Trainer Thomas Popiesch vergleichsweise sanft mit seinem Team um. Er vermied die ganz großen Vorwürfe. Allerdings habe er in den Zweikämpfen schon "die letzte Konsequenz" vermisst. Das Ergebnis spiegelte sich in der Nullnummer bei den Strafminuten wider. Und eben auch im Resultat.
@1-Siehste in dem Text einen? ;-) Heut im Lokalteil der LR Preston Mizzi mit dem Bild von Reagan Rome. So ein Schnurrbart macht halt alle gleich. Neues Hintergundbild könnte sich die LR auch mal langsam leisten, da schwirren noch Pogodin und Konsorten übers Eis.
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Über dieses absolute Kuriosum im Profi-Eishockey staunte selbst Schiedsrichter Stephan Bauer aus Nürnberg. "Das ist mir in meiner gesamten Karriere noch nie passiert, dass ich überhaupt keine Strafminuten verhängen musste", sagte Bauer und ergänzte: "Ich möchte mich bei beiden Mannschaften für ein sehr faires Spiel bedanken. So viel Disziplin gibt es nur selten auf dem Eis."
Obwohl Weißwassers Trainer Thomas Popiesch den Schiedsrichter ausdrücklich für dessen Leistung lobte ("Er hat das Spiel sehr gut laufen lassen"), hätte er sich natürlich gewünscht, dass diese Partie vor 1996 enttäuschten Zuschauern einen anderen Verlauf nimmt – notfalls eben mit Strafminuten. Stattdessen lief sein Team von der ersten Minute dem Kontrahenten und damit auch den entscheidenden Zweikämpfen hinterher. "München war der erwartet schwere Gegner. Sie spielen sehr kompakt und diszipliniert aus der Abwehr heraus", analysierte Popiesch. Gegen diese Tugenden fand sein Team gestern absolut kein Konzept.
Auch, weil sonstige Leistungsträger diesmal weit unter den Erwartungen blieben. Allen voran Topscorer Preston Mizzi, der den Eigensinn weit übertrieb und entscheidende Fehlpässe spielte. Verteidiger Kevin Young erwischte ebenfalls keinen guten Tag. Er hätte sogar fast ein Eigentor produziert, als er in der 48. Minute die Scheibe gegen den Pfosten schob. Der Rest des Teams passte sich der schwachen Leistung seiner Leitwölfe an.
Und so kamen die Gäste aus München zu einem Auswärtssieg, der zumindest in dieser Höhe überraschte. Dylan Gyori (11.) und Chris Bahen (22.) schossen die Gäste auf die Siegerstraße. Im letzten Drittel machten dann Mark Heatley (51.) und David Wrigley (57.) alles klar. "Nach der Siegesserie der Füchse musste ich meine Mannschaft nicht groß motivieren. Sie hat ihre Sache sehr gut gemacht und mit viel Leidenschaft gespielt", lobte EHC-Coach Pat Cortina.
Trotz der deutlichen Niederlage ging Füchse-Trainer Thomas Popiesch vergleichsweise sanft mit seinem Team um. Er vermied die ganz großen Vorwürfe. Allerdings habe er in den Zweikämpfen schon "die letzte Konsequenz" vermisst. Das Ergebnis spiegelte sich in der Nullnummer bei den Strafminuten wider. Und eben auch im Resultat.
Freitag: Tower Stars Ravensburg – Lausitzer Füchse 2:3 (1:1, 1:2, 0:0)
Tore: 1:0 Schweiger (15.), 1:1 Young (18.), 1:2 Mizzi (33.), 2:2 Adduono (35.), 2:3 Roche (37.); Schiedsrichter: Stefan Franz (Bergisch Gladbach); Zuschauer: 2800; Strafmninuten: 6 + 10 (Slavetinsky) / 16.
Sonntag: Lausitzer Füchse – EHC München 0:4 (0:1, 0:1, 0:2)
Tore: 0:1 Gyori (11.), 0:2 Bahen (22.), 0:3 Heatley (51.), 0:4 Wrigley (57.); Schiedsrichter: Stephan Bauer (Nürnberg); Zuschauer: 1996; Strafminuten: 0 / 0.
VON FRANK NOACK
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 20. Oktober 2008