Nach einem richtig guten Saisonstart liegen die Lausitzer Füchse in der 2. Eishockey-Bundesliga nach elf Spielen auf Rang sechs. Das ist zwar ein Playoff-Platz, doch Füchse-Manager Ralf Hantschke warnt vor zu viel Euphorie. Er sieht noch einige Steigerungsmöglichkeiten für das Team aus Weißwasser.
Ralf Hantschke, war die 0:4-Niederlage am Sonntag gegen den EHC München nach zuvor fünf Siegen in Serie ein Ausrutscher oder ein Rückfall in alte Zeiten?
Weder noch. Wir haben in einem offenen Spiel mit hohem Tempo gegen eine sehr gute Mannschaft verloren. München hat zwei absolute Topreihen. Allein deren Finanzrahmen macht wahrscheinlich unser gesamtes Budget aus. Das ist der kleine Unterschied. Mit diesem Kader ist München in der Tabelle ganz weit oben anzusiedeln.
Die Füchse liegen derzeit auf Rang sechs, also einem Playoff-Platz. Wie fällt Ihre Zwischenbilanz aus?
Ich habe immer betont, dass wir das Potenzial haben, um Platz acht bis zehn anzuvisieren. Und dabei bleibe ich auch. Alles andere ist ein Bonus, den wir natürlich gern mitnehmen wollen. Bislang können wir sehr zufrieden sein.
Ist die Mannschaft sogar schon reif für die Playoffs?
Wir sollten jetzt nicht alles rosarot malen, weil wir fünf Spiele in Folge gewonnen haben. So eine Saison ist lang, da gibt es immer Höhen und Tiefen. Um reif für die Playoffs zu sein, müssen wir schon noch zulegen und Konstanz beweisen. Aber es stimmt mich zuversichtlich, dass sich die Mannschaft gegen München trotz des Rückstandes nicht aufgeben hat. Jetzt kommt das schwere Spiel in Bad Tölz, anschließend erwarten wir Freiburg. Danach wird man schon etwas klarer sehen können, wohin die Reise geht.
Es wurden insgesamt 17 neue Spieler verpflichtet. Sind Sie überrascht über die schnelle Integration?
Ja, ich bin überrascht. Denn durch diverse Verletzungen konnten wir während der Vorbereitung fast nie mit dem kompletten Kader spielen. Aber jetzt sieht man, dass ein Rädchen immer besser ins andere greift. Die Spieler fassen langsam Vertrauen zum Nebenmann auf dem Eis und lernen, wie er tickt. Man sieht, wer zu wem passt.
Insgesamt sind die ausländischen Spieler in dieser Saison dominanter als im Vorjahr. Wo sehen Sie noch Steigerungsmöglichkeiten?
Ganz klar in der Chancenverwertung. Nehmen wir Shaun Sutter als Beispiel. Während Steve Crampton im Vorjahr vor allem als harter Arbeiter geglänzt hat, ist Sutter eher ein Scorer. Um erfolgreich zu sein, braucht er die entsprechenden Vorlagen seiner Mitspieler. Und er muss sich natürlich auch selbst ständig in Position bringen. Aber insgesamt haben wir uns bei den ausländischen Spieler deutlich verbessert. Zwischen Torhüter Ryan MacDonald und seinem Vorgänger Nolan McDonald liegen Welten. An ihm werden wir noch sehr viel Freude haben. Er ist jung und entwicklungsfähig. Und mir gefällt sein unbändiger Ehrgeiz.
Haben Sie den Eindruck, dass nach den Insolvenzen von Regensburg und Essen jetzt mehr Chancengleichheit in der Liga herrscht?
Gegenfrage: Können Sie zum jetzigen Zeitpunkt sagen, ob wirklich alle Vereine im Rahmen ihrer Möglichkeiten wirtschaften? Ich kann es nicht. Und wenn man sich umschaut, dann gibt es schon den einen oder anderen Club, der fast pleite war und jetzt einen erstaunlich starken Kader besitzt. Wir werden am Saisonende sehen, wer gut gewirtschaftet hat. Auch wir müssen unsere Hausaufgaben machen. (Mit Ralf Hantschke sprach Frank Noack)
zu MacDonald: Es ist zwar erst früh in der Saison, aber diesen Jungen sollte man, wenn möglich, längerfristig an den Verein binden! Für ihn sollte man auch gegebenenfalls tiefer in die Tasche greifen.
2 | Alexx | 21.10.2008 @ 13:28
Der Knabe ist wirklich stark. Deshalb nehme ich an dieser Stelle auch meine Kritik nach dem Pokalspiel gegen Wolfe zurück. Er ist ein echter Rückhalt. Die Antworten von R.H. sind alle stimmig. Wir sollten ruhig und hart weiter arbeiten und am Ende wird es dann reichen. Wichtig ist die letzte Aussage. Wir müssen in Weißwasser den wirtschaftlich gesunden Weg weiter gehen, ohne Luftschlösser zu bauen.
3 | Stadtfuchs | 24.10.2008 @ 12:17
Bin mal gespannt, wann in München die Lichter ausgehen ...
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Ralf Hantschke, war die 0:4-Niederlage am Sonntag gegen den EHC München nach zuvor fünf Siegen in Serie ein Ausrutscher oder ein Rückfall in alte Zeiten?
Weder noch. Wir haben in einem offenen Spiel mit hohem Tempo gegen eine sehr gute Mannschaft verloren. München hat zwei absolute Topreihen. Allein deren Finanzrahmen macht wahrscheinlich unser gesamtes Budget aus. Das ist der kleine Unterschied. Mit diesem Kader ist München in der Tabelle ganz weit oben anzusiedeln.
Die Füchse liegen derzeit auf Rang sechs, also einem Playoff-Platz. Wie fällt Ihre Zwischenbilanz aus?
Ich habe immer betont, dass wir das Potenzial haben, um Platz acht bis zehn anzuvisieren. Und dabei bleibe ich auch. Alles andere ist ein Bonus, den wir natürlich gern mitnehmen wollen. Bislang können wir sehr zufrieden sein.
Ist die Mannschaft sogar schon reif für die Playoffs?
Wir sollten jetzt nicht alles rosarot malen, weil wir fünf Spiele in Folge gewonnen haben. So eine Saison ist lang, da gibt es immer Höhen und Tiefen. Um reif für die Playoffs zu sein, müssen wir schon noch zulegen und Konstanz beweisen. Aber es stimmt mich zuversichtlich, dass sich die Mannschaft gegen München trotz des Rückstandes nicht aufgeben hat. Jetzt kommt das schwere Spiel in Bad Tölz, anschließend erwarten wir Freiburg. Danach wird man schon etwas klarer sehen können, wohin die Reise geht.
Es wurden insgesamt 17 neue Spieler verpflichtet. Sind Sie überrascht über die schnelle Integration?
Ja, ich bin überrascht. Denn durch diverse Verletzungen konnten wir während der Vorbereitung fast nie mit dem kompletten Kader spielen. Aber jetzt sieht man, dass ein Rädchen immer besser ins andere greift. Die Spieler fassen langsam Vertrauen zum Nebenmann auf dem Eis und lernen, wie er tickt. Man sieht, wer zu wem passt.
Insgesamt sind die ausländischen Spieler in dieser Saison dominanter als im Vorjahr. Wo sehen Sie noch Steigerungsmöglichkeiten?
Ganz klar in der Chancenverwertung. Nehmen wir Shaun Sutter als Beispiel. Während Steve Crampton im Vorjahr vor allem als harter Arbeiter geglänzt hat, ist Sutter eher ein Scorer. Um erfolgreich zu sein, braucht er die entsprechenden Vorlagen seiner Mitspieler. Und er muss sich natürlich auch selbst ständig in Position bringen. Aber insgesamt haben wir uns bei den ausländischen Spieler deutlich verbessert. Zwischen Torhüter Ryan MacDonald und seinem Vorgänger Nolan McDonald liegen Welten. An ihm werden wir noch sehr viel Freude haben. Er ist jung und entwicklungsfähig. Und mir gefällt sein unbändiger Ehrgeiz.
Haben Sie den Eindruck, dass nach den Insolvenzen von Regensburg und Essen jetzt mehr Chancengleichheit in der Liga herrscht?
Gegenfrage: Können Sie zum jetzigen Zeitpunkt sagen, ob wirklich alle Vereine im Rahmen ihrer Möglichkeiten wirtschaften? Ich kann es nicht. Und wenn man sich umschaut, dann gibt es schon den einen oder anderen Club, der fast pleite war und jetzt einen erstaunlich starken Kader besitzt. Wir werden am Saisonende sehen, wer gut gewirtschaftet hat. Auch wir müssen unsere Hausaufgaben machen.
(Mit Ralf Hantschke sprach Frank Noack)
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 21. Oktober 2008