Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Wieder nichts zu holen in Schwenningen
15.11.2008 | 18:00 Uhr von
Trotz des sehr guten Saisonstarts gab es auch diesmal für die Lausitzer Füchse nichts zu holen im Schwarzwald bei den Wild Wings Schwenningen: Die ersatzgeschwächten Gäste aus Weißwasser verloren 2:5 und belegen vor dem Derby am Sonntag gegen die Eispiraten Crimmitschau (17 Uhr) Platz sechs in der Zweitliga-Tabelle. Für die Füchse war es die zwölfte Niederlage im 14. Spiel in Schwenningen. Sie mussten allerdings mit den verletzten beziehungsweise erkrankten Reagan Rome, Preston Mizzi und Kenny Roche auf drei wichtige Kontingentspieler verzichten. Trotz dieser Schwächung hielten die Lausitzer die Partie lange offen. Chris Straube (23. Minute) und Thomas Götz (43.) hatten mit ihren Treffern jeweils die Führung der Gastgeber ausgeglichen. Im letzten Drittel geriet Weißwasser dann auf die Verliererstraße, nachdem zuvor wieder einmal viele Chancen ungenutzt blieben.

Zwar keinen Sieg mit drei Punkten, aber immerhin eine späte Genugtuung gab es für die Füchse schon vor dem Spiel in Schwenningen. Denn der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) hat in dieser Woche entschieden, dass die umstrittene Penalty-Regel 509 nun doch geändert wird. Auslöser war der Penalty von Füchse-Verteidiger Kevin Young am 26. September in Crimmitschau. Er hatte Torhüter Marko Suvelo gekonnt in die falsche Ecke geschickt und den Puck dann ins leere Tor geschoben. Trotzdem zählte der Treffer nicht, denn Suvelo riss bei der Abwehraktion das Tor unabsichtlich aus der Verankerung. Schiedsrichter Carsten Lenhart entschied zum Entsetzen von Kevin Young und der Füchse: kein Tor!

Und das völlig zu Recht, wie sich anschließend herausstellte. Deshalb zogen die Füchse ihren Protest gegen die Wertung der Niederlage nach Penaltyschießen zurück. Dennoch hatten sie mit ihrer Initiative aber nachdrücklich auf die Ungereimtheiten der umstrittenen Regel aufmerksam gemacht.

Die neue Regel 509 lautet nun wie folgt: "Sollte der Torhüter ab Freigabe des Pucks das Torgehäuse verschieben, wird dem gegnerischen Team ein Tor zugesprochen. Das gilt auch für den Fall, dass der Torhüter das Torgehäuse bei einer Abwehraktion verschiebt. Der Schiedsrichter muss dabei nicht prüfen, ob beim Torhüter Absicht vorlag oder nicht."

Hätte die Regel in der neuen Fassung damals schon gegolten, hätte der Penalty also gezählt. Die verlorenen Punkte bekommen Kevin Young und die Füchse zwar nicht zurück. Aber sie können zumindest für sich verbuchen, mit ihrer Initiative für ein wenig mehr Klarheit im Eishockey beigetragen zu haben.
(Frank Noack)

Wild Wings Schwenningen – Lausitzer Füchse 5:2 (1:0, 1:1, 3:1)
Tore: 1:0 Puhakka (11.), 1:1 Straube (23.), 2:1 Steingroß (36.), 2:2 Götz (43.), 3:2 Puhakka (50.), 4:2 Leisenring (52.), 5:2 Krestan (57.); Schiedsrichter: Christian Oswald (Kaufbeuren); Strafminuten: 10 / 12.

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 15. November 2008
816 mal gelesen
 
1 | Matze82 | 15.11.2008 @ 18:24
genau so muß die regel aussehen
2 | blaugelb | 16.11.2008 @ 10:10
cool vom eigentlichen thema abgekommen
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