Höchster Derbysieg am Sonntag gegen Crimmitschau (7:2), Platz fünf in der Tabelle der 2. Bundesliga und zwölf Punkte Vorsprung auf die abstiegsgefährdeten Mannschaften: Die Lausitzer Füchse schweben derzeit auf einer Welle der Euphorie. Doch die Weißwasseraner Verantwortlichen haben auch den Absturz in der Vorsaison im Hinterkopf. In der Spielzeit 2007/08 lagen die Füchse am 10. Spieltag mit insgesamt sechs Siegen sogar auf Tabellenplatz drei. Anschließend wurde das Team von Trainer Thomas Popiesch jedoch bis auf den vorletzten Rang durchgereicht. Weißwasser musste wieder einmal in die Play-down-Runde und verpasste gegen Bremerhaven den sportlichen Klassenerhalt. Nur dank der wirtschaftlichen Probleme einiger Konkurrenten blieben die Füchse in der 2. Bundesliga. Inzwischen hat sich der sportliche Absteiger der vergangenen Saison zu einem ernsthaften Play-off-Kandidaten gemausert. Für überschwängliche Lobeshymnen mitten in der Saison ist jedoch kein Platz im Fuchsbau. Denn die Erinnerung an die vergangene Spielzeit ist allgegenwärtig. „Wenn wir weiterhin an jedem Wochenende kontinuierlich punkten, dann sind wir auf einem guten Weg“, betont Füchse-Manager Ralf Hantschke.
Folgt dem Aufschwung auch diesmal wieder ein Absturz? Es gibt gute Gründe dafür, dass der Aufschwung diesmal von Dauer sein könnte.
Breiter Kader: Damals verloren die Füchse in Robert Brezina und Chris Straube zwei wichtige Leistungsträger mitten in der Saison. Deren Abgänge konnten nicht kompensiert werden. Die Last der Verantwortung in der Offensive lag meistens auf den Schultern von Carsten Gosdeck. Doch ein Gosdeck allein war zu wenig, um die Talfahrt stoppen zu können. Die Verantwortlichen haben die richtigen Lehren daraus gezogen. Es gibt jetzt mehr Häuptlinge im Team, sodass man weniger ausrechenbar ist. Auch die Qualität der hinteren Reihen ist größer geworden.
Flexible Profis: Bei den insgesamt 17 Neuverpflichtungen wurde vor allem Wert auf Spieler gelegt, die auf mehreren Positionen einsetzbar sind. Ein Paradebeispiel ist Chris Straube. Der Routinier kam bis zu seinem Abschied in der Vorsaison meistens als Verteidiger zum Einsatz. Inzwischen ist er auf seine gewohnte Position auf dem Flügel zurückgekehrt. Aber auch Sven Valenti spielte bereits in der Abwehr als auch im Sturm. Verletzungen wie zuletzt von Topscorer Preston Mizzi können so besser ausgeglichen werden.
Starker Torhüter: Das Jugend-Experiment mit dem erst 23-jährigen Ryan MacDonald funktioniert bislang viel besser, als das vor der Premieren-Saison des Kanadiers in Deutschland erwartet werden durfte. MacDonald war – anders als sein Vorgänger Nolan McDonald in dessen letzter Saison im Fuchsbau – in vielen Partien ein entscheidender Faktor und gab seinen Vorderleuten die erforderliche Ruhe.
Erfolgshungrige Spieler: Nach dem sportlichen Abstieg wurde der Kader komplett umgebaut. Auch bei den Kontingentspielern gab es einen Neuanfang. Fünf der sechs Ausländer spielen zum ersten Mal in Deutschland und wollen Weißwasser als Sprungbrett für höhere Aufgaben nutzen. In jedem Fall hat sich die akribische Arbeit von Manager Ralf Hantschke in der Sommerpause gelohnt. Trainer Thomas Popiesch fügte die 17 Neuzugänge erstaunlich schnell zu einer Einheit zusammen.
Gewachsenes Selbstvertrauen: In der vergangenen Saison haben die Füchse mehrere Partien knapp verloren, weil in den entscheidenden Phasen die Siegermentalität fehlte. Inzwischen sind viele Profis im Team, die diese Mentalität mitbringen. Allen voran Topscorer Preston Mizzi, der mit seiner abgezockten Art den Rest mitreißen kann. Dank dieses Selbstvertrauens gewinnen die Füchse inzwischen auch enge Spiele beziehungsweise das Penaltyschießen. Auch von der 0:4-Heimniederlage gegen München erholte sich die Mannschaft sehr schnell.
Das Fazit: Es liegt an den Füchsen, den Weg zum vorzeitigen Klassenerhalt diesmal konsequenter weiter zu gehen als in der vergangenen Saison. Denn der vorzeitige Klassenerhalt war und bleibt das erklärte Ziel. Die Ausgangsposition ist jedenfalls deutlich besser als vor Jahresfrist. (VON FRANK NOACK)
Folgt dem Aufschwung auch diesmal wieder ein Absturz? Es gibt gute Gründe dafür, dass der Aufschwung diesmal von Dauer sein könnte.
Breiter Kader: Damals verloren die Füchse in Robert Brezina und Chris Straube zwei wichtige Leistungsträger mitten in der Saison. Deren Abgänge konnten nicht kompensiert werden. Die Last der Verantwortung in der Offensive lag meistens auf den Schultern von Carsten Gosdeck. Doch ein Gosdeck allein war zu wenig, um die Talfahrt stoppen zu können. Die Verantwortlichen haben die richtigen Lehren daraus gezogen. Es gibt jetzt mehr Häuptlinge im Team, sodass man weniger ausrechenbar ist. Auch die Qualität der hinteren Reihen ist größer geworden.
Flexible Profis: Bei den insgesamt 17 Neuverpflichtungen wurde vor allem Wert auf Spieler gelegt, die auf mehreren Positionen einsetzbar sind. Ein Paradebeispiel ist Chris Straube. Der Routinier kam bis zu seinem Abschied in der Vorsaison meistens als Verteidiger zum Einsatz. Inzwischen ist er auf seine gewohnte Position auf dem Flügel zurückgekehrt. Aber auch Sven Valenti spielte bereits in der Abwehr als auch im Sturm. Verletzungen wie zuletzt von Topscorer Preston Mizzi können so besser ausgeglichen werden.
Starker Torhüter: Das Jugend-Experiment mit dem erst 23-jährigen Ryan MacDonald funktioniert bislang viel besser, als das vor der Premieren-Saison des Kanadiers in Deutschland erwartet werden durfte. MacDonald war – anders als sein Vorgänger Nolan McDonald in dessen letzter Saison im Fuchsbau – in vielen Partien ein entscheidender Faktor und gab seinen Vorderleuten die erforderliche Ruhe.
Erfolgshungrige Spieler: Nach dem sportlichen Abstieg wurde der Kader komplett umgebaut. Auch bei den Kontingentspielern gab es einen Neuanfang. Fünf der sechs Ausländer spielen zum ersten Mal in Deutschland und wollen Weißwasser als Sprungbrett für höhere Aufgaben nutzen. In jedem Fall hat sich die akribische Arbeit von Manager Ralf Hantschke in der Sommerpause gelohnt. Trainer Thomas Popiesch fügte die 17 Neuzugänge erstaunlich schnell zu einer Einheit zusammen.
Gewachsenes Selbstvertrauen: In der vergangenen Saison haben die Füchse mehrere Partien knapp verloren, weil in den entscheidenden Phasen die Siegermentalität fehlte. Inzwischen sind viele Profis im Team, die diese Mentalität mitbringen. Allen voran Topscorer Preston Mizzi, der mit seiner abgezockten Art den Rest mitreißen kann. Dank dieses Selbstvertrauens gewinnen die Füchse inzwischen auch enge Spiele beziehungsweise das Penaltyschießen. Auch von der 0:4-Heimniederlage gegen München erholte sich die Mannschaft sehr schnell.
Das Fazit: Es liegt an den Füchsen, den Weg zum vorzeitigen Klassenerhalt diesmal konsequenter weiter zu gehen als in der vergangenen Saison. Denn der vorzeitige Klassenerhalt war und bleibt das erklärte Ziel. Die Ausgangsposition ist jedenfalls deutlich besser als vor Jahresfrist.
(VON FRANK NOACK)
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 18. November 2008