Die drohende Mini-Krise der Lausitzer Füchse hatte am Sonntag viele Gesichter. Mal kam sie in Form von Fehlpässen daher, dann schlich sie als Selbstzweifel verkleidet über die Eisfläche. 1:2 lagen die Gastgeber nach dem ersten Drittel gegen die Fishtown Pinguins Bremerhaven zurück. Zwei Tage nach dem bitteren 1:7-Debakel beim SC Riessersee nahm das zweite Null-Wochenende immer mehr Gestalt an. Ohne Punkte waren die Füchse zuletzt am ersten Saison-Wochenende Mitte September geblieben. "In den letzten fünf Minuten des ersten Drittels ging es für uns nur noch darum, ohne ein weiteres Gegentor in die Kabine zu kommen. Die Mannschaft war am Boden und auch in der Halle herrschte eine unangenehme Stimmung", beschrieb Trainer Thomas Popiesch jene Situation, als sein Team schon tot zu sein schien.
Doch dann folgte ein Sturmlauf der Gastgeber, der dem verloren geglaubten Spiel ein völlig neues Gesicht gab. Vor den 2119 Zuschauern griffen die Füchse mit Brachialgewalt an und schossen innerhalb von elf Minuten vier Tore in Folge – es war eine Wiedergeburt per Vorschlaghammer. "Ich ziehe den Hut vor der mentalen Stärke meiner Spieler, mit der sie diese Partie gedreht haben", lobte Popiesch.
Passend zum körperlich sehr intensiven Match sorgten zwei Fouls für Diskussionen. In der 36. Minute musste Bremerhavens Bruce Becker nach einem Kniecheck gegen Patrick Strauch mit einer Matchstrafe in die Kabine. Obwohl Strauch eine schwere Oberschenkelprellung davontrug und ebenfalls nicht mehr zurückkehrte, wollte Gäste-Coach Craig Streu nur einen regelgerechten Check in die Körpermitte gesehen haben und stellte die Entscheidung des Schiris infrage. "So viel Nebel war doch gar nicht in der Halle", sagte Streu sarkastisch. Immerhin fiel in dieser Phase die Vorentscheidung. Die Füchse nutzten das fünfminütige Überzahlspiel zu zwei Toren. Allerdings verloren sie im letzten Drittel noch ihren Topscorer Preston Mizzi ebenfalls nach einem Foulspiel. "Ich will die Strafe nicht kommentieren, sonst bekomme ich auch noch eine Strafe", hielt sich Popiesch zurück. Allerdings fehlt Mizzi damit am Sonntag im Derby in Dresden. (VON FRANK NOACK)
Doch dann folgte ein Sturmlauf der Gastgeber, der dem verloren geglaubten Spiel ein völlig neues Gesicht gab. Vor den 2119 Zuschauern griffen die Füchse mit Brachialgewalt an und schossen innerhalb von elf Minuten vier Tore in Folge – es war eine Wiedergeburt per Vorschlaghammer. "Ich ziehe den Hut vor der mentalen Stärke meiner Spieler, mit der sie diese Partie gedreht haben", lobte Popiesch.
Passend zum körperlich sehr intensiven Match sorgten zwei Fouls für Diskussionen. In der 36. Minute musste Bremerhavens Bruce Becker nach einem Kniecheck gegen Patrick Strauch mit einer Matchstrafe in die Kabine. Obwohl Strauch eine schwere Oberschenkelprellung davontrug und ebenfalls nicht mehr zurückkehrte, wollte Gäste-Coach Craig Streu nur einen regelgerechten Check in die Körpermitte gesehen haben und stellte die Entscheidung des Schiris infrage. "So viel Nebel war doch gar nicht in der Halle", sagte Streu sarkastisch. Immerhin fiel in dieser Phase die Vorentscheidung. Die Füchse nutzten das fünfminütige Überzahlspiel zu zwei Toren. Allerdings verloren sie im letzten Drittel noch ihren Topscorer Preston Mizzi ebenfalls nach einem Foulspiel. "Ich will die Strafe nicht kommentieren, sonst bekomme ich auch noch eine Strafe", hielt sich Popiesch zurück. Allerdings fehlt Mizzi damit am Sonntag im Derby in Dresden.
(VON FRANK NOACK)
Lausitzer Füchse – Fishtown Pinguins Bremerhaven 6:3 (1:2, 4:0, 1:1)
Tore: 1:0 Strauch (2.), 1:1 Musial (10.), 1:2 Musial (13.), 2:2 Valenti (29.), 3:2 Götz (35.), 4:2 Klenner (38.), 5:2 Masek (40.), 5:3 Lanier (44.), 6:3 Götz (50.); Zuschauer: 2119; Schiedsrichter: Heiko Brill (Zweibrücken); Strafminuten: 11 + Spieldauerdisziplinarstrafe Mizzi / 10 + Matchstrafe Becker.
RUNDSCHAU-Spieler des Tages der Füchse: Thomas Götz.
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 24. November 2008