Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Ein Füchse-Sieg der zweiten Reihe
02.12.2008 | 07:00 Uhr von
Genau so lautstark wie sie zuvor ihre Teams unterstützt hatten, so unerbittlich blieben die beiden Fangruppen auch nach dem Ende des Sachsenderbys am Sonntag in Dresden. Denn die Fans riefen so lange nach den Spielern, bis diese auch wirklich noch einmal aus der Kabine auf das Eis der Freiberger-Arena zurückkehrten. Das Bild, das beide Mannschaften dabei abgaben, hätte unterschiedlicher nicht sein können. Während sich die Lausitzer Füchse von den Fans für den 2:1-Auswärtssieg nach Verlängerung feiern ließen und ihren fünften Tabellenplatz bejubelten, machten die Eislöwen einen schon fast bemitleidenswerten Eindruck. Dresden hängt im Keller fest. Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt bereits acht Punkte. "So ist das eben im Sport. Wenn du oben stehst, dann hast du das nötige Glück und gewinnst auch diese engen Spiele", bilanzierte Füchse-Trainer Thomas Popiesch. Denn auch die Gastgeber hätten dieses Derby durchaus für sich entscheiden können. Die Chancen dafür waren da. Am Ende gaben jedoch die Kaltschnäuzigkeit des zweifachen Torschützen Chris Straube und der erneut überragende Torhüter Ryan MacDonald den Ausschlag zugunsten der Füchse. Von einem reinen Glückssieg wollte Popiesch allerdings nichts wissen. "Dieses Glück muss man sich erarbeiten. Und das haben wir in den vergangenen Wochen getan", sagte der Füchse-Coach.

Es war ein Auswärtssieg, der sich im weiteren Verlauf der Saison noch als sehr, sehr wertvoll erweisen könnte. Denn die Füchse haben in Dresden demonstriert, dass ihr Kader im Vergleich zur letzten Spielzeit nicht nur besser, sondern vor allem auch breiter geworden ist. Es war beeindruckend, wie die Mannschaft das Fehlen von drei Leistungsträgern selbst in einer solch heißen Derby-Atmosphäre wegsteckte. Natürlich wirkten die Weißwasseraner Aktionen in Abwesenheit von Topscorer Preston Mizzi (Sperre) sowie Patrick Strauch und Kenny Roche (beide verletzt) bisweilen etwas unstrukturiert. Vor allem im zweiten Drittel fiel das Team von einer Verlegenheit in die nächste. Statt unterzugehen, kehrte es jedoch mit "Einsatzbereitschaft, Leidenschaft und Emotionen" (Popiesch) zurück und wurde am Ende dafür belohnt. Einen großen Anteil am mittlerweile schon zwölften Saisonsieg hatten zweifellos die Matchwinner Straube und MacDonald. Aber auch die vermeintliche zweite Reihe – also jene Spieler, die sonst nur wenig Eiszeit bekommen – bestand den Charaktertest mit Bravour. Stefan Ortolf und Markus Lehnigk ackerten in der dritte Reihe an der Seite des ebenfalls noch sehr jungen Markus Ziesche. Zusammen kamen sie auf ein Durchschnittsalter von gerade mal 20 Jahren. "Alle Spieler hatten den unbedingten Willen, dieses Derby zu gewinnen", lobte Popiesch auch seine Youngster, die sicher viel Motivation aus diesem Erlebnis ziehen.

Doch egal, ob Matchwinner oder Youngster: "Das war ein ganz wichtiger Sieg für die Mannschaft. So ein Auftritt im Derby gibt Selbstvertrauen für die nächsten schweren Spiele", ist Popiesch überzeugt.
(VON FRANK NOACK)

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 02. Dezember 2008
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