Zum Ende des Jahres kommt noch einmal Bewegung in das Thema Eissporthalle in Weißwasser und die Frage, ob die Große Kreisstadt einen Neubau wagen kann oder sich mit einer Sanierungslösung zufrieden geben muss. Beides hängt von der Höhe der Förderung ab, die Weißwasser für das Projekt bekommen kann. Darum wird es voraussichtlich auch am Montag in einem Gespräch in Dresden gehen, zu dem Innenminister Albrecht Buttolo (CDU) den Verein Eissport Weißwasser, die EHC Lausitzer Füchse GmbH und die Stadtverwaltung als Halleneigentümer zu einem Gespräch eingeladen.
Wie Oberbürgermeister Hartwig Rauh (parteilos) auf Nachfrage bestätigte, hatte im Vorfeld bereits am vergangenen Mittwoch ein Sondierungsgespräch der Stadt mit einem Mitarbeiter des Innenministeriums in Dresden stattgefunden. Die Signale, die man dort erhalten hatte, seien zumindest nicht entmutigend gewesen.
"Wir haben zum einen gefragt, ob dem Freistaat denn überhaupt so große Summen, wie wir sie als Förderung benötigen würden, zur Verfügung stehen würden, und das ist grundsätzlich bejaht worden", erklärt Rauh. Zum anderen habe die Stadt nachgefragt, welche Förderprogramme denn in einem solchen umfänglichen Rahmen für die Halle in Frage kommen könnten und sei auf das Programm Stadtumbau Ost verwiesen worden: "Es hat natürlich keine Zusage gegeben, aber man hat uns erklärt, dass wir in diesem Förderprogramm sowohl Fördermittel für eine Sanierung als auch für einen Neubau beantragen könnten."
Zum Hintergrund: Derzeit stehen nach RUNDSCHAU-Informationen eine Summe von neun Millionen Euro für eine Sanierung und eine Summe von 13 Millionen Euro für einen Neubau der Eishalle im Raum – beides noch basierend auf den mehrfach schwankenden Kostenschätzungen des Architekten Professor Dr. Rolf-Rüdiger Sommer. Ein zweites Kostengutachten, mit dem fünf regionale Planungsbüros aus Weißwasser vom Stadtrat beauftragt worden waren, liegt laut Hartwig Rauh bislang noch nicht vor, weil sich die Zuarbeit eines der beteiligten Planungsbüros voraussichtlich bis Januar verzögere. In der ersten Sitzung des Bau- und Wirtschaftsausschusses im kommenden Jahr hoffe man aber, das komplette Zahlenwerk auf dem Tisch zu haben.
In jedem Fall hatte die Stadtverwaltung wiederholt klargestellt, dass drei Millionen Euro das Maximum dessen wäre, was die Stadt als Eigenanteil für die Eishalle einsetzen könnte.
Eingestellt im Haushalt 2009 der Stadt Weißwasser ist auf jeden Fall eine Million Euro für eine Sanierung des Tragwerks der alten Halle – eine Auflage aus einer Sicherheitsprüfung, die nach dem tragischen Unglück in Bad Reichenhall auch für die Halle in Weißwasser erstellt worden war. "Wenn wir alles machen, was darin bemängelt wurde, müssten wir 1,4 Millionen Euro einsetzen", sagt Rauh. "Wir sind jetzt in der Situation, dass wir entweder die 1,4 Millionen in die Halle schießen, unabhängig von der Überlegung, ob wir vielleicht doch neu bauen oder aber, dass wir versuchen, möglichst bald mit der Bauaufsicht über einen Aufschub zu verhandeln, wenn wir wissen, dass wir neu bauen. Dann müssten wir vielleicht nicht alles Geld in der alten Halle einsetzen."
stimmt mich irgendwie zuversichtlich.... mal wieder
2 | Howy2008 | 06.12.2008 @ 21:24
Ich finde es ermutigend, dass trotz aller Rückschläge weiter am Bau der "neuen" Halle (oder eben Modernisierung der alten) gewerkelt wird. Viel zu oft wurde in der Vergangenheit nach Mißerfolgen die Flinte ins Korn geworfen!
3 | Odin | 07.12.2008 @ 14:05
@2, das kann bzw. darf man nun aber nicht mehr. Der "D-Day" rückt stetig näher und irgendwann ist der Bau dicht!
4 | böhser dynamo | 09.12.2008 @ 06:57
bla bla bla - alle jahre wieder ...
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Wie Oberbürgermeister Hartwig Rauh (parteilos) auf Nachfrage bestätigte, hatte im Vorfeld bereits am vergangenen Mittwoch ein Sondierungsgespräch der Stadt mit einem Mitarbeiter des Innenministeriums in Dresden stattgefunden. Die Signale, die man dort erhalten hatte, seien zumindest nicht entmutigend gewesen.
"Wir haben zum einen gefragt, ob dem Freistaat denn überhaupt so große Summen, wie wir sie als Förderung benötigen würden, zur Verfügung stehen würden, und das ist grundsätzlich bejaht worden", erklärt Rauh. Zum anderen habe die Stadt nachgefragt, welche Förderprogramme denn in einem solchen umfänglichen Rahmen für die Halle in Frage kommen könnten und sei auf das Programm Stadtumbau Ost verwiesen worden: "Es hat natürlich keine Zusage gegeben, aber man hat uns erklärt, dass wir in diesem Förderprogramm sowohl Fördermittel für eine Sanierung als auch für einen Neubau beantragen könnten."
Zum Hintergrund: Derzeit stehen nach RUNDSCHAU-Informationen eine Summe von neun Millionen Euro für eine Sanierung und eine Summe von 13 Millionen Euro für einen Neubau der Eishalle im Raum – beides noch basierend auf den mehrfach schwankenden Kostenschätzungen des Architekten Professor Dr. Rolf-Rüdiger Sommer. Ein zweites Kostengutachten, mit dem fünf regionale Planungsbüros aus Weißwasser vom Stadtrat beauftragt worden waren, liegt laut Hartwig Rauh bislang noch nicht vor, weil sich die Zuarbeit eines der beteiligten Planungsbüros voraussichtlich bis Januar verzögere. In der ersten Sitzung des Bau- und Wirtschaftsausschusses im kommenden Jahr hoffe man aber, das komplette Zahlenwerk auf dem Tisch zu haben.
In jedem Fall hatte die Stadtverwaltung wiederholt klargestellt, dass drei Millionen Euro das Maximum dessen wäre, was die Stadt als Eigenanteil für die Eishalle einsetzen könnte.
Eingestellt im Haushalt 2009 der Stadt Weißwasser ist auf jeden Fall eine Million Euro für eine Sanierung des Tragwerks der alten Halle – eine Auflage aus einer Sicherheitsprüfung, die nach dem tragischen Unglück in Bad Reichenhall auch für die Halle in Weißwasser erstellt worden war. "Wenn wir alles machen, was darin bemängelt wurde, müssten wir 1,4 Millionen Euro einsetzen", sagt Rauh. "Wir sind jetzt in der Situation, dass wir entweder die 1,4 Millionen in die Halle schießen, unabhängig von der Überlegung, ob wir vielleicht doch neu bauen oder aber, dass wir versuchen, möglichst bald mit der Bauaufsicht über einen Aufschub zu verhandeln, wenn wir wissen, dass wir neu bauen. Dann müssten wir vielleicht nicht alles Geld in der alten Halle einsetzen."
Von Thoralf Schirmer
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 06. Dezember 2008