Die Lausitzer Cracks legen gut los, geraten dann aber völlig von der Rolle und verlieren verdient.
Es ging richtig gut los im Fuchsbau. Die Einheimischen kamen entschlossen auf das Eis, übten Druck auf die Wild Wings aus und gingen folgerichtig schnell in Führung. Ortolf hatte sich den Puck hinter dem Gästetor erkämpft, vor das Tor gepasst und fand in Alexander Engel einen dankbaren Abnehmer. Der Verteidiger zimmerte die Scheibe in den Torwinkel. Der überzeugende Start machte den verletzungsbedingten Ausfall von Straube (Knieprobleme) und Ziesche (Handbruch) vorübergehend vergessen.
Aber offenbar bekam den Füchsen der gelungene Auftakt überhaupt nicht. Während sie weiter flüssig nach vorn spielten, Brown hielt gegen Jank und Bartlick, wurden sie hinten zunehmend leichtsinnig. Klenner und Ortolf gingen bei dem allerdings auch hervorragend gespielten Angriff von Puhakka und Krestan viel zu passiv zu Werke, so dass ein Doppelpass genügte, um Krestan völlig freizuspielen. MacDonald lag bereits am Boden und der DEL-erfahrene Tscheche schob locker ein.
Zunehmend einfallslos
Noch war das Spiel völlig offen und ein munterer Schlagabtausch, sehr zur Unterhaltung des Publikums. Doch gern hätten die Weißwasseraner ein Tor gesehen, als Masak (9.), Mizzi (15.) oder Roche im Alleingang (18.) scheiterten. Zunehmend fiel die Einfallslosigkeit der Füchse vor dem gegnerischen Tor auf, gefälliges Skating wechselte mit ungenauem Passspiel ab, so dass sich der aus Füchse-Sicht wenig erfreuliche Spielfortgang abzeichnete.
Denn der SERC zeigte immer wieder seine technische und spielerische Überlegenheit wenn es darum ging, Fehler in der gegnerischen Verteidigung auszunutzen. Und davon gab es gestern reichlich. Keine zwei Minuten sind im Mittelabschnitt gespielt, da fangen die Gäste in Unterzahl einen Pass von Klenner ab, und Krestan überwindet MacDonald im Alleingang. Und Schwenningen legte nach. Beim Schuss des Ex-Lausitzers Albrecht zum 1:3 sah auch MacDonald nicht gut aus. Das 1:4 folgte wenig später.
Thomas Popiesch nahm eine Auszeit, versuchte Linie in das Spiel seiner Männer zu bekommen. Aber vieles blieb Stückwerk, manches wirkte gefällig, doch kaum zwingend. Das änderte sich auch nach der zweiten Pause nicht. Nur einmal noch zeigten die Füchse, dass sie es besser können. Hinter dem Schwenninger Tor behauptete Götz die Scheibe, passte genau auf Strauch und der markierte das 2:4. Hoffnung keimte auf, aber der Treffer blieb das einzige Highlight des Schlussdrittels.
Fast 2000 Fans im Fuchsbau skandierten „Wir woll‘n euch kämpfen seh‘n“, aber sie bekamen meist nur Krampf geboten.
Pfiffe nach der Schlusssirene
Schwenningen verwaltete den Vorsprung geschickt und scheiterte mehrmals am gut reagierenden MacDonald. Fünf Minuten vor dem Ende war auch er gegen einen Nachschuss machtlos, und damit war das Spiel durch. Die Fans quittierten das Gesehene mit Pfiffen.
Für Schwenningen geht eine Serie von Niederlagen zu Ende, offenbar zeigt die Entlassung von Trainer Jari Pasanen direkt nach dem Heimspiel gegen Crimmitschau am verhangenen Sonntag (4:6) Wirkung. Morgen müssen die Füchse zu den Crimmitschauer Eispiraten. Angesichts der Formentwicklung beider sächsischer Teams dürfte das eine ganz schwere Aufgabe für die Lausitzer werden. (Von Gunnar Schulze und Marcel Pochanke)
Spielerische Überlegenheit hin oder her, die haben andere Teams auch, nur da haben wir kämpferisch dagegen gehalten, jetzt ergeben wir uns, fressen seit Wochen (außer in DD und daheim gg. Bremerhaven) mehr als 3 Gegentore und schießen viel zu wenig Eigene (wo sind die sogenannten und gefeierten Topleute wie Mizzi?). So gewinnen wir nichts und gg. keinen Gegner und was das bedeutet sollte allen bewußt sein (6 Punkte bis Platz 11)!!!
2 | dynamo | 13.12.2008 @ 08:57
Verletzte Spieler hin oder her, sicher schwer, aber durch Kampf kann man auch das überstehen und Erfolg haben (auch beim Sieg in DD haben 3 Leute gefehlt).
3 | Maik+Eve | 13.12.2008 @ 10:30
Eine geschlossene Mannschaftsleistung sieht für mich anders aus.Das gestern war gar nichts.Die ersten zehn Minuten waren tippi toppi und danach meist nur Einzeldarsteller auf dem Eis.So gewinnt man geg.kein Team .
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Es ging richtig gut los im Fuchsbau. Die Einheimischen kamen entschlossen auf das Eis, übten Druck auf die Wild Wings aus und gingen folgerichtig schnell in Führung. Ortolf hatte sich den Puck hinter dem Gästetor erkämpft, vor das Tor gepasst und fand in Alexander Engel einen dankbaren Abnehmer. Der Verteidiger zimmerte die Scheibe in den Torwinkel. Der überzeugende Start machte den verletzungsbedingten Ausfall von Straube (Knieprobleme) und Ziesche (Handbruch) vorübergehend vergessen.
Aber offenbar bekam den Füchsen der gelungene Auftakt überhaupt nicht. Während sie weiter flüssig nach vorn spielten, Brown hielt gegen Jank und Bartlick, wurden sie hinten zunehmend leichtsinnig. Klenner und Ortolf gingen bei dem allerdings auch hervorragend gespielten Angriff von Puhakka und Krestan viel zu passiv zu Werke, so dass ein Doppelpass genügte, um Krestan völlig freizuspielen. MacDonald lag bereits am Boden und der DEL-erfahrene Tscheche schob locker ein.
Zunehmend einfallslos
Noch war das Spiel völlig offen und ein munterer Schlagabtausch, sehr zur Unterhaltung des Publikums. Doch gern hätten die Weißwasseraner ein Tor gesehen, als Masak (9.), Mizzi (15.) oder Roche im Alleingang (18.) scheiterten. Zunehmend fiel die Einfallslosigkeit der Füchse vor dem gegnerischen Tor auf, gefälliges Skating wechselte mit ungenauem Passspiel ab, so dass sich der aus Füchse-Sicht wenig erfreuliche Spielfortgang abzeichnete.
Denn der SERC zeigte immer wieder seine technische und spielerische Überlegenheit wenn es darum ging, Fehler in der gegnerischen Verteidigung auszunutzen. Und davon gab es gestern reichlich. Keine zwei Minuten sind im Mittelabschnitt gespielt, da fangen die Gäste in Unterzahl einen Pass von Klenner ab, und Krestan überwindet MacDonald im Alleingang. Und Schwenningen legte nach. Beim Schuss des Ex-Lausitzers Albrecht zum 1:3 sah auch MacDonald nicht gut aus. Das 1:4 folgte wenig später.
Thomas Popiesch nahm eine Auszeit, versuchte Linie in das Spiel seiner Männer zu bekommen. Aber vieles blieb Stückwerk, manches wirkte gefällig, doch kaum zwingend. Das änderte sich auch nach der zweiten Pause nicht. Nur einmal noch zeigten die Füchse, dass sie es besser können. Hinter dem Schwenninger Tor behauptete Götz die Scheibe, passte genau auf Strauch und der markierte das 2:4. Hoffnung keimte auf, aber der Treffer blieb das einzige Highlight des Schlussdrittels.
Fast 2000 Fans im Fuchsbau skandierten „Wir woll‘n euch kämpfen seh‘n“, aber sie bekamen meist nur Krampf geboten.
Pfiffe nach der Schlusssirene
Schwenningen verwaltete den Vorsprung geschickt und scheiterte mehrmals am gut reagierenden MacDonald. Fünf Minuten vor dem Ende war auch er gegen einen Nachschuss machtlos, und damit war das Spiel durch. Die Fans quittierten das Gesehene mit Pfiffen.
Für Schwenningen geht eine Serie von Niederlagen zu Ende, offenbar zeigt die Entlassung von Trainer Jari Pasanen direkt nach dem Heimspiel gegen Crimmitschau am verhangenen Sonntag (4:6) Wirkung. Morgen müssen die Füchse zu den Crimmitschauer Eispiraten. Angesichts der Formentwicklung beider sächsischer Teams dürfte das eine ganz schwere Aufgabe für die Lausitzer werden.
(Von Gunnar Schulze und Marcel Pochanke)
Quelle: Sächsische Zeitung vom 13.12.2008