Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Druck auf hohem Niveau
17.12.2008 | 08:13 Uhr von
Man musste schon ganz genau hinschauen, um zumindest eine Mini-Krise bei den Lausitzer Füchsen zu entdecken. Denn trotz der drei Niederlagen in Folge behaupteten sie den Playoff-Platz in der 2. Bundesliga. Trotzdem war die Erleichterung über die Rückkehr in die Erfolgsspur am Sonntag in Crimmitschau riesengroß. Steckte sein Team nun in der Krise oder nicht? Trainer Thomas Popiesch hat die Diskussionen in der Öffentlichkeit natürlich mitbekommen. Immerhin schien ausgerechnet in der Vorweihnachtszeit der Glanz des erfolgreichen Saisonstarts zu verblassen. "Viele wollten uns eine Krise einreden. Der Druck vor dem Crimmitschau-Spiel war enorm", räumte Popiesch ein. Dieser Druck war selbst den Führungsspielern anzumerken. Am Freitag beim 2:5 gegen Schwenningen unterlief Kapitän Sebastian Klenner ein schwerer Fehler. Am Sonntag in Crimmitschau verlor Kenny Roche die Scheibe an der Mittellinie und begünstige so einen Treffer der Eispiraten. Popiesch jedenfalls hatte eine "gewisse Nervosität bei einzelnen Aktionen" ausgemacht. Aber er zollte gleichzeitig auch ein dickes Lob, denn: „Die Mannschaft hat sich aus diesem Tief herausgezogen.“

Für die mentale Stärke spricht auch der Spielverlauf im Sahnpark, der einer Achterbahnfahrt glich. Die Füchse verspielten zwar ihre frühe 2:0-Führung, gingen aber auch nach den anschließenden drei Gegentoren nicht unter, sondern rappelten sich wieder auf. Am Ende feierten sie einen nicht unverdienten Auswärtssieg.

Der Druck, den die Spieler durch die vermeintliche Mini-Krise spürten, war zugegebenermaßen ein Druck auf ziemlich hohem Niveau. Denn aus dem Dauergast in der Abstiegsrunde ist mittlerweile ein echter Kandidat für die Playoffs geworden. Nach genau der Hälfte der Saison liegt Weißwasser jetzt sogar auf Platz vier und damit weit über den Erwartungen. Die Distanz zur abstiegsgefährdeten Zone beträgt zehn Punkte. Für das Potenzial der Mannschaft spricht auch der Umstand, dass sie inzwischen das Fehlen von Leistungsträgern ganz gut kompensieren kann. Am Sonntag in Crimmitschau mussten beispielsweise der am Knie verletzte Chris Straube und Kevin Young (Sperre wegen der dritten Zehn-Minuten-Strafe) zuschauen.

In jedem Fall haben die Füchse mit diesem Dreier den Anschein einer Mini-Krise beseitigt. "Ich hoffe, die Spieler haben die richtigen Lehren gezogen. Wir müssen weiterhin unser einfaches Eishockey spielen. Nur dann sind wir erfolgreich", betont Popiesch. Dann dürfte die Krise auch in Zukunft keine Chance im Fuchsbau haben.

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 17. Dezember 2008
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