Nur sechs Verteidiger gegen Weißwasser – Kammerer: Nachwuchs könnte Probleme bekommen
Eine Mannschaft an der Tabellenspitze übernimmt automatisch die Rolle des Favoriten. Das gilt auch für die Tölzer Löwen, die sich am Sonntag im Morgengrauen in die Lausitz aufmachen müssen, um sich am Spätnachmittag (17 Uhr) mit den Füchsen zu messen. Aber Vorsicht ist die Mutter der Isarwinkler Porzellankiste. Der Fuchsbau ist ein unangenehm zu spielender Ort, in dem sich die Hausherren sichtlich wohl fühlen.
24 seiner 38 Zähler hat der Tabellenvierte im Osten Sachsens gesammelt. „Weißwasser ist eine Eishockey-Stadt mit guter Atmosphäre im Stadion“, findet Axel Kammerer, der nicht ungern an der Spielstätte der einstigen DDR-Kufenhochburg antritt. „Es wäre schade, wenn so ein Standort nicht mehr existierte.“
Die Löwen sollten gewarnt sein vor dem Widersacher in Gelb und Blau. Schließlich erdreisteten sich die Füchse im Hinspiel, zwei Zähler aus der Tölzer Arena zu stibitzen. Ein Clou, der bislang nur zwei weiteren Teams gelang. „Sie haben in Tölz eine gute Visitenkarte hinterlassen“, erinnert sich Kammerer.
Weil Christoph Klotz sich grippebedingt neben Marc St. Jean auf der Krankenliste platziert, verbleiben dem früheren Nationalspieler nur sechs Verteidiger, vier davon stehen noch in der Ausbildung. Hier sieht der 44-Jährige einen physischen Nachteil. „Die Jungen könnten Probleme bekommen. Weißwasser hat eine robuste, kräftige und körperlich spielende Mannschaft.“
Dementsprechend empfiehlt er seinen Nachwuchskräften, sich als Wadlbeißer für die größeren Füchse-Akteure zu betätigen.
Doppelschichten für Adam Borzecki und J. P. Morin möchte der Reichersbeurer vermeiden. Schließlich steht nur zwei Tage später das vermeintlich kraftraubende Derby gegen den EHC München an. „Dazu die lange Rückfahrt,das ist nicht optimal.“
Der Mannschaft von Thomas Popiesch attestiert Kammerer eine aktive Spielweise. „Sie verstecken sich nicht und haben gute Ausländer, einen sehr guten Torhüter, Routine und Durchsetzungsfähigkeit.“ So soll das Spielgeschehen aus der eigenen Zone verlagert werden. „Wir müssen uns schnell aus Drucksituationen lösen.“
Für einen Tölzer Erfolg spricht allerdings auch einiges. „Wir haben die vorherigen vier Auswärtsspiele gewonnen“, sagt Kammerer. Und in der Fremde einen Zähler mehr eingespielt als der Gegner vor eigenem Publikum. Das macht die Löwen zum derzeit besten Auswärtsteam.
OLIVER RABUSER
Quelle: Tölzer Kurier vom 20.Dezember 2008
1 | SMR | 20.12.2008 @ 16:08
oje, nich das die das spiel noch ausfallen lassen^^ ;o))
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Eine Mannschaft an der Tabellenspitze übernimmt automatisch die Rolle des Favoriten. Das gilt auch für die Tölzer Löwen, die sich am Sonntag im Morgengrauen in die Lausitz aufmachen müssen, um sich am Spätnachmittag (17 Uhr) mit den Füchsen zu messen. Aber Vorsicht ist die Mutter der Isarwinkler Porzellankiste. Der Fuchsbau ist ein unangenehm zu spielender Ort, in dem sich die Hausherren sichtlich wohl fühlen.
24 seiner 38 Zähler hat der Tabellenvierte im Osten Sachsens gesammelt. „Weißwasser ist eine Eishockey-Stadt mit guter Atmosphäre im Stadion“, findet Axel Kammerer, der nicht ungern an der Spielstätte der einstigen DDR-Kufenhochburg antritt. „Es wäre schade, wenn so ein Standort nicht mehr existierte.“
Die Löwen sollten gewarnt sein vor dem Widersacher in Gelb und Blau. Schließlich erdreisteten sich die Füchse im Hinspiel, zwei Zähler aus der Tölzer Arena zu stibitzen. Ein Clou, der bislang nur zwei weiteren Teams gelang. „Sie haben in Tölz eine gute Visitenkarte hinterlassen“, erinnert sich Kammerer.
Weil Christoph Klotz sich grippebedingt neben Marc St. Jean auf der Krankenliste platziert, verbleiben dem früheren Nationalspieler nur sechs Verteidiger, vier davon stehen noch in der Ausbildung. Hier sieht der 44-Jährige einen physischen Nachteil. „Die Jungen könnten Probleme bekommen. Weißwasser hat eine robuste, kräftige und körperlich spielende Mannschaft.“
Dementsprechend empfiehlt er seinen Nachwuchskräften, sich als Wadlbeißer für die größeren Füchse-Akteure zu betätigen.
Doppelschichten für Adam Borzecki und J. P. Morin möchte der Reichersbeurer vermeiden. Schließlich steht nur zwei Tage später das vermeintlich kraftraubende Derby gegen den EHC München an. „Dazu die lange Rückfahrt,das ist nicht optimal.“
Der Mannschaft von Thomas Popiesch attestiert Kammerer eine aktive Spielweise. „Sie verstecken sich nicht und haben gute Ausländer, einen sehr guten Torhüter, Routine und Durchsetzungsfähigkeit.“ So soll das Spielgeschehen aus der eigenen Zone verlagert werden. „Wir müssen uns schnell aus Drucksituationen lösen.“
Für einen Tölzer Erfolg spricht allerdings auch einiges. „Wir haben die vorherigen vier Auswärtsspiele gewonnen“, sagt Kammerer. Und in der Fremde einen Zähler mehr eingespielt als der Gegner vor eigenem Publikum. Das macht die Löwen zum derzeit besten Auswärtsteam.
OLIVER RABUSER
Quelle: Tölzer Kurier vom 20.Dezember 2008