Eishockeyprofi Chris Straube mit ganz persönlichen Weihnachtserinnerungen
Die Hälfte seines Lebens verbrachte Chris Straube, Stürmer der Lausitzer Füchse, in Kanada - der Wahlheimat seiner Eltern. Im WochenKurier spricht er über die Unterschiede beim Weihnachtsfest zwischen Nordamerika und Deutschland.
Chris, Sie wurden vor 34 Jahren in Toronto geboren und sind Kanadier und Deutscher. Wie kam es dazu?
Meine Eltern sind 1968 von München nach Kanada ausgewandert. Dort sind mein Bruder und ich dann zur Welt gekommen.
Wie haben Sie in Kanada Weihnachten gefeiert und gibt es da Unterschiede zur traditionellen deutschen Weihnacht?
Der größte Unterschied ist, dass es die Geschenke erst am 25. Dezember gibt. Also nicht wie in Deutschland am Heiligabend. In Nordamerika hängt man Strümpfe, die sogenannten ‘Christmas-stockings’, am Kamin auf. Diese werden dann vom Santa Claus - dem Weihnachtsmann - gefüllt, wenn er durch den Kamin ins Wohnzimmer rutschte.
Also haben Sie immer ganz traditionell nordamerikanisch Weihnachten gefeiert?
Nein. Wir hatten auch Kontakt zu anderen deutschen Auswanderern, mit denen wir gemeinsam gefeiert haben. So haben wir dann auch die Tradition gehabt, dass wir wenigstens ein Geschenk am Heiligabend aufgemacht haben.
Sie kamen als 17-Jähriger zurück nach Deutschland und begannen zwei Jahre später eine Profikarriere in München. War das für Sie zu Weihnachten ein Kulturschock?
Nein. Ich kann mich noch daran erinnern, dass wir, als ich noch kleiner war, auch eins, zwei Mal bei unserer Verwandtschaft in München Weihnachten gefeiert haben. So wusste ich auch, wie ein typisches deutsches Weihnachtsfest aussieht.
Als Eishockeyprofi haben Sie regelmäßig am zweiten Weihnachtsfeiertag ein Spiel. Bleibt da Zeit für die Familie?
Eher nicht, aber das ist unser Job. Meine drei Kinder, die bei meiner Ex-Frau in München leben, kann ich meistens zu den Feiertagen nicht besuchen. Aber es gibt ja moderne Technik - ich sage nur: Videotelefonie am PC. (lacht) Manchmal versuche ich es einzurichten, auch mal zu ihnen zu fahren, aber Training und Spiel lassen es meist nicht zu. Die Geschenke sind aber dank Post immer zum Fest da.
Wie feiert denn ein Eishockeyprofi dann Weihnachten?
Unser Team hatte letzte Woche Wichtelfest. Und über die Feiertage laden auch einige Spieler, die ihre Familien da haben, die anderen zu sich ein. So muss keiner Weihnachten allein feiern. Zuhause haben unsere Nordamerikaner auch an den Feiertagen gespielt, dies ist dann also keine Umstellung für sie. Am meisten vermissen sie die „weißen Weihnachten“ in ihrer Heimat.
Spürt man als Profi eigentlich so ein bisschen das Weihnachts-Feeling in der Eishalle?
Ja, die Trainingszeiten ändern sich und man spürt, dass alles irgendwie ruhiger abläuft. Zuschauer sind auch immer mehr da. Durch unseren Erfolg konnten wir uns aber an höhere Zuschauerzahlen gewöhnen. (lacht) Nichts ist schlimmer, als schlecht zu spielen, zu verlieren und dann noch ausgepfiffen zu werden.
Ihre letzten Weihnachten waren auch etwas Besonderes, oder?
(lacht) Ja, die habe ich in T-Shirt und kurzen Hosen verbracht. Ich spielte damals in Pensacola (Florida) und da war es auch zu Weihnachten schön warm. Die Eltern eines Mitspielers haben aber mich mit drei weiteren Junggesellen eingeladen, so dass doch noch etwas Weihnachtsstimmung aufkam.
Chris Straube laboriert zurzeit noch an einem Kapselriss im Knie. Er hofft aber, nach den Weihnachtstagen wieder auf dem Eis trainieren zu können, um im neuen Jahr mit den Füchsen den sportlichen Höhenflug fortzusetzen. Foto: Jörg Stephan
Die Hälfte seines Lebens verbrachte Chris Straube, Stürmer der Lausitzer Füchse, in Kanada - der Wahlheimat seiner Eltern. Im WochenKurier spricht er über die Unterschiede beim Weihnachtsfest zwischen Nordamerika und Deutschland.
Chris, Sie wurden vor 34 Jahren in Toronto geboren und sind Kanadier und Deutscher. Wie kam es dazu?
Meine Eltern sind 1968 von München nach Kanada ausgewandert. Dort sind mein Bruder und ich dann zur Welt gekommen.
Wie haben Sie in Kanada Weihnachten gefeiert und gibt es da Unterschiede zur traditionellen deutschen Weihnacht?
Der größte Unterschied ist, dass es die Geschenke erst am 25. Dezember gibt. Also nicht wie in Deutschland am Heiligabend. In Nordamerika hängt man Strümpfe, die sogenannten ‘Christmas-stockings’, am Kamin auf. Diese werden dann vom Santa Claus - dem Weihnachtsmann - gefüllt, wenn er durch den Kamin ins Wohnzimmer rutschte.
Also haben Sie immer ganz traditionell nordamerikanisch Weihnachten gefeiert?
Nein. Wir hatten auch Kontakt zu anderen deutschen Auswanderern, mit denen wir gemeinsam gefeiert haben. So haben wir dann auch die Tradition gehabt, dass wir wenigstens ein Geschenk am Heiligabend aufgemacht haben.
Sie kamen als 17-Jähriger zurück nach Deutschland und begannen zwei Jahre später eine Profikarriere in München. War das für Sie zu Weihnachten ein Kulturschock?
Nein. Ich kann mich noch daran erinnern, dass wir, als ich noch kleiner war, auch eins, zwei Mal bei unserer Verwandtschaft in München Weihnachten gefeiert haben. So wusste ich auch, wie ein typisches deutsches Weihnachtsfest aussieht.
Als Eishockeyprofi haben Sie regelmäßig am zweiten Weihnachtsfeiertag ein Spiel. Bleibt da Zeit für die Familie?
Eher nicht, aber das ist unser Job. Meine drei Kinder, die bei meiner Ex-Frau in München leben, kann ich meistens zu den Feiertagen nicht besuchen. Aber es gibt ja moderne Technik - ich sage nur: Videotelefonie am PC. (lacht) Manchmal versuche ich es einzurichten, auch mal zu ihnen zu fahren, aber Training und Spiel lassen es meist nicht zu. Die Geschenke sind aber dank Post immer zum Fest da.
Wie feiert denn ein Eishockeyprofi dann Weihnachten?
Unser Team hatte letzte Woche Wichtelfest. Und über die Feiertage laden auch einige Spieler, die ihre Familien da haben, die anderen zu sich ein. So muss keiner Weihnachten allein feiern. Zuhause haben unsere Nordamerikaner auch an den Feiertagen gespielt, dies ist dann also keine Umstellung für sie. Am meisten vermissen sie die „weißen Weihnachten“ in ihrer Heimat.
Spürt man als Profi eigentlich so ein bisschen das Weihnachts-Feeling in der Eishalle?
Ja, die Trainingszeiten ändern sich und man spürt, dass alles irgendwie ruhiger abläuft. Zuschauer sind auch immer mehr da. Durch unseren Erfolg konnten wir uns aber an höhere Zuschauerzahlen gewöhnen. (lacht) Nichts ist schlimmer, als schlecht zu spielen, zu verlieren und dann noch ausgepfiffen zu werden.
Ihre letzten Weihnachten waren auch etwas Besonderes, oder?
(lacht) Ja, die habe ich in T-Shirt und kurzen Hosen verbracht. Ich spielte damals in Pensacola (Florida) und da war es auch zu Weihnachten schön warm. Die Eltern eines Mitspielers haben aber mich mit drei weiteren Junggesellen eingeladen, so dass doch noch etwas Weihnachtsstimmung aufkam.
Quelle: Wochenkurier