Popeyes Füchse Im FanFokus Diesmal ein P.F.I.F.F. zum Jahreswechsel, der direkt nach dem Heilbronn-Spiel entstand:
Liebe Freunde des traditionsreichen und unüberraschend zum Jahreswechsel schwächelnden Weißwasseraner Eishockeys! Ihr wisst ja: Weihnachten kommt immer so plötzlich. Und die Zeit, und die Pflichten, und die Statistik- alles will noch jahresendgerecht manipuliert werden. Weil aber die P.F.I.F.F.e alles andere als manipuliert sein sollen, fehlten zuletzt die nötigen „Minuten“. Nun, nach dem letzten Auftritt unserer Lieblinge in 2008, will ich mich doch noch einmal zu Wort melden. Der Grund: Seit dem 7:2- Heimsieg gegen Crimmitschau, spätestens aber seit dem 6:3 im Fuchsbau gegen Bremerhaven, als vier Tore im Mittelabschnitt die ansonsten dürftige (Ryan MacDonald, der uns überhaupt bis zu diesem Zeitpunkt im Spiel hielt, ausgenommen) Vorstellung kaschierten, haben nur drei zu den jeweiligen Zeitpunkten überraschende Auswärtssiege in Dresden, Crimmitschau und Heilbronn verhindert, dass die Stimmung komplett kippte und die Mannschaft nicht unter noch mehr psychischem Ballast leiden muss. . Vielleicht hätte ich statt „Mannschaft“ lieber „Jungs“ und „leiden müssen“ schreiben sollen. Denn zunehmend werde ich den Eindruck nicht los, dass der Teamgeist vom begeisternden Saisonstart mehr und mehr schwindet, Spiel und Truppe in „Einzelbestandteile“ zerfallen. Wohlgemerkt: Noch ist absolut kein Grund zur Panikmache gegeben. Erst recht nicht, wenn man ab sofort alle Träumereien in Richtung Play- offs unterlässt und sich an dem Platz orientiert, der keinesfalls erreicht oder überboten werden darf: Rang 11. Nur noch sechs Zähler Vorsprung auf die „Abstiegslotterie“ sind natürlich kein Ruhekissen. Aber spätestens jetzt muss doch auch der letzte unserer Lieblinge mal ins DVD- Archiv greifen und sich anschauen, wie und warum wir gegen Bietigheim 1:0 gewannen. Bis dahin gab es starke Spiele, die wir verloren. Es gab gute Spiele gegen gleichwertige Kontrahenten, denen wir als kompakte Einheit die Stirn bieten und gewinnen konnten. Es gab gute bis sehr gute Partien, in denen wir knapper siegten, als es gerechtfertigt gewesen wäre. Damals schon sicherte uns „Little Mac“ so manchen Zähler. Unser Goalie ist nicht schlechter geworden. Er hat uns heute oder gegen Bad Tölz oder Ravensburg mit grandiosen Paraden vor blamableren Resultaten bewahrt. Warum aber präsentiert sich die Mannschaft seit Wochen nicht mehr als Mannschaft? Warum nehmen immer zwei/ drei Akteure „Leistungsauszeiten“? Weshalb werden jene Eiszeiten, die Erinnerungen an erfolgreichere Herbstmatches wecken, immer seltener? Warum kann die 3. Reihe nicht mehr für jene ausgeglichene Besetzung sorgen, die uns schwer ausrechenbar gemacht hatte? Ja- heute gab es nur „neue“ Reihen. Aber das alleine als Erklärung für das 1:4 ist Augenwischerei.
Auf der Pressekonferenz nach dem Heilbronn- Spiel sagte unser Coach sinngemäß, es sei seine Aufgabe, den Spielern wieder zu verinnerlichen, dass es das „einfache“ Eishockey und nicht die Versuche der Schönspielerei waren, die uns dereinst stark machten. Keine Widerrede! Aber das wird er den Cracks doch nicht erst morgen erstmals erzählen. Seit ca. 6 Wochen, wie Thomas Popiesch selbst einräumt, krankt unser Spiel an den „kleinen Fehlern“. Wer hört eigentlich wann zu, wenn der Coach spricht?
Weil ein Jahreswechsel ja immer mit Wünschen und Hoffnungen verbunden ist, will ich mal meinen wichtigsten Wunsch Richtung Profis loswerden: Setzt Euch zusammen und versucht auszudiskutieren, warum nicht mehr so sehr „Einer für alle; alle für Einen.“, gilt, sondern eher „Jeder für sich.“ Was hindert Euch daran, wieder miteinander und füreinander zu kämpfen? Vergesst die drei glücklichen Auswärtssiege. Guckt Euch an, wie Ryan mehr und mehr im Stich gelassen wird/ wurde und eigene Chancen Seltenheitswert bekamen. Der Weg, auf dem ihr Euch befindet, ist gefährlich. Der Vorsprung auf Rang 11 schmilzt. Wie es nicht geht, habt Ihr doch nun mehrfach erlebt. Schont unsere Nerven und spielt endlich wieder so, dass Ihr nicht mehr Treffer kriegt, als Ihr schießen könnt. Wir haben letztes Jahr zu lange geglaubt, dass Platz 8 in Reichweite bliebe. Durch die Unfähigkeit der Gegner dazumal sind wir trotz regelmäßig verlorener Partien nicht schon früh in den Keller gerutscht. Dann aber ging es ganz schnell. Wenn wir jetzt nicht aufpassen, wird Geschichte eventuell doch doppelt geschrieben. Wir sind/ Ihr seid nicht so gut, wie es Platz 4 zwischendurch erscheinen ließ. Wir sind/ Ihr seid aber auch nicht so schlecht, dass Platz 10 kein realisierbares Ziel wäre. Der Star war die Mannschaft; die trotz der 17 Neuen erstaunlich schnell in die Erfolgsspur fand. Jetzt, wo vielleicht der Einzelne glaubt, ein Star zu sein, knirscht es im Getriebe. Ihr seid in der Entwicklung nicht nur stehen geblieben. Man hat das Gefühl, es ginge sogar rückwärts. Stoppt diesen Eindruck und/ oder Trend. Trinkt Silvester reichlich Zielwasser, rauft Euch zusammen für das neue Jahr und erspart Euch selbst zunehmenden Druck.
Ein für mich wegweisendes Spiel wird das Heimmatch gegen Riessersee. Sollte das – warum auch immer – so wie die letzten vier Begegnungen auf eigenem Eis enden, dann dürfen Herztropfen im Mega- Pack auf Vorrat gekauft werden. So aber ist noch nichts verloren und alles im Rahmen.
Noch in dieser Woche - aber erst im nächsten Jahr - wissen wir mehr.
Ich wünsche den Spielern, den Verantwortlichen, den Fans und allen ihren Familien einen Ronny-Reddo-Unfall-freien (*g*) Weg ins Jahr 2009, maximale Gesundheit, Erfolg allenthalben und uns in voller „Breite“ spannenden, anspruchsvollen und vor allem abstiegsrundenfreien Eishockeysport.
Mit den herzlichsten (und diesmal „rechtsfreien“) Grüßen
Euer Sebastian Matthieu
1 | Crazy Com | 01.01.2009 @ 18:25
Bitte 23x ausdrucken und an die Spieler verteilen. Wenns einer nicht lesen will, wirds ihm um die Ohren gehauen, bis er den Text verinnerlicht hat :P
2 | Matzl | 01.01.2009 @ 18:31
Alles richtig! Aber warum setzen die Spieler es nicht um? Ganz einfach, Popieschkann so viel erzählen wie er will, er kommt nicht weit damit. Als Krisenmanager ist er völlig überfordert. Lieber lässt er sich in Kleinkriege mit Tepper und Ziesche ein. Das ist alles hiflos. Ne das geht dieses Jahr wieder in die Hosen.....
3 | Frank | 01.01.2009 @ 18:39
"Lieber lässt er sich in Kleinkriege mit Tepper ein" - Und hat dabei meine absolute Zustimmung!!!
4 | -Fuchs- | 01.01.2009 @ 20:08
Komplett richtige Ansprache, jetzt wird sich zeigen wer vom Charakter her wirklich verpflichtet wurde. Irgend etwas ist in der Länderspielpause passiert, was sich unserer Kenntnis entzieht, irgend jemand konnte seine " Giftpfeile" setzen. Hoffen wir ,es möge gut ausgehen
5 | Opi | 01.01.2009 @ 20:16
Gut geschrieben, das sollte wirklich jeder einzelne Spieler gelesen haben.
6 | S.W.A.T. | 02.01.2009 @ 07:45
Vielleicht kann ja mal jemand die deprimierenden Bilder von unseren "Profis" bei der "Crossing Christmas" Party ins Netz stellen. Das würde auch einiges der gezeigten Professionalität erklären. Vielleicht sollte T.P. mal wieder durch die Kneipen der Umgebung streifen um seine Profis an Vertragsinhalte zu erinnern. Sebastian, guter Artikel.
7 | dynamo | 02.01.2009 @ 10:09
Guter Beitrag, vollste Zustimmung!!! Bleibt zu hoffen, dass es nicht wieder PD heißt, gleich garnicht gg. DD und Crimm.
8 | Odin | 02.01.2009 @ 11:16
@7, 2009 soll ja alles schlechter werden...... In die PlayDowns rutschen und geg. DD rausfliegen.......reusper (bitte auf Ironie achten!) Im Ernst, wenn´s schlecht läuft, macht man sich schon so seine Gedanken, Schuldige sind meist auch schnell gefunden, woran es aber wirklich hängt, weiß man leider nicht. Und ändern wird man erst recht nichts können. Zumindest der Fan nicht. Ich bezweifle jedenfalls stark, dass es mehr wie 60% der Truppe kratzt, was Pfeiffer gepfiffen hat.
9 | Hoywoyfux | 02.01.2009 @ 11:22
@6 - war`s wirklich so schlimm ? "Warum kann die 3. Reihe nicht mehr für jene ausgeglichene Besetzung sorgen, die uns schwer ausrechenbar gemacht hatte?" "Wer hört eigentlich wann zu, wenn der Coach spricht?" - Danke Sebastian, ich stimme vollkommen zu - mir scheint, da ist von oben bis unten Sand im Getriebe - aber man kann schreien, so laut es geht, es will eh´ keiner (der Verantwortlichen) hören. @8 wenn Deine Prognose nur halbwegs Realität werden sollte - auweia...
10 | willithefish | 02.01.2009 @ 11:25
@6 warum immer meckern wenn spieler mal ausgehen? wenn es gut gelaufen wäre über die feiertage, hätte dich das auch nicht gestört, wenn sie feiern gehen!sonst guter beitrag !
11 | Odin | 02.01.2009 @ 11:29
@9, das sollte keine Prognose sein. Eher ein Gedankenschis*. Für die Füchsefans wäre das der Supergau schlecht hin! Zumindest wären die Lacher sicher nicht auf Lausitzer Seite....
12 | P.F.E.I.F.F.E.R | 02.01.2009 @ 12:42
Die inoffziellen Sachsenmeisterschaften als Abstiegsrunde wären zwar zuschauerträchtig, aber nicht wirklich reizvoll. Zudem haben wir ja diesmal zwischen Weihnachten und Neujahr auch nicht drei sondern nur zwei Spiele verloren- mal im Vergleich zum Vorjahr... Danke, Landshut ;-))
13 | rene72 | 02.01.2009 @ 12:43
boah jetzt haben wir wieder diese ledige Diskussion von Spieler und Restaurantbesuchen. Geht niemand von euch mal mit seiner Familie Abends weg, was essen? An einem vernünftigen Abendbrot in einer Gaststätte wird es wohl nicht liegen, wenn die Füchse verlieren.
14 | Eddy08 | 02.01.2009 @ 13:59
Spieler sind, ob sie es hören wollen oder nicht, moderne Söldner, kämpfen für Geld, der Verein ist recht egal, man identifiziert sich über das Einkommen nicht mit dem Verein, der Nachwuchs, der sich mit dem Verein identifizieren könnte verlässt ihn. In diesem Sinne ist es eigentlich egal was die Fans im Forum ablassen, und es ist schon Tradition das der ESW nach dem Deutschlandcup schwächelt nicht nur in diesem Jahr sondern über Jahre hinweg. Und wenn Spieler tanzen gehen, warum nicht? es wäre..
15 | Eddy08 | 02.01.2009 @ 14:02
...nur gut, wenn am nächsten Tag kein Spiel ansteht.Aber vielleicht rappelt sich der eine oder andere auf und fängt wieder an fürs Team zuspielen und mit dem Team und vielleicht können die Fans auch hin und wieder bei Erfolg oder Mißerfolg, ein gewisses Maß in den Kommentaren einhalten. Hoffen wir auf 3 Punkte und das es wieder aufwärts geht.
16 | Fuchs-Blau | 02.01.2009 @ 17:31
bestimmt hat keiner was dagegen wenn man mit der familie essen geht und mit freunden mal gemühtlich in die kneipe oder disco geht;aber was dort "CC"abging ist dann wohl doch einbisschen des guten zuviel gewesen.aber ich meine auch das dies sache der verantwortlichen ist.im profi bereich gehört sich das nicht und wird zumeist auch intern gestraft-?ich zumindest kenne tatsächlich noch einen trainer der nach 22.00durch die kneipen gezogen ist,tja und wehe o,o!
17 | Fredi | 02.01.2009 @ 17:49
Da unsere Spieler am 26.12. kein Spiel hatten, sind sie eben mal "einen drauf machen" gegangen. Na und? Spieler von Vereinen aus Großstädten wären bei solchen Aktionen gar nicht bemerkt worden, aber in WSW stehen solche "Entgleisungen" sofort im Internet. Und dann fragen sich die Einfältigen: Warum will denn keiner nach WSW?
18 | Brian | 02.01.2009 @ 19:15
Hätten sie gegen Heilbronn gewonnen dann hätte es geheißen: " Oh der Teamgeist stimmt aber, sie saufen und siegen zusammen. Coole Truppe" Tja und nach einer Niederlage hält sich nun jeder Fan für befähigt die Messlatte für nächtliche Aktivitäten zu wissen.
19 | willithefish | 02.01.2009 @ 19:28
@18 meine rede! danke !!! sport frei !
20 | Fuchs-Blau | 03.01.2009 @ 09:57
völliger blödsin denn in den sogenanten größeren städten stürzen sich sofort die medien auf solche ereignisse.und da ist unserer blätter wald nun mal ,vielleicht auch gut so, viel zu rückhaltend.aber ich denke mal die ursachen liegen wieder mal ganz wo anders,denn aus der vergangenheit gab es ja die situation generell ab einem gewissen zeitpunkt ,vereins intern und da kommt dann bestimmt auch bald was,wo dann alle wieder ohren und augen aufsperren.
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Diesmal ein P.F.I.F.F. zum Jahreswechsel, der direkt nach dem Heilbronn-Spiel entstand:
Liebe Freunde des traditionsreichen und unüberraschend zum Jahreswechsel schwächelnden Weißwasseraner Eishockeys! Ihr wisst ja: Weihnachten kommt immer so plötzlich. Und die Zeit, und die Pflichten, und die Statistik- alles will noch jahresendgerecht manipuliert werden. Weil aber die P.F.I.F.F.e alles andere als manipuliert sein sollen, fehlten zuletzt die nötigen „Minuten“. Nun, nach dem letzten Auftritt unserer Lieblinge in 2008, will ich mich doch noch einmal zu Wort melden. Der Grund: Seit dem 7:2- Heimsieg gegen Crimmitschau, spätestens aber seit dem 6:3 im Fuchsbau gegen Bremerhaven, als vier Tore im Mittelabschnitt die ansonsten dürftige (Ryan MacDonald, der uns überhaupt bis zu diesem Zeitpunkt im Spiel hielt, ausgenommen) Vorstellung kaschierten, haben nur drei zu den jeweiligen Zeitpunkten überraschende Auswärtssiege in Dresden, Crimmitschau und Heilbronn verhindert, dass die Stimmung komplett kippte und die Mannschaft nicht unter noch mehr psychischem Ballast leiden muss.
. Vielleicht hätte ich statt „Mannschaft“ lieber „Jungs“ und „leiden müssen“ schreiben sollen. Denn zunehmend werde ich den Eindruck nicht los, dass der Teamgeist vom begeisternden Saisonstart mehr und mehr schwindet, Spiel und Truppe in „Einzelbestandteile“ zerfallen. Wohlgemerkt: Noch ist absolut kein Grund zur Panikmache gegeben. Erst recht nicht, wenn man ab sofort alle Träumereien in Richtung Play- offs unterlässt und sich an dem Platz orientiert, der keinesfalls erreicht oder überboten werden darf: Rang 11. Nur noch sechs Zähler Vorsprung auf die „Abstiegslotterie“ sind natürlich kein Ruhekissen. Aber spätestens jetzt muss doch auch der letzte unserer Lieblinge mal ins DVD- Archiv greifen und sich anschauen, wie und warum wir gegen Bietigheim 1:0 gewannen. Bis dahin gab es starke Spiele, die wir verloren. Es gab gute Spiele gegen gleichwertige Kontrahenten, denen wir als kompakte Einheit die Stirn bieten und gewinnen konnten. Es gab gute bis sehr gute Partien, in denen wir knapper siegten, als es gerechtfertigt gewesen wäre. Damals schon sicherte uns „Little Mac“ so manchen Zähler. Unser Goalie ist nicht schlechter geworden. Er hat uns heute oder gegen Bad Tölz oder Ravensburg mit grandiosen Paraden vor blamableren Resultaten bewahrt. Warum aber präsentiert sich die Mannschaft seit Wochen nicht mehr als Mannschaft? Warum nehmen immer zwei/ drei Akteure „Leistungsauszeiten“? Weshalb werden jene Eiszeiten, die Erinnerungen an erfolgreichere Herbstmatches wecken, immer seltener? Warum kann die 3. Reihe nicht mehr für jene ausgeglichene Besetzung sorgen, die uns schwer ausrechenbar gemacht hatte? Ja- heute gab es nur „neue“ Reihen. Aber das alleine als Erklärung für das 1:4 ist Augenwischerei.
Auf der Pressekonferenz nach dem Heilbronn- Spiel sagte unser Coach sinngemäß, es sei seine Aufgabe, den Spielern wieder zu verinnerlichen, dass es das „einfache“ Eishockey und nicht die Versuche der Schönspielerei waren, die uns dereinst stark machten. Keine Widerrede! Aber das wird er den Cracks doch nicht erst morgen erstmals erzählen. Seit ca. 6 Wochen, wie Thomas Popiesch selbst einräumt, krankt unser Spiel an den „kleinen Fehlern“. Wer hört eigentlich wann zu, wenn der Coach spricht?
Weil ein Jahreswechsel ja immer mit Wünschen und Hoffnungen verbunden ist, will ich mal meinen wichtigsten Wunsch Richtung Profis loswerden: Setzt Euch zusammen und versucht auszudiskutieren, warum nicht mehr so sehr „Einer für alle; alle für Einen.“, gilt, sondern eher „Jeder für sich.“ Was hindert Euch daran, wieder miteinander und füreinander zu kämpfen? Vergesst die drei glücklichen Auswärtssiege. Guckt Euch an, wie Ryan mehr und mehr im Stich gelassen wird/ wurde und eigene Chancen Seltenheitswert bekamen. Der Weg, auf dem ihr Euch befindet, ist gefährlich. Der Vorsprung auf Rang 11 schmilzt. Wie es nicht geht, habt Ihr doch nun mehrfach erlebt. Schont unsere Nerven und spielt endlich wieder so, dass Ihr nicht mehr Treffer kriegt, als Ihr schießen könnt. Wir haben letztes Jahr zu lange geglaubt, dass Platz 8 in Reichweite bliebe. Durch die Unfähigkeit der Gegner dazumal sind wir trotz regelmäßig verlorener Partien nicht schon früh in den Keller gerutscht. Dann aber ging es ganz schnell. Wenn wir jetzt nicht aufpassen, wird Geschichte eventuell doch doppelt geschrieben. Wir sind/ Ihr seid nicht so gut, wie es Platz 4 zwischendurch erscheinen ließ. Wir sind/ Ihr seid aber auch nicht so schlecht, dass Platz 10 kein realisierbares Ziel wäre. Der Star war die Mannschaft; die trotz der 17 Neuen erstaunlich schnell in die Erfolgsspur fand. Jetzt, wo vielleicht der Einzelne glaubt, ein Star zu sein, knirscht es im Getriebe. Ihr seid in der Entwicklung nicht nur stehen geblieben. Man hat das Gefühl, es ginge sogar rückwärts. Stoppt diesen Eindruck und/ oder Trend. Trinkt Silvester reichlich Zielwasser, rauft Euch zusammen für das neue Jahr und erspart Euch selbst zunehmenden Druck.
Ein für mich wegweisendes Spiel wird das Heimmatch gegen Riessersee. Sollte das – warum auch immer – so wie die letzten vier Begegnungen auf eigenem Eis enden, dann dürfen Herztropfen im Mega- Pack auf Vorrat gekauft werden. So aber ist noch nichts verloren und alles im Rahmen.
Noch in dieser Woche - aber erst im nächsten Jahr - wissen wir mehr.
Ich wünsche den Spielern, den Verantwortlichen, den Fans und allen ihren Familien einen Ronny-Reddo-Unfall-freien (*g*) Weg ins Jahr 2009, maximale Gesundheit, Erfolg allenthalben und uns in voller „Breite“ spannenden, anspruchsvollen und vor allem abstiegsrundenfreien Eishockeysport.
Mit den herzlichsten (und diesmal „rechtsfreien“) Grüßen
Euer Sebastian Matthieu