Die Eislöwen drehen den Spieß um und gewinnen bei den Füchsen 3:1.
Das hatten sich die meisten der 2233 Zuschauer im Lausitzer Fuchsbau gestern Abend ganz anders vorgestellt. Ausgerechnet gegen den Tabellen-Vorletzten Dresdner Eislöwen bekam die alte Eishockey-Hochburg Weißwasser ihre ersten Kratzer in einem Sachsen-Derby dieser Saison. Nach zwei Niederlagen im Herbst 2008 gegen die Lausitzer revanchierten sich die Landeshauptstädter mit einem 3:1 (0:0, 1:0, 2:1)-Erfolg im „Fuchsbau“. Nach dem 3:0-Sieg über Riessersee vom Freitag feierten die Dresdner überhaupt erst das zweite Sechs-Punkte-Wochenende der Serie. Ob der Derby-Ausgang nun richtungweisend für das letzte Viertel der Vorrunden-Meisterschaft gewesen sei, wollten aber beide Teamchefs nicht sagen. „Die Spieler müssen begreifen, dass 40, 50 Minuten ansehnliches Eishockey nicht reichen. In den letzten zehn Minuten kassierten wir den k.o.“, meinte Füchse-Trainer Thomas Popiesch. Sein Kollege Markus Berwanger, der nach seinem Amtsantritt in Dresden am vorigen Mittwoch gleich zwei Siege feiern durfte, war verständlicherweise zufrieden. „Mit den Ergebnissen sowieso. Aber vor allem mit welcher Leidenschaft sich die Mannschaft in den Kampf gegen den Abstieg kniet“, sagte der Eislöwen-Trainer.
Das vermeintliche Powerplay der Füchse im ersten Drittel brachte außer ein paar optischen Vorteilen nichts Zählbares. Obwohl die Gastgeber die Eislöwen minutenweise einschnürten, fehlte die direkte Torgefahr. Preston Mizzi und Chris Straube mit einem Schuss von der blauen Linien scheiterten an Eislöwen-Torhüter Michal Marik. Bei einem der wenigen Konter (Miller/9.). fehlte den Dresdnern auf der Gegenseite nur das Glück.
Torhüter Marik überragend
Fast schon verzweifelt belagerten die Lausitzer auch im zweiten Abschnitt das vom überragenden Michal Marik gehütete Eislöwen-Gehäuse. Im Minutentakt scheiterten Shaun Sutter (22.), Ervin Masek (24.) und Kapitän Sebastian Klenner (25.) mit guten Möglichkeiten.
Doch Dresden hatte sich clever auf das zunehmende Brechstangen-Eishockey der Gastgeber eingestellt und traute sich nun öfter und selbstbewusster vor das Tor von Ryan MacDonald. Nach einer halben Stunde holte der Füchse-Torhüter den Puck machtlos aus dem Netz. Eislöwen-Stürmer Kevin Gardner hatte eine Vorarbeit von Jason Deleurme und Roman Weilert zum Führungstreffer genutzt. Berwanger hat in den wenigen Tagen seines Amtierens damit begonnen, das offenbar tief verschüttete Selbstbewusstsein der Dresdner wieder zutage zu fördern. Deutlich wurde dies nach dem zwischenzeitlichen Füchse-Ausgleich durch Mizzi (47.). Statt den Sturmlauf des Kontrahenten abzuwarten, gingen die Dresdner selbst in die Offensive. Sie zeigten neue Nervenstärke und konterten die Gastgeber durch Jason Miller und Daniel Menge zum 3:1-Endstand noch klassisch aus. „Vor ein paar Wochen wären wir nach dem Gegentreffer noch ins Taumeln geraten“, analysierte Torschütze Menge als wichtigste Änderung bei den Dresdnern.
Zu ihnen stößt in dieser Woche der 27-jährige Max Kaltenhauser. Er wechselt vom Oberligisten EHC Klostersee zu den Eislöwen. (Von Berthold Neumann)
Das hatten sich die meisten der 2233 Zuschauer im Lausitzer Fuchsbau gestern Abend ganz anders vorgestellt. Ausgerechnet gegen den Tabellen-Vorletzten Dresdner Eislöwen bekam die alte Eishockey-Hochburg Weißwasser ihre ersten Kratzer in einem Sachsen-Derby dieser Saison. Nach zwei Niederlagen im Herbst 2008 gegen die Lausitzer revanchierten sich die Landeshauptstädter mit einem 3:1 (0:0, 1:0, 2:1)-Erfolg im „Fuchsbau“. Nach dem 3:0-Sieg über Riessersee vom Freitag feierten die Dresdner überhaupt erst das zweite Sechs-Punkte-Wochenende der Serie. Ob der Derby-Ausgang nun richtungweisend für das letzte Viertel der Vorrunden-Meisterschaft gewesen sei, wollten aber beide Teamchefs nicht sagen. „Die Spieler müssen begreifen, dass 40, 50 Minuten ansehnliches Eishockey nicht reichen. In den letzten zehn Minuten kassierten wir den k.o.“, meinte Füchse-Trainer Thomas Popiesch. Sein Kollege Markus Berwanger, der nach seinem Amtsantritt in Dresden am vorigen Mittwoch gleich zwei Siege feiern durfte, war verständlicherweise zufrieden. „Mit den Ergebnissen sowieso. Aber vor allem mit welcher Leidenschaft sich die Mannschaft in den Kampf gegen den Abstieg kniet“, sagte der Eislöwen-Trainer.
Das vermeintliche Powerplay der Füchse im ersten Drittel brachte außer ein paar optischen Vorteilen nichts Zählbares. Obwohl die Gastgeber die Eislöwen minutenweise einschnürten, fehlte die direkte Torgefahr. Preston Mizzi und Chris Straube mit einem Schuss von der blauen Linien scheiterten an Eislöwen-Torhüter Michal Marik. Bei einem der wenigen Konter (Miller/9.). fehlte den Dresdnern auf der Gegenseite nur das Glück.
Torhüter Marik überragend
Fast schon verzweifelt belagerten die Lausitzer auch im zweiten Abschnitt das vom überragenden Michal Marik gehütete Eislöwen-Gehäuse. Im Minutentakt scheiterten Shaun Sutter (22.), Ervin Masek (24.) und Kapitän Sebastian Klenner (25.) mit guten Möglichkeiten.
Doch Dresden hatte sich clever auf das zunehmende Brechstangen-Eishockey der Gastgeber eingestellt und traute sich nun öfter und selbstbewusster vor das Tor von Ryan MacDonald. Nach einer halben Stunde holte der Füchse-Torhüter den Puck machtlos aus dem Netz. Eislöwen-Stürmer Kevin Gardner hatte eine Vorarbeit von Jason Deleurme und Roman Weilert zum Führungstreffer genutzt. Berwanger hat in den wenigen Tagen seines Amtierens damit begonnen, das offenbar tief verschüttete Selbstbewusstsein der Dresdner wieder zutage zu fördern. Deutlich wurde dies nach dem zwischenzeitlichen Füchse-Ausgleich durch Mizzi (47.). Statt den Sturmlauf des Kontrahenten abzuwarten, gingen die Dresdner selbst in die Offensive. Sie zeigten neue Nervenstärke und konterten die Gastgeber durch Jason Miller und Daniel Menge zum 3:1-Endstand noch klassisch aus. „Vor ein paar Wochen wären wir nach dem Gegentreffer noch ins Taumeln geraten“, analysierte Torschütze Menge als wichtigste Änderung bei den Dresdnern.
Zu ihnen stößt in dieser Woche der 27-jährige Max Kaltenhauser. Er wechselt vom Oberligisten EHC Klostersee zu den Eislöwen.
(Von Berthold Neumann)
Quelle: Sächsische Zeitung vom 12.01.2009