Popeyes Füchse Im FanFokus
Liebe Freunde des traditionsreichen und derbydesillusionierten Weißwasseraner Eishockeys! Also ich fand, das Spiel gegen Dresden war ein voller Erfolg. Erstmals seit Längerem ging es zwischen den Anhängern der nicht unbedingt befreundeten Lager ruhig und gesittet zu. Wir waren die vernünftigen Gastgeber – die Gäste disziplinierte Sieger. Darüber darf man sich ruhig einmal freuen. Natürlich hatte der Sonntag einen ziemlich faden Beigeschmack. Ruhe auf den Rängen und rund um die Halle ersetzt nämlich nicht die Punkte. Und eben deshalb verliefen die letzten Tage so ziemlich unruhig. In Weißwasser verliert man eben lieber gegen Ravensburg oder München, als gegen Dresden. Nach dem 1:3 aber darf man nun nicht gegen Ravensburg und München verlieren. Das ist aber so was von klar...
Ganz ehrlich: Auch ich habe ein paar Tage gebraucht, um mich von dem sonntäglichen Negativerlebnis zu erholen. Auch ich habe mir überlegt, wie das passieren konnte. Denn das Spiel war eines der Marke „Darf und muss man nicht – kann man aber verlieren.“ Man kann nämlich dann verlieren, wenn man aus Feld- und Chancenvorteilen auch deshalb zu wenig macht, weil man überwiegend in Spielfeldarealen agiert, aus denen man den richtigen Druck und echte Gefahr nur schwer entfachen kann- hinter dem Tor und neben der Bande. Dabei gibt es doch jene Bereiche, von denen früher immer behauptet wurde, dass es dort weh tue, gar nicht mehr. Zumindest seit die Aumüllers und Lenharts (neben mir * g *) das „Pfeifen“ haben, sind ja harte Attacken auf den Körper verpönt. Deshalb kann man doch auch ohne Angst vor längerfristigen Krankenhausaufenthalten mal wieder richtig im Slot arbeiten. Nein: Man kann nicht nur – man muss! Sonst wird’s ja weiterhin kaum etwas mit dem Toreschießen. Machen Ervin und Sebastian zu Beginn des Mitteldrittels ihre beiden Riesen rein, dann wäre (Der Konjunktiv ist der Feind des Verlierers!) das Spiel wohl (?) nicht verloren gegangen und wahrscheinlich wieder höchst euphorisch bewertet worden. So aber kam alles anders...
Oje- als selbstbekennender Nichtexperte habe ich mich jetzt aber ganz schön weit aus dem Fenster gelehnt. Denn, lieber Turbotox, mich kann der „allseits bekannte Premiere- Reporter“ nicht gemeint haben, als er vom hohen Fachpersonalanteil in WSW sprach. Ich bin jetzt aber mal so arrogant, dass ich behaupte, auch Premiere- Reporter oder Heikos können sich täuschen. Ich will niemandem sein Eishockey- Fachwissen absprechen, zumal es Zeiten gab, da wurden kleine Jungs in Weißwasser schon mit einem Puck in der Hand geboren. Alles Experten... Um aber bestimmte Entwicklungen beurteilen zu können, bedarf es mehr, als nur das Analysieren des äußeren Scheins. Jetzt mag es im kleinen Weißwasser ja wieder Leute geben, die da jemanden kennen, der aus sicherer Quelle und erst recht aus der Kabine gehört hat, dass alles scheiße und der Trainer ohnehin überfordert ist. Nein- derart „Auswertung“ hat mit „Fachpersonal“ nicht so viel zu tun.
Ich bin auch nicht der Schlichter vom EHC. Gott bewahre! Noch einer vielleicht, der in die Führungsetage integriert wird und mit GmbH- Gelder entlohnt werden müsste. Nööö, davon gibt’s schon genug... ;-)) Ich stelle nur meine rein subjektiven Ansichten zur Debatte und versuche, an Realitäten und Förderliches zu erinnern. Und manches, was aktuell im Umfeld passiert, halte ich für nicht förderlich. Der Gedanke, die negative Grundstimmung aus (einem Teil) der Fangemeinde könnte so auch in der Mannschaft Einzug halten, treibt mir eher den Angstschweiß auf die Stirn, als die nur noch vier Punkte Vorsprung auf Platz 11. (Es sind übrigens auch nur vier Punkte bis Platz 6!)
Für die Art der „Frustbewältigung“ einiger unserer Anhänger fehlt mir ohnehin das Verständnis. Nein: So wichtig ist das Eishockey dann doch wieder nicht, dass Spieler und Verantwortliche per Foren oder sogar auf offener Straße angefeindet werden. Was wollen wir eigentlich: das unsere Mannschaft ihr Saisonziel erreicht oder maximales Chaos das Weißwasseraner Eishockey dominiert? Natürlich darf man Leistungen kritisch hinterfragen. Natürlich sind Bewertungen auch immer subjektiv. Aber warum nur ist für einen nicht unerheblichen Teil der „Kunden“ – ich sehe ein Profieishockeyteam immer als Dienstleister – nach Niederlagen alles schlecht und nach Siegen alles blendend? Genau da könnte einer der Schlüssel zur Negativentwicklung liegen. Denn wie unter den Fans wird es auch Spieler geben, für die nach einem Sieg alles „palletti“ ist und das Wie nicht hinterfragt wird. Hätte man es vielleicht getan, wäre man eher darauf gekommen, dass man das Glück nicht überstrapazieren darf. Ebenso sehe ich die zahlreichen Einzelaktionen zuletzt nicht nur als „bösen Willen“ der Cracks. Wer selbst Mannschaftssport getrieben hat wird wissen, dass es immer mal Situationen gibt, in denen man den Erfolg mit der Brechstange erzwingen will und meint: „Ich muss es jetzt reißen und mal ein Fanal setzen.“ Wenn’s doch schief geht, muss ich mich aber sofort wieder in den Dienst der Mannschaft stellen und die mir zugedachte Aufgabe erfüllen! Wir Fans neigen schnell dazu, uns nach Niederlagen – erst recht nach solchen in Derbys – unseren Gefühlen zu ergeben und ewig mit „dickem Kopf“ herumzulaufen. Wenn das die Spieler auch so tun, ist die nächste Pleite vorprogrammiert.
Lasst uns deshalb unseren uns möglichen Beitrag dazu leisten, dass es die Mannschaft einfacher hat, zum Erfolg zurück zu finden. Die Jungs brauchen Ruhe und Geduld. Schenken wir sie ihnen. Pfiffe zur Begrüßung, „Liebesentzug“ oder Einzelverriss sind nicht geeignet, Selbstvertrauen und/ oder Selbstwert zu stützen. P.F.E.I.F.F.E.R.s Bitte: Pfeift gegen München frühestens nach dem 0:4... ;-))
Ein paar Dinge, die ich als haltlose Stimmungsmache ansehe, kurz notiert:
• Dresden war nicht schwächer als beim ersten Derby im Oktober. --- Die waren besser – nur wir leider nicht. Aber wir waren auch nicht viel schlechter, als beim 3:1. Denkt da an die Dresdner Riesenchancen im 1. Drittel!
• Sebastian Klenner soll „entlassen“ werden. ---- Bloß gut, dass mein Vornamensvetter die „Expertenmeinungen“ in den Foren – egal ob positiv oder negativ - nicht liest. Übrigens: Es gehören immer fünf Cracks in einen Block. Beobachtet mal die Defensivarbeit der Stürmer...
• Der Trainer ist der Feind aller Nachwuchsakteure. ---- Wer sich mit guten Leistungen in Training und Spiel aufdrängt, an dem kommt kein Trainer vorbei. Vielleicht sollten die jungen Jungs nicht so schnell zufrieden sein und höhere Ansprüche an die eigenen Leistungen stellen. Wenn ich auf Arbeit nicht überzeuge, werde ich auch nicht erste Wahl.
• Es muss jede Menge Geld für neue Spieler da sein bei dem Zuschauerschnitt... --- Die im Etat aus Zuschauereinnahmen geplanten Gelder werden stimmen. Aber wann habt Ihr das letzte Mal das Logo eines neuen Großsponsors gesehen – und wo? Ich hoffe nur, dass die Ruhe an der Sponsorenfront trügerisch ist...
• Der Trainer ist mit seiner Theorie am Ende. --- Der Trainer weiß genau, was er will. Er hat hohe Erwartungen und auch einen hohen Anspruch. Er sieht genau, wo der Schuh drückt. Aber auf dem Eis steht er nicht. Er wird auch an diesem Wochenende weder Tore schießen noch verhindern!
• Die Herausnahme des Torhüters gegen Dresden war Quatsch. --- Oje, lieber Premiere- Reporter...
Mal was ganz anderes: Ob wirklich die Technik versagt hat, weshalb das Statement von Thomas Popiesch nach dem Eislöwen- Dilemma im Füchse- TV nur auszugsweise gesendet wurde? Es fehlten u.a. folgende (sinngemäße) Sätze: „Der Mannschaft mangelt es an Konstanz. Die schlechte Serie hat sie sich im Dezember erarbeitet. Die Spieler lassen sich nach Siegen feiern. Dann müssen sie eben auch nach Niederlagen gerade stehen.“ Sprach’s und hatte ne Halsschlagader in C- Rohr- Stärke. War das so falsch? Naja- die Technik eben...
Zum Schluss will ich unbedingt – bisher habe ich es zweimal vergessen – noch einen Gruß Richtung Rohre los werden. Der weiß inzwischen nur zu gut, wie wenig schlimm ein 1:3 gegen Dresden sein kann! „Meister Röhricht“: Da Du ja mit Deinem Herz so sehr an den Füchsen hängst, muss es einfach stark sein! Bist hoffentlich auf dem Wege der Besserung und kannst schnell Deinen angestammten Platz wieder einnehmen! Alles Gute und schnellste Genesung! Hoffentlich sorgt die Mannschaft endlich für „gute“ Medizin.
Antidepressiva in Form von Punkten wären auch für die geschundene Fanseele schön. Dennoch gilt wie immer: Bleibt sauber! Und: Alles was recht ist!
Euer Sebastian Matthieu
P.S. Hallo Matzl, alter Görlitzer! Wenn TP die Spieler wirklich nicht mehr erreichen sollte, muss er sich halt mal deren Telefonnummern geben lassen... * g *
1 | Crazy Com | 15.01.2009 @ 23:14
Was hat denn der Rohre? Ich hoffe, nichts Ernstes. Gute Besserung!
2 | 3liter | 16.01.2009 @ 00:22
Nagel auf den Kopf und so. Es ist nicht alles schwarz oder weiß, aber das wollen viele nicht sehen - wie so oft (und nicht nur beim Eishockey).
3 | Turbotox | 16.01.2009 @ 10:50
Lieber Sebastian, dass ich das noch mal erleben darf…. Eines gestatte ich Dir an dieser Stelle jedoch explizit nicht. Und zwar, dass Du dich in Sachen „Fachpersonal“ unter das „Trikot des Nichtexperten“ verkriechst. ;-) Hast Du doch schließlich treffend bewiesen bei der letzten PK. Konntest doch den Kollegen der schreibenden Zunft die 10 Min. Strafe sachlich erklären und das sogar ohne fremde "Fachpersonal-Hilfe". Somit sind wir uns am Ende doch aber hoffentlich in einer Sache einig.
4 | Turbotox | 16.01.2009 @ 10:50
Gerechtfertigte Kritik ja, aber mit gewissem Anstand und im entsprechendem Rahmen. Wäre doch schön wenn somit das Niveau wieder etwas ansteigt und das nicht nur in Sachen Rechtschreibung. ;-) Und über den Anteil des „Fachpersonals“ im WSW Publikum, na ja, wie vieles im Leben, alles Relativ.... Und nun wieder weiter, hoffentlich mit reichlich „Biss“! In diesem Sinne, Sport frei!
5 | Odin | 16.01.2009 @ 10:57
"• Der Trainer ist mit seiner *Theorie* am Ende" Da hat der Verfasser dieses Sprichwortes aber auch gründlich ins Klo gegriffen....
6 | Opi | 16.01.2009 @ 11:15
Sebastian, wieder einmal ein sehr guter Beitrag.Turbotox unterstütze ich in der Meinung, das Du Dich nicht als "Nichtexperte" bezeichnen solltest.Sehe ich anders, das beweissen Deine sachlichen Kommentare und dazu kenn ich Dich auch schon zu lange, auch wenn treffen leider wenig geworden sind. Aber trotzdem, mach weiter so, ich denke das man so manchen Fans die nur am maulen sind, mal bischen die die Köpfe wäscht.Auch wenn ich im Moment auch bischen enttäuscht bin.
7 | Matzl | 16.01.2009 @ 12:30
Hi P.F.E.I.F.F.E.R. aka Sebastian: tja wenns so einfach wäre;-) Grüße in mein geliebtes Görlitz!
» Die News ist älter als 14 Tage. Die Kommentarfunktion wurde deshalb deaktiviert.
Liebe Freunde des traditionsreichen und derbydesillusionierten Weißwasseraner Eishockeys! Also ich fand, das Spiel gegen Dresden war ein voller Erfolg. Erstmals seit Längerem ging es zwischen den Anhängern der nicht unbedingt befreundeten Lager ruhig und gesittet zu. Wir waren die vernünftigen Gastgeber – die Gäste disziplinierte Sieger. Darüber darf man sich ruhig einmal freuen. Natürlich hatte der Sonntag einen ziemlich faden Beigeschmack. Ruhe auf den Rängen und rund um die Halle ersetzt nämlich nicht die Punkte. Und eben deshalb verliefen die letzten Tage so ziemlich unruhig. In Weißwasser verliert man eben lieber gegen Ravensburg oder München, als gegen Dresden. Nach dem 1:3 aber darf man nun nicht gegen Ravensburg und München verlieren. Das ist aber so was von klar...
Ganz ehrlich: Auch ich habe ein paar Tage gebraucht, um mich von dem sonntäglichen Negativerlebnis zu erholen. Auch ich habe mir überlegt, wie das passieren konnte. Denn das Spiel war eines der Marke „Darf und muss man nicht – kann man aber verlieren.“ Man kann nämlich dann verlieren, wenn man aus Feld- und Chancenvorteilen auch deshalb zu wenig macht, weil man überwiegend in Spielfeldarealen agiert, aus denen man den richtigen Druck und echte Gefahr nur schwer entfachen kann- hinter dem Tor und neben der Bande. Dabei gibt es doch jene Bereiche, von denen früher immer behauptet wurde, dass es dort weh tue, gar nicht mehr. Zumindest seit die Aumüllers und Lenharts (neben mir * g *) das „Pfeifen“ haben, sind ja harte Attacken auf den Körper verpönt. Deshalb kann man doch auch ohne Angst vor längerfristigen Krankenhausaufenthalten mal wieder richtig im Slot arbeiten. Nein: Man kann nicht nur – man muss! Sonst wird’s ja weiterhin kaum etwas mit dem Toreschießen. Machen Ervin und Sebastian zu Beginn des Mitteldrittels ihre beiden Riesen rein, dann wäre (Der Konjunktiv ist der Feind des Verlierers!) das Spiel wohl (?) nicht verloren gegangen und wahrscheinlich wieder höchst euphorisch bewertet worden. So aber kam alles anders...
Oje- als selbstbekennender Nichtexperte habe ich mich jetzt aber ganz schön weit aus dem Fenster gelehnt. Denn, lieber Turbotox, mich kann der „allseits bekannte Premiere- Reporter“ nicht gemeint haben, als er vom hohen Fachpersonalanteil in WSW sprach. Ich bin jetzt aber mal so arrogant, dass ich behaupte, auch Premiere- Reporter oder Heikos können sich täuschen. Ich will niemandem sein Eishockey- Fachwissen absprechen, zumal es Zeiten gab, da wurden kleine Jungs in Weißwasser schon mit einem Puck in der Hand geboren. Alles Experten... Um aber bestimmte Entwicklungen beurteilen zu können, bedarf es mehr, als nur das Analysieren des äußeren Scheins. Jetzt mag es im kleinen Weißwasser ja wieder Leute geben, die da jemanden kennen, der aus sicherer Quelle und erst recht aus der Kabine gehört hat, dass alles scheiße und der Trainer ohnehin überfordert ist. Nein- derart „Auswertung“ hat mit „Fachpersonal“ nicht so viel zu tun.
Ich bin auch nicht der Schlichter vom EHC. Gott bewahre! Noch einer vielleicht, der in die Führungsetage integriert wird und mit GmbH- Gelder entlohnt werden müsste. Nööö, davon gibt’s schon genug... ;-)) Ich stelle nur meine rein subjektiven Ansichten zur Debatte und versuche, an Realitäten und Förderliches zu erinnern. Und manches, was aktuell im Umfeld passiert, halte ich für nicht förderlich. Der Gedanke, die negative Grundstimmung aus (einem Teil) der Fangemeinde könnte so auch in der Mannschaft Einzug halten, treibt mir eher den Angstschweiß auf die Stirn, als die nur noch vier Punkte Vorsprung auf Platz 11. (Es sind übrigens auch nur vier Punkte bis Platz 6!)
Für die Art der „Frustbewältigung“ einiger unserer Anhänger fehlt mir ohnehin das Verständnis. Nein: So wichtig ist das Eishockey dann doch wieder nicht, dass Spieler und Verantwortliche per Foren oder sogar auf offener Straße angefeindet werden. Was wollen wir eigentlich: das unsere Mannschaft ihr Saisonziel erreicht oder maximales Chaos das Weißwasseraner Eishockey dominiert? Natürlich darf man Leistungen kritisch hinterfragen. Natürlich sind Bewertungen auch immer subjektiv. Aber warum nur ist für einen nicht unerheblichen Teil der „Kunden“ – ich sehe ein Profieishockeyteam immer als Dienstleister – nach Niederlagen alles schlecht und nach Siegen alles blendend? Genau da könnte einer der Schlüssel zur Negativentwicklung liegen. Denn wie unter den Fans wird es auch Spieler geben, für die nach einem Sieg alles „palletti“ ist und das Wie nicht hinterfragt wird. Hätte man es vielleicht getan, wäre man eher darauf gekommen, dass man das Glück nicht überstrapazieren darf. Ebenso sehe ich die zahlreichen Einzelaktionen zuletzt nicht nur als „bösen Willen“ der Cracks. Wer selbst Mannschaftssport getrieben hat wird wissen, dass es immer mal Situationen gibt, in denen man den Erfolg mit der Brechstange erzwingen will und meint: „Ich muss es jetzt reißen und mal ein Fanal setzen.“ Wenn’s doch schief geht, muss ich mich aber sofort wieder in den Dienst der Mannschaft stellen und die mir zugedachte Aufgabe erfüllen! Wir Fans neigen schnell dazu, uns nach Niederlagen – erst recht nach solchen in Derbys – unseren Gefühlen zu ergeben und ewig mit „dickem Kopf“ herumzulaufen. Wenn das die Spieler auch so tun, ist die nächste Pleite vorprogrammiert.
Lasst uns deshalb unseren uns möglichen Beitrag dazu leisten, dass es die Mannschaft einfacher hat, zum Erfolg zurück zu finden. Die Jungs brauchen Ruhe und Geduld. Schenken wir sie ihnen. Pfiffe zur Begrüßung, „Liebesentzug“ oder Einzelverriss sind nicht geeignet, Selbstvertrauen und/ oder Selbstwert zu stützen. P.F.E.I.F.F.E.R.s Bitte: Pfeift gegen München frühestens nach dem 0:4... ;-))
Ein paar Dinge, die ich als haltlose Stimmungsmache ansehe, kurz notiert:
• Dresden war nicht schwächer als beim ersten Derby im Oktober. --- Die waren besser – nur wir leider nicht. Aber wir waren auch nicht viel schlechter, als beim 3:1. Denkt da an die Dresdner Riesenchancen im 1. Drittel!
• Sebastian Klenner soll „entlassen“ werden. ---- Bloß gut, dass mein Vornamensvetter die „Expertenmeinungen“ in den Foren – egal ob positiv oder negativ - nicht liest. Übrigens: Es gehören immer fünf Cracks in einen Block. Beobachtet mal die Defensivarbeit der Stürmer...
• Der Trainer ist der Feind aller Nachwuchsakteure. ---- Wer sich mit guten Leistungen in Training und Spiel aufdrängt, an dem kommt kein Trainer vorbei. Vielleicht sollten die jungen Jungs nicht so schnell zufrieden sein und höhere Ansprüche an die eigenen Leistungen stellen. Wenn ich auf Arbeit nicht überzeuge, werde ich auch nicht erste Wahl.
• Es muss jede Menge Geld für neue Spieler da sein bei dem Zuschauerschnitt... --- Die im Etat aus Zuschauereinnahmen geplanten Gelder werden stimmen. Aber wann habt Ihr das letzte Mal das Logo eines neuen Großsponsors gesehen – und wo? Ich hoffe nur, dass die Ruhe an der Sponsorenfront trügerisch ist...
• Der Trainer ist mit seiner Theorie am Ende. --- Der Trainer weiß genau, was er will. Er hat hohe Erwartungen und auch einen hohen Anspruch. Er sieht genau, wo der Schuh drückt. Aber auf dem Eis steht er nicht. Er wird auch an diesem Wochenende weder Tore schießen noch verhindern!
• Die Herausnahme des Torhüters gegen Dresden war Quatsch. --- Oje, lieber Premiere- Reporter...
Mal was ganz anderes: Ob wirklich die Technik versagt hat, weshalb das Statement von Thomas Popiesch nach dem Eislöwen- Dilemma im Füchse- TV nur auszugsweise gesendet wurde? Es fehlten u.a. folgende (sinngemäße) Sätze: „Der Mannschaft mangelt es an Konstanz. Die schlechte Serie hat sie sich im Dezember erarbeitet. Die Spieler lassen sich nach Siegen feiern. Dann müssen sie eben auch nach Niederlagen gerade stehen.“ Sprach’s und hatte ne Halsschlagader in C- Rohr- Stärke. War das so falsch? Naja- die Technik eben...
Zum Schluss will ich unbedingt – bisher habe ich es zweimal vergessen – noch einen Gruß Richtung Rohre los werden. Der weiß inzwischen nur zu gut, wie wenig schlimm ein 1:3 gegen Dresden sein kann! „Meister Röhricht“: Da Du ja mit Deinem Herz so sehr an den Füchsen hängst, muss es einfach stark sein! Bist hoffentlich auf dem Wege der Besserung und kannst schnell Deinen angestammten Platz wieder einnehmen! Alles Gute und schnellste Genesung! Hoffentlich sorgt die Mannschaft endlich für „gute“ Medizin.
Antidepressiva in Form von Punkten wären auch für die geschundene Fanseele schön. Dennoch gilt wie immer: Bleibt sauber! Und: Alles was recht ist!
Euer Sebastian Matthieu
P.S. Hallo Matzl, alter Görlitzer! Wenn TP die Spieler wirklich nicht mehr erreichen sollte, muss er sich halt mal deren Telefonnummern geben lassen... * g *