Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Füchse-Talsohle trotz Niederlage beendet
24.01.2009 | 07:42 Uhr von
Weißwassers Füchse halten in Tölz zwei Drittel gut mit – und schaffen dann sogar die Verlängerung.
Ohne Christian Wendler, den ein Virus erwischt hat, reisen die Füchse gen Bayern. Und dann ist auch noch Marvin Tepper durch einen Schuss auf den Knöchel unfreiwillig „spielbefreit“. Lediglich der genesene Ryan MacDonald war wieder im Tor einsatzfähig. So angeschlagen mussten die Füchse beim Tabellenführer Tölzer Löwen antreten. Und bereits nach 23 Sekunden geht Bad Tölz in Führung, der eigentlich selbstbewusst und sicher stehende MacDonald muss die Scheibe aus seinem Kasten fischen. Füchse beißen zurück

Druckvoll spielen die Löwen, MacDonald hat gut zu tun. Das wirkt sich auf die Füchse aus, die nach anfänglichem Zögern gut mit dem Spizenreiter mithalten, nur vorm gegnerischen Tor schwächeln. Vier Minuten vor Schluss des ersten Drittels landet im Nachschuss Florian Zeller den zweiten Treffer für Bad Tölz. Er steht goldrichtig vor MacDonald und schiebt den Abpraller von Terry Campbell rein. Zwei zu Null in der Drittelpause.

Es scheint fast, im zweiten Drittel will David dem Goliat eins drauf geben. Der Straube-Fuchs hat in der 26. Minute die Chance zum Anschlusstreffer – Keeper Silverthorn hält. Noch in der gleichen Minute macht der Löwe Dube nach dem „Vorspiel“ von Zeller von der Grundlinie das 3:0 klar. Die Füchse sind jetzt stinkesauer, spielen offener, druckvoller – und Mizzi macht mit einem krachenden Nachschuss den ersten Füchse-Treffer in der 28 Minute.

Nach dem 3:1 sind die Füchse hellwach, warten auf einen Konter, die Löwen vergeigen eine Riesenchance und dann – Lehnigk und Mizzi legen vor, Götz schlägt – und Tooooor für die Weißwasseraner. Drei zu Zwei.

Vier Minuten vorm zweiten Drittelende trifft der hohe Stock von Marc St. Jean unseren Robert Bartlick – völlig unnötig. Zumindest in diese Pause gehen die Füchse mit dem Wissen, dass sie es schaffen könnten. Den Tölzer Fans fehlt die Spucke: Achtung – bissige Füchse.

Ab den 40er Minuten zeigt sich, wie gefährlich zwei angeschlagene Raubtiere werden. Die Löwen sind jetzt hochaggressiv. Die Fans freut es – ein tolles Spiel, gute Szenen, schnelle Spielzüge, voller Einsatz. Flamik bewährt sich – gute Arbeit auf dem Eis. Aber natürlich funktioniert nicht alles. Mizzi gibt ein Solo. Fast reicht es beim Rückpass auf Straube. Der ist nur einen Tick zu langsam und kommt nicht an den Puck. Doch in der 48. Minute spielt Strauch auf Lehnigk – und Klenner macht das Unglaubliche wahr: Im Nachschuss schiebt der Kapitän die Scheibe in den Löwenkasten. Die Füchse haben ihr 3:3. Sogleich droht neue Gefahr. Flamik erhält zwei Minuten Strafzeit wegen Behinderung. Die Füchse in der Unterzahl – und das gerade in diesen Minuten! Doch die Gefahr geht vorüber. Aber bei den Mannschaften ist der Wechsel zur Defensive spürbar. Das Stadion tobt. Die Löwen fühlen sich angestachelt, erhöhen nochmal den Druck. Aber: Masek gelingt ein beeindruckendes Solo auf dem Eis –nur hat er am Ende nicht die Nerven für den harten Schuss.

Am Ende reicht es nicht

Aber das beeindruckende zweite, aber vor allem das dritte Drittel lässt offenbar die Löwen zweifeln. Statt Gebrüll gibts in der 60 Spielminute ne Auszeit der Tölzer. Die bringt nix – Die Füchse retten sich in die Verlängerung und holen somit einen Punkt beim Spitzenreiter.

In der Verlängerung zeigen sich die Füchse in der Defensive gut und diszipliniert. Trotzdem schafft der Löwe Gawlick in der 65. Minute mit einem Gewaltschuss das entscheidende Tor für Bad Tölz. Endstand 4:3.

Aber das Spiel macht Hoffnung für die sonntägliche Auseinandersetzung mit Freiburg – einen „Null zu Drei Rückstand“ auszugleichen, schafft nicht jeder.

Am Sonntag spielen die Füchse gegen die Freiburger Wölfe in Weißwasser. Beginn ist um 17 Uhr.
(Von Titus Fischer und Gunnar Schulze)

Quelle: Sächsische Zeitung vom 24.01.2009
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