Den Eishockey-Zweitligisten droht Sachsen-Meisterschaft gegen den Abstieg.
Die Tabelle ist unbestechlich: Wäre jetzt Vorrunden-Schluss, müssten ausgerechnet alle drei sächsischen Eishockey-Zweitbundesligisten in der Abstiegsrunde um den Klassenerhalt kämpfen. Während sich Vorletzter Dresdner Eislöwen und Schlusslicht Crimmitschauer Eispiraten bereits mit den Play-downs abgefunden haben, will sich Zehnter Lausitzer Füchse in der Schlussphase noch mit aller Macht aus dem Keller befreien. Füchse hoffen auf Gosdeck
In Weißwasser ist der Frust besonders groß. „Bis zum Dezember haben wir eine hervorragende Serie gespielt, und nun droht uns dennoch die Abstiegsrunde“, schimpfte Trainer Thomas Popiesch über den rasanten Einbruch der Füchse, für den er noch nach plausiblen Erklärungen sucht. „Vielleicht hat unser Höhenflug Erwartungshaltungen geweckt, die wir mit unserem Kader nicht erfüllen können.“ Vor allem müsse der „Negativ-Strudel“ abgebremst werden. „Auf eine Sachsen-Meisterschaft als Abstiegskampf mit Hauen und Stechen habe ich wirklich keine Lust“, fügte der 44-Jährige hinzu. Kein Wunder: Weißwasser war in den letzten Jahren Dauergast in den Play-downs und muss sich nun möglicherweise wieder damit anfreunden. „Nicht verkrampfen, sondern zurück zu unseren Wurzeln mit solidem Spiel miteinander“, mahnte Füchse-Urgestein und Manager Ralf Hantschke. Dafür soll auch Rückkehrer Carsten Gosdeck sorgen. „Ich hoffe, dass er schnell an seine Leistungen aus der letzten Saison anknüpfen kann“, meinte Hantschke, der dank Sponsoren-Engagement den unverhofften Transfer-Coup noch bewerkstelligte. Gosdeck traf seinerzeit 24-mal. Einen Torjäger von seinem Format kann der torschwächste Zweitligist in seiner Lage tatsächlich gut gebrauchen.
Lausitzer Füchse – BietigheimFr., 19.30
Freiburg – Lausitzer FüchseSo., 18.30
Eislöwen bleiben realistisch
In Dresden schaut Markus Berwanger bereits über die Vorrunde hinaus. „Wir müssen realistisch bleiben. Der 10. Platz rückt bei elf Punkten Rückstand immer weiter in die Ferne“, mahnte der Eislöwen-Trainer. Dennoch gehe es für die Dresdner in den zehn noch ausstehenden Partien um viel. „Wir wollen uns das nötige Selbstvertrauen für eine erfolgreiche Abstiegsrunde in den nächsten Spielen holen“, kündigte Berwanger an. Das wird nach Lage der Dinge ohne weitere Verstärkungen passieren. „Der deutsche Markt gibt in der Schlussphase nicht mehr viel her“, meinte der Ex-Nationalspieler. Eislöwen-Chefin Barbara Lässig erinnerte sich mit Grausen an die Play-downs 2007, die im direkten Duell mit Weißwasser den überraschenden Abstieg bedeuteten: „Aus dieser Enttäuschung haben wir unsere Lehren gezogen. Das soll uns nicht noch einmal passieren.“ Berwanger warnt eindringlich davor, nur noch gebannt auf die insolvenzgefährdeten Bad Tölzer zu schauen. Bei einem Zwangsabstieg des Spitzenreiters wären die Play-downs hinfällig. „Nur auf eine solche Hintertür zu hoffen, ist psychologisch gefährlich“, sagte der Bayer.
Dresdner Eislöwen – SchwenningenFr., 20.00
Heilbronn – Dresdner EislöwenSo., 18.30
Eispiraten setzen aufTalente
Nur der Crimmitschauer Trainer Wayne Hynes glaubt noch an die theoretische Chance, der Abstiegsrunde noch zu entgehen. „Das ehrt ihn, aber wir haben uns bereits von allen Wunschvorstellungen verabschiedet“, sagte Geschäftsführer René Rudorisch. Praktisch bereitet der Trainer die Eispiraten um Kapitän Patrick Grandmaitre schon auf die entscheidenden Spiele im März vor. Dafür will sich das Schlusslicht noch mit Förderlizenzspielern der Kassel Huskies verstärken. Neben Semen Glusanok, der seit zwei Wochen im Sahnpark trainiert, schickt der hessische DEL-Ligist Thorben Saggau und Alexander Heinrich zunächst für die nächsten Spiele nach Crimmitschau. Sonst wollen und können die Westsachsen aus finanziellen Aspekten auf dem Transfermarkt nicht mehr aktiv werden. Ob die hastige Trennung von Florian Vollmer, der zum SC Riessersee wechselte, und Konstantin Firsanov die ohnehin angespannte Stimmungslage in der Mannschaft wieder stabilisieren kann, bleibt abzuwarten. (tom)
Die Tabelle ist unbestechlich: Wäre jetzt Vorrunden-Schluss, müssten ausgerechnet alle drei sächsischen Eishockey-Zweitbundesligisten in der Abstiegsrunde um den Klassenerhalt kämpfen. Während sich Vorletzter Dresdner Eislöwen und Schlusslicht Crimmitschauer Eispiraten bereits mit den Play-downs abgefunden haben, will sich Zehnter Lausitzer Füchse in der Schlussphase noch mit aller Macht aus dem Keller befreien. Füchse hoffen auf Gosdeck
In Weißwasser ist der Frust besonders groß. „Bis zum Dezember haben wir eine hervorragende Serie gespielt, und nun droht uns dennoch die Abstiegsrunde“, schimpfte Trainer Thomas Popiesch über den rasanten Einbruch der Füchse, für den er noch nach plausiblen Erklärungen sucht. „Vielleicht hat unser Höhenflug Erwartungshaltungen geweckt, die wir mit unserem Kader nicht erfüllen können.“ Vor allem müsse der „Negativ-Strudel“ abgebremst werden. „Auf eine Sachsen-Meisterschaft als Abstiegskampf mit Hauen und Stechen habe ich wirklich keine Lust“, fügte der 44-Jährige hinzu. Kein Wunder: Weißwasser war in den letzten Jahren Dauergast in den Play-downs und muss sich nun möglicherweise wieder damit anfreunden. „Nicht verkrampfen, sondern zurück zu unseren Wurzeln mit solidem Spiel miteinander“, mahnte Füchse-Urgestein und Manager Ralf Hantschke. Dafür soll auch Rückkehrer Carsten Gosdeck sorgen. „Ich hoffe, dass er schnell an seine Leistungen aus der letzten Saison anknüpfen kann“, meinte Hantschke, der dank Sponsoren-Engagement den unverhofften Transfer-Coup noch bewerkstelligte. Gosdeck traf seinerzeit 24-mal. Einen Torjäger von seinem Format kann der torschwächste Zweitligist in seiner Lage tatsächlich gut gebrauchen.
Lausitzer Füchse – BietigheimFr., 19.30
Freiburg – Lausitzer FüchseSo., 18.30
Eislöwen bleiben realistisch
In Dresden schaut Markus Berwanger bereits über die Vorrunde hinaus. „Wir müssen realistisch bleiben. Der 10. Platz rückt bei elf Punkten Rückstand immer weiter in die Ferne“, mahnte der Eislöwen-Trainer. Dennoch gehe es für die Dresdner in den zehn noch ausstehenden Partien um viel. „Wir wollen uns das nötige Selbstvertrauen für eine erfolgreiche Abstiegsrunde in den nächsten Spielen holen“, kündigte Berwanger an. Das wird nach Lage der Dinge ohne weitere Verstärkungen passieren. „Der deutsche Markt gibt in der Schlussphase nicht mehr viel her“, meinte der Ex-Nationalspieler. Eislöwen-Chefin Barbara Lässig erinnerte sich mit Grausen an die Play-downs 2007, die im direkten Duell mit Weißwasser den überraschenden Abstieg bedeuteten: „Aus dieser Enttäuschung haben wir unsere Lehren gezogen. Das soll uns nicht noch einmal passieren.“ Berwanger warnt eindringlich davor, nur noch gebannt auf die insolvenzgefährdeten Bad Tölzer zu schauen. Bei einem Zwangsabstieg des Spitzenreiters wären die Play-downs hinfällig. „Nur auf eine solche Hintertür zu hoffen, ist psychologisch gefährlich“, sagte der Bayer.
Dresdner Eislöwen – SchwenningenFr., 20.00
Heilbronn – Dresdner EislöwenSo., 18.30
Eispiraten setzen aufTalente
Nur der Crimmitschauer Trainer Wayne Hynes glaubt noch an die theoretische Chance, der Abstiegsrunde noch zu entgehen. „Das ehrt ihn, aber wir haben uns bereits von allen Wunschvorstellungen verabschiedet“, sagte Geschäftsführer René Rudorisch. Praktisch bereitet der Trainer die Eispiraten um Kapitän Patrick Grandmaitre schon auf die entscheidenden Spiele im März vor. Dafür will sich das Schlusslicht noch mit Förderlizenzspielern der Kassel Huskies verstärken. Neben Semen Glusanok, der seit zwei Wochen im Sahnpark trainiert, schickt der hessische DEL-Ligist Thorben Saggau und Alexander Heinrich zunächst für die nächsten Spiele nach Crimmitschau. Sonst wollen und können die Westsachsen aus finanziellen Aspekten auf dem Transfermarkt nicht mehr aktiv werden. Ob die hastige Trennung von Florian Vollmer, der zum SC Riessersee wechselte, und Konstantin Firsanov die ohnehin angespannte Stimmungslage in der Mannschaft wieder stabilisieren kann, bleibt abzuwarten. (tom)
Crimmitschau – RavensburgSo., 17.00
(Von Berthold Neumann)
Quelle: Sächsische Zeitung vom 29.01.2009