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TEG: Ohne Mäzen gehen die Lichter aus
03.02.2009 | 23:24 Uhr von
Bad Tölz - Profieishockey in Tölz hängt am seidenen Faden: 465.000 Euro in bar muss die Tölzer Eissport GmbH in den nächsten drei Wochen aufbringen. Andernfalls muss Insolvenz angemeldet werden.
Noch nie hatte die TEG so solide Zahlen, noch nie war klar, welche Anstrengungen nötig sind, um überhaupt noch professionelles Eishockey anbieten zu können. Über 90 Seiten stark ist das Gutachten von Stefan Bieberle (Neuhof-Consult, Nürnberg), dass ab 18 Uhr drei Stunden lang hinter verschlossenen Türen von den etwa 45 erschienenen Gesellschaftern (von 70) diskutiert wurde. Auch wenn Aufbruchstimmung vereinzelt erkennbar war, so überwog doch die Skepsis, dass in nur drei Wochen so viel Geld aufgetrieben werden kann. „Mit Kleinbeträgen ist es hier nicht getan“, räumte denn auch Bieberle in der anschließenden Pressekonferenz ein. „Wir brauchen den großen Wurf.“ Immerhin habe er, so der Finanzexperte, bei den Gesellschaftern eine „sehr positive Resonanz“ gespürt. Indes: Die 465.000 Euro sind nur die Spitze des Eisbergs. Für eine „positive Fortführungsprognose“ der TEG über die laufende Saison hinaus sind weitere 280.000 (Zweite Liga) beziehungsweise 50.000 Euro (Oberliga) nötig – zumindest in Form ernst zu nehmender Zusagen.

In seinem Sanierungskonzept setzt Bieberle aber schon jetzt auf die Opferbereitschaft der bisherigen Geldgeber. Er kalkuliert mit einem 80-prozentigen Forderungsverzicht der Gläubiger – bei Schulden von 1,244 Millionen Euro bis Jahresende 2009.

Auch die Mannschaft muss demnach ihren Beitrag leisten. Für Januar 2009 sollen die Spieler auf 50 Prozent Gehalt verzichten – bei der Option auf 20 Prozent Prämie, wenn sie ins Play-off-Finale einziehen und um die Meisterschaft mitspielen. Dabei hat die Mannschaft noch nicht einmal ihr Dezembergehalt bekommen. Geschäftsführer Horst Fussek hofft darauf, dies in den nächsten Tagen Stück für Stück bezahlen zu können, indem bestehende Forderungen unverzüglich eingetrieben werden, unter anderem an einen früheren Geschäftsführer – unbestätigten Gerüchten zufolge Alexander Metreweli – und an zwei ehemalige Beiräte.

„Wir müssen jetzt alle zusammenstehen“, forderte Geschäftsführer Horst Fussek von den Freunden des Tölzer Eishockeys. Fusseks Ablösung als Geschäftsführer steht derzeit nicht zur Diskussion, auch wenn ihm ebenso wie dem Beirat in Bieberles Gutachten eine gehörige Portion Mitschuld an der Finanzmisere zugesprochen wird. Alois Mayr wollte sich gestern Abend in der Pressekonferenz gar nicht äußern.

In der Verantwortung sieht Bieberle auch die Stadt Bad Tölz. Bürgermeister Josef Janker hielt es aber für ausgeschlossen, dass die GmbH aus Steuermitteln bezuschusst wird. Denkbar sei Hilfe durch die Stadtwerke. (job)

Quelle: www.merkur-online.de

1459 mal gelesen
 
1 | HeavensDJ | 03.02.2009 @ 23:49
Belohnt sie doch noch für diese unwirtschaftliche Arbeit. Dann machen das nächste Saison wieder 5 Clubs mehr, und Weißwasser steht am ende der Tabelle weil sie richtig mit Geld umgehen können. Bayern fetzen einfach....
2 | Pate112 | 04.02.2009 @ 05:06
Die haben nicht umsonst bis Anfang Februar gebraucht! Bloss keinen gehen lassen! Ich würd ja sagen "und tschüss"! Das das jetzt schon jedes Jahr passiert müssen sich die Lizenzgeber mal durch den Kopf gehen lassen. Ist ja kein Wunder das wir jedes Jahr hinten stehen.
3 | sachse | 04.02.2009 @ 07:25
Dieses Wirtschaften hat etwas von Vorbildwirkung. Ein anderer Verein der nicht aus dem gelobten Freistaat kommt wäre sicherlich schon aus der Liga raus. Ich denke einfach bei Vereinen außerhalb Bayerns wird einfach genauer geprüft, weil dort ja alles so gesund ist.
4 | -Fuchs- | 04.02.2009 @ 07:50
Wir sollten nicht mit Steinen werfen, wir saßen auch schon im Glashaus. Wichtig ist , daß wir unsere Hausaufgaben machen. Gegen Tölz haben wir doch drei Punkte gemacht und haben noch die Chance auf einen Dreier im letzten Spiel. Daß wir hinten stehen liegt ja nicht an den Tölzern. Das heißt ja nicht, daß man die Sache mit der Gleichbehandlung der Vereine nicht mal beobachtet und dann Verwunderliches feststellt, aber bei solchen Zahlen wird die ESBG reagieren müssen, egal wie,
5 | Polly | 04.02.2009 @ 08:36
@1 und die anderen 9 Vereine die vor uns sind gehen natürlich auch Pleite da sie ja so eine *Übermannschaft* haben. Tölz ist nicht der Grund das wir da unten stehen, aber zum *zensiert* ist es trotzdem...
6 | froschi | 04.02.2009 @ 10:10
das einzige was mir an der sache leid tut sind die spieler.die rackern jedes spiel,sind verdienter tabellenführer und nun sowas
7 | eagleeye | 04.02.2009 @ 10:22
für mich haben die bei der lizensierung der laufenden saison schlicht und ergreifend betrogen und gehören dafür abgestraft. das dieses bei der esbg "übersehen" wurde ist ganz bestimmt nur ein unglücklicher umstand der bei uns drei ost-vereinen nie und nimmer passiert wäre. aber es sind ja auch nur menschen bei oben genannter esbg !!!!
8 | Opi | 04.02.2009 @ 11:00
@6 natürlich tun einen die Spieler leid,viel mehr leid tun mir die Fans.Ob sie verdienter Tabellenführer sind, möchte ich nicht so stehen lassen, schließlich spielen die mit einer Mannschaft, die sie sich so eigentlich nicht leisten können. Ob sie mit einer anderen Mannschaft auch da oben stehen würden???Strafe muss sein, schon gegenüber den anderen Vereinen, die versuchen ordentlich zu wirtschaften, wäre es mehr als gerecht.
9 | Eddy08 | 04.02.2009 @ 13:17
Ich bin der Meinung, sie stehen verdient an erster Stelle, die Schulden sind nicht nur von dieser Saison und man bedenke, die Spieler haben seit Dezember kein Geld gesehen und haben trotzdem für den Verein TOP Leistung gebracht.Wenn ich sehe wie unsere Spieler gespielt haben seit November, müsste man denken, unsere Spieler haben kein Geld bekommen, oder ist es doch eher eine Charakterfrage?Und wie schon richtig festgestellt, auch wir haben oftmals über unseren Möglichkeiten gelebt, doch auch...
10 | Eddy08 | 04.02.2009 @ 13:21
... in dieser Zeit haben wir nie auf Platz 1 gestanden, oder irre ich da? Sicher gab es den einen oder anderen Höhenflug.Ob Schulden oder nicht, das sportliche sollte trotz der Schulden fair betrachtet werden.Ich ziehe meinen Hut vor den Tölzer Spielern, wer weiß wie es in ähnlicher Situation bei uns. mit unserem Kader ausgesehen hätte.
11 | eagleeye | 04.02.2009 @ 14:08
sehr wohl sind die spieler die ärmsten schweine in dieser situation für die sie nichts können ausser vielleicht noch dafür gesorgt zu haben das durch ihre leistungen zuschauer kommen. sonst wäre das finanzloch eventuell noch größer. unabhängig davon sind sie angestellte des vereins. Und der hat mist gebaut und gehört dafür zur recherschaft gezogen. Um die spieler von tölz die solchen charakter gezeigt haben braucht man sich im blick auf nächste saison sicher keinen kopf zu machen die werden
12 | eagleeye | 04.02.2009 @ 14:10
alle wo auch immer wieder sehen. nur ich hoffe nicht in tölz denn die sind dann nicht mehr in liga zwei. " Sollte es bei der Esbg mit rechten Dingen zugehen"
13 | Opi | 04.02.2009 @ 16:55
Alter Schwede, 1,24 Millionen Schulden bis Ende 2009.Und die dürfen schön weitermachen....Kotz...sorry
14 | icemouse | 04.02.2009 @ 18:19
Hilfe....andere hätte man schon längst rausgekickt....man findet für diese Summe kaum Worte.
15 | MartenTheKiNG© | 06.02.2009 @ 11:21
Es ist wie immer mit den glorreichen Westclubs, da wird ein Auge zugedrückt. Dynamo Dresden musste wegen 7 Mio € in die Regionalliga absteigen, einige Jahre später hat Borussia Dortmund sage und schreibe über 100 Mio € Schulden und da ist nichts passiert. Wie weiter oben schon geschrieben, wäre einer der 3 sächsischen Clubs in dieser Situation wäre schon längst Feierabend!!
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