Mit einem Paukenschlag, dem 6:5-Siegtreffer in Freiburg, hat sich Carsten Gosdeck bei den Lausitzer Füchsen zurückgemeldet. Die RUNDSCHAU sagt, was man von dem Angreifer nach dessen Rückkehr in den Fuchsbau noch erwarten kann und welche hohen Ziele er sich selbst steckt.
Und spätestens nach dem Siegtor in Freiburg – ein Hammer aus dem Mitteldrittel, der unter der Latte einschlug – hat der 29-Jährige die „Gosdeck-Euphorie“ im Fuchsbau angeheizt. Auffällig: In Freiburg machte die Angriffsreihe mit Gosdeck, Kenny Roche (2 Treffer) und Marvin Tepper (1) gleich vier der sechs Füchse-Tore. Der Wortführer: Gosdeck sieht sich selbst als Führungsspieler, hat gleich nach seiner Ankunft in Weißwasser mit Kapitän Sebastian Klenner zusammengesessen und Pläne geschmiedet.
Nicht nur auf dem Eis gibt sich Gosdeck als Kämpfer in vorderster Front. Auch in der Öffentlichkeit scheut er keine starken Worte. Gegenüber der RUNDSCHAU legte er gleich mal ein mutiges Saisonziel fest. „Ich bin sicher, dass wir es sogar noch in die Playoffs schaffen“, äußerte der neue Füchse-Wortführer eine gewagte Prognose. Derzeit haben die Füchse acht Punkte Rückstand auf einen Playoff-Platz. Doch der gebürtige Kölner kündigt forsch an: „Wenn wir aus den nächsten sechs Spielen fünf Siege holen, dann ist alles drin. Und das können wir schaffen.“ Der Integrationsbeauftragte: Gosdeck gibt sich also äußerst zuversichtlich, versucht so auch seinem neuen Team Mut zu machen: „Das, was ich bei den beiden Spielen gegen Bietigheim und Freiburg gesehen habe, hat mich sehr beeindruckt. Die Moral und der Einsatzwille haben mich überrascht.“ Sein Fazit: „Man hat gesehen, dass es in der Mannschaft stimmt.“ Vor allem mit den ausländischen Spielern habe er ein sehr gutes Verhältnis, betont Gosdeck. Er weiß, dass ihn die Füchse-Verantwortlichen auch geholt haben, damit er die zuletzt kopflos wirkende Truppe mit auffällig teilnahmslosen Kontingentspielern wieder zu einem echten Team vereint. Gosdeck vermutet: „Der Mannschaft hat eigentlich nur so ein kleiner Anstoß gefehlt. Vielleicht war ja der Erfolg in Freiburg der Befreiungsschlag. Allein bei Kenny Roche habe ich schon gemerkt, wie gut ihm seine beiden Tore getan haben.“ Der Trainerliebling: Nach zuletzt 14 Niederlagen aus 17 Spielen steht Füchse-Trainer Thomas Popiesch in der Kritik der Fans. Und der Coach wirkt angefressen. Er sprach seinem Team nach der Bietigheim-Niederlage die Grundfähigkeiten ab und kündigte an, nicht mehr so nett zu sein und „die Zügel anzuziehen“. Und in dieser spannungsgeladenen Phase ist ausgerechnet Gosdeck, der offenkundig als „Trainerliebling“ gilt, der Hoffnungsträger für die Fans. Der Rückkehrer bezieht dennoch klar Stellung: „Ich habe im Internet auch die Kritik an Thomas Popiesch gelesen. Die ist aber nicht gerechtfertigt, weil er ein absoluter Fachmann ist.“ Gosdeck kündigt an, in den kommenden Wochen für den Coach zu kämpfen. „Der Trainer hat mir immer vertraut. Dabei hatte ich keinen guten Ruf, als ich damals nach Weißwasser kam. Gemeinsam werden wir es allen Kritikern zeigen.“
Alter Schwede, das sind mal starke Worte. Genuso habe ich mir das vorgestellt. Auf dem Eis ist er wie eine unaufhaltbare Lokomotive (so hat es zumindest den Anschein), vielleicht kann der die anderen auch ncoh mitziehen. Die Bilder aus dem Spielbericht gegen Freiburg zeigen ja mit jedem Tor einen deutlichen Stimmungsanstieg. Schaun mer mal ...
2 | Opi | 04.02.2009 @ 10:52
Also echt starke Worte.Wenn jetzt noch Taten folgen, dann wird man wohl überrascht werden.Wenn er so eine gute Meinung von der Mannschaft hat, dann sollte uns nich bange werden, denn ich denke schon, das er so viel Eishockeyverstand hat, dieses so einzuschätzen.
Gut finde ich, wie er sich vor den Trainer stellt, ich glaube auch das TP ein fähiger Trainer ist,viele Umstände haben leider auch so ein negatives Ergebniss gebracht,alles auf den Trainer zu schieben ist für mich unsinnig.Auf gehts...
3 | Dussel_Duck | 04.02.2009 @ 10:53
Alles Friede und Freude? So sah es für mich in Freiburg "noch" nicht aus!
4 | Brian | 04.02.2009 @ 10:55
Ich bleib nach langem Optimismus vorerst skeptisch und warte auf die Ergebnisse die noch folgen.
5 | SvenSchimanski | 04.02.2009 @ 11:30
Ein bischen dick aufgetragen nach der Entwicklung der letzten Monate. Als ob sich was ändern würde wenn wir gegen den ETC am Freitag verlieren (Stichwort Trainer) - Sachsenmeisterschaft incomming! Da hingegen trau ich dem Team gute Leistungen zu.
6 | -Fuchs- | 04.02.2009 @ 12:08
Der Worte sind genug gewechselt, nun laßt uns Taten sehen. Wenn es so kommen sollte, es währe schon ein neues " Lausitzer Eishockey-Wunder ". Am Freitag soll,s ja dann los gehen, da freu ich mich jetzt schon drauf. Wir sind ja längere Zeit nicht gerade verwöhnt worden, um es nett zu formulieren.
7 | FilderFuchs | 04.02.2009 @ 12:20
Wenn man gesehen hat, wie Carsten am Sonntag gerackert und die Mannschaft mitgezogen hat, dann sind dies keineswegs leere Worte. Ob er diese Leistung in jedem Spiel bringen kann und ob und wie ihn die anderen Spieler dabei unterstützen, bleibt abzuwarten. Er allein kann es sicher nicht richten.
8 | Dussel_Duck | 04.02.2009 @ 12:36
Das Carsten neuen Schwung rein gebracht hat merkt man jetzt schon. Nur ich würde nicht alles an ihm fest machen. Ich bin der Meinung Mizzi ist auch ein klasse Leader und wenn die beiden Hand in Hand arbeiten, dann glaube ich auch noch an die Play off ! ! ! !
9 | Matzl | 04.02.2009 @ 12:42
@2 Wenn keine Impulse mehr von außen kommen, müssen sie halt von innen kommen. Gerade dies lässt T.P. immer älter aussehen....
10 | Ruhmi | 04.02.2009 @ 12:58
Da lehnt sich einer aber ganz schön weit aus dem Fenster!!! Sollte es auch nur Ansatzweise so kommen, steht der "Fuch des Jahres" wohl wieder fest. Zuzutrauen ist es ihm ja (falls seine Teamkameraden mitziehen). Große Worte haben wir schon oft gehört, also lassen wir uns überraschen!!!
11 | froschi | 04.02.2009 @ 13:02
ich hoffe das carsten den rest der mannschaft mit seinem kampfgeist und einsatzwillen mitreißen kann.
ich hoffe das es jetzt wieder bergauf geht
12 | Senator | 04.02.2009 @ 13:26
6Spiele -5 Siege: hört sich dick aufgetragen an, aber wenn man sich als Sportler keine Ziele steckt, wird auch nix.
"Der Sieger zweifelt nicht, und der Zweifler siegt nicht".
13 | 3liter | 04.02.2009 @ 13:44
Zum Thema "dick auftragen" ... das ist eigentlich untertrieben. "Auf die Kacke haun, dass es nur so spritzt" kommt eher hin - und das als "Neuer". Das hat er sicher nicht aus ner Laune heraus gemacht, sondern mit Bedacht und dem Hintergedanken, wirklich etwas bewegen zu wollen. Und dass solche Aussagen bei ihm nich nur leere Worte sind, ist uns glaub ich allen klar. Ich bin mal gespannt, wie das weitergeht und bin vorsichtig optimistisch.
14 | Hoywoyfux | 04.02.2009 @ 14:21
Endlich hat einer auf die Kacke gehauen und so dass es spritzt. Und Gose darf das (!!!), weil er was kann (!!!). So erwarte ich es auch von einem Profi. Mir ist ehrlich so, als geht die Sonne auf und meine abendlichen Gebete wurden erhört ... --> solch eine Stimmungskanone hat von Anfang an im Team gefehlt. Wermutstropfen:Der läuft "seinem" Trainer ja voll den Rang ab - und hier sehe ich das verbliebene Manko. Fachmann hin und her - aber solche Motivationen erwarte ich von einem "Banden"-Mann.
15 | eagleeye | 04.02.2009 @ 15:47
man könnte denken gose ist psychologe.also wenn ich einer der" alten " der jetztigen mannschaft wäre würde mir das an die ehre gehen das ein "neuer" kommt und mir erklärt was wir als mannschaft können und erreichen können. ichwürde dem "neuen" aber zeigen was geht und was nicht. vielleicht hat Gose genau bezweckt denn er ist auch profi und denkt wie einer.
16 | sachse | 04.02.2009 @ 16:14
Ich hoffe, Gose steckt die anderen mit seinem Energivirus an. Dann geht vielleicht auch wieder was. Respekt vor so viel Elan.
17 | Polly | 04.02.2009 @ 18:01
@ 12 in 3wo werden werden wir es ja wissen ob es nicht nur leere worte waren, sondern wirklich der pure ergeiz
18 | schlagschuss | 04.02.2009 @ 20:43
@12 und @14 genau so siehts aus. Kommt mir so vor als wäre er schon jetzt das neue Sprachrohr und Motivator der endlich mal sagt was Sache ist und wie es weiter gehen muss. Hatte vorher anscheinend keiner geschafft und das sollte die Truppe echt mitreissen. Von den Ansetzungen her die richtigen Worte, soll er sagen er will 2-3 Spiele gewinnen??? Kopf ausm Arsch und Gas geben Jungs!
19 | Hoschi_Boschi | 05.02.2009 @ 00:44
so, da lässt nun einer mal was gucken!!! Gut so! Denn genau das ist es, was dem Team gefehlt hat. Das sie gut spielen können wurde ja bereits im Okt/Nov gezeigt. Von daher wäre schon eine Quote 3/6 oder 4/6 ok! Hauptsache am Fr werden den Crimmelsdorfer so richtig versenkt! Und denn geht das los, hoffentlich!!!
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Und spätestens nach dem Siegtor in Freiburg – ein Hammer aus dem Mitteldrittel, der unter der Latte einschlug – hat der 29-Jährige die „Gosdeck-Euphorie“ im Fuchsbau angeheizt. Auffällig: In Freiburg machte die Angriffsreihe mit Gosdeck, Kenny Roche (2 Treffer) und Marvin Tepper (1) gleich vier der sechs Füchse-Tore. Der Wortführer: Gosdeck sieht sich selbst als Führungsspieler, hat gleich nach seiner Ankunft in Weißwasser mit Kapitän Sebastian Klenner zusammengesessen und Pläne geschmiedet.
Nicht nur auf dem Eis gibt sich Gosdeck als Kämpfer in vorderster Front. Auch in der Öffentlichkeit scheut er keine starken Worte. Gegenüber der RUNDSCHAU legte er gleich mal ein mutiges Saisonziel fest. „Ich bin sicher, dass wir es sogar noch in die Playoffs schaffen“, äußerte der neue Füchse-Wortführer eine gewagte Prognose. Derzeit haben die Füchse acht Punkte Rückstand auf einen Playoff-Platz. Doch der gebürtige Kölner kündigt forsch an: „Wenn wir aus den nächsten sechs Spielen fünf Siege holen, dann ist alles drin. Und das können wir schaffen.“ Der Integrationsbeauftragte: Gosdeck gibt sich also äußerst zuversichtlich, versucht so auch seinem neuen Team Mut zu machen: „Das, was ich bei den beiden Spielen gegen Bietigheim und Freiburg gesehen habe, hat mich sehr beeindruckt. Die Moral und der Einsatzwille haben mich überrascht.“ Sein Fazit: „Man hat gesehen, dass es in der Mannschaft stimmt.“ Vor allem mit den ausländischen Spielern habe er ein sehr gutes Verhältnis, betont Gosdeck. Er weiß, dass ihn die Füchse-Verantwortlichen auch geholt haben, damit er die zuletzt kopflos wirkende Truppe mit auffällig teilnahmslosen Kontingentspielern wieder zu einem echten Team vereint. Gosdeck vermutet: „Der Mannschaft hat eigentlich nur so ein kleiner Anstoß gefehlt. Vielleicht war ja der Erfolg in Freiburg der Befreiungsschlag. Allein bei Kenny Roche habe ich schon gemerkt, wie gut ihm seine beiden Tore getan haben.“ Der Trainerliebling: Nach zuletzt 14 Niederlagen aus 17 Spielen steht Füchse-Trainer Thomas Popiesch in der Kritik der Fans. Und der Coach wirkt angefressen. Er sprach seinem Team nach der Bietigheim-Niederlage die Grundfähigkeiten ab und kündigte an, nicht mehr so nett zu sein und „die Zügel anzuziehen“. Und in dieser spannungsgeladenen Phase ist ausgerechnet Gosdeck, der offenkundig als „Trainerliebling“ gilt, der Hoffnungsträger für die Fans. Der Rückkehrer bezieht dennoch klar Stellung: „Ich habe im Internet auch die Kritik an Thomas Popiesch gelesen. Die ist aber nicht gerechtfertigt, weil er ein absoluter Fachmann ist.“ Gosdeck kündigt an, in den kommenden Wochen für den Coach zu kämpfen. „Der Trainer hat mir immer vertraut. Dabei hatte ich keinen guten Ruf, als ich damals nach Weißwasser kam. Gemeinsam werden wir es allen Kritikern zeigen.“
Von Jan Lehmann
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 04. Februar 2009