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TEG: Was fehlt, sind Sponsoren
05.02.2009 | 01:00 Uhr von
Bad Tölz - Der Tag danach! Tief saß gestern der Schock über die in dieser Größenordnung nicht erahnte Schieflage der Tölzer Eissport GmbH.
Dabei hält Gutachter Stefan Bieberle das Unternehmen TEG für „sanierungsfähig“ und auch „sanierungswürdig“, wenn wieder Liquidität hergestellt werden kann – 465 000 Euro Finanzspritze sofort und 280 000 später.
Faktisch allerdings, und auch das stellt der Sanierungsspezialist fest, ist die TEG seit 31. Dezember 2008 zahlungsunfähig. Nur die Beauftragung Bieberles verhinderte, dass sich Geschäftsführer Horst Fussek der Insolvenzverschleppung schuldig machte. Das gleiche Gesetz gibt der GmbH jetzt drei Wochen Zeit, bis Faschingsdienstag, die Finanzen in Ordnung zu bringen.

Natürlich stand in der Gesellschafterversammlung am Dienstagabend auch die sofortige Ablösung Fusseks im Raum – wie sie auch die Fans im Forum immer wieder fordern. Tatsächlich aber „bringt mein Rücktritt nichts“ (Fussek), es sei keiner da, der die GmbH übernehmen würde. Und angesichts einer drohenden Insolvenz und der möglichen Mithaftung wird sich dafür auch niemand finden.

Stefan Bieberle hält es jedenfalls „für nichts Ungewöhnliches, jemanden zu finden“, der ein paar hunderttausend Euro locker macht. „Davon lebt dieser Sport.“ Das größte Problem der TEG seien die extrem hohen Personalkosten: 83 Prozent bei einem Gesamtumsatz von 1,06 Millionen Euro. In Zahlen ausgedrückt ist dieser Posten indes gar nicht so hoch: Laut Bieberle geben nur zwei Konkurrenten in der zweiten Liga weniger für die Gehälter aus.

Dafür ist die TEG bei den Werbeeinnahmen einsames Schlusslicht mit 400 000 Euro. Der Ligendurchschnitt ist fast doppelt so hoch (760 000 Euro), der Ligakrösus hat 3,2 Millionen. Und in der Saison 2007/08 standen die Löwen mit 575 000 Euro auch noch besser da. Für nächste Saison kalkuliert Bieberle nun mit einer vorsichtigen Steigerung um 50 000 Euro.

Die eklatant hohen Schulden haben sich im Verlauf der vergangenen sechs Jahre, seit der letzten Insolvenz, angesammelt. Bieberle schreibt wörtlich, dass 1,25 Millionen Euro „verbrannt“ worden seien – pro Saison über 200 000 Euro. Allein in der laufenden Spielzeit waren es bis Jahresende eine Viertelmillion Euro, gemessen am Umsatz ein Minus von 36 Prozent.

Die Bankschulden machen den größten Teil der TEG-Verbindlichkeiten aus. Im Unterschied zu den Einlagen privater Gönner sind diese aber zu 100 Prozent durch Bürgschaften abgesichtert. Bieberle: „Die Banken werden nicht bluten.“

Dass er ein solch detailliertes Gutachten überhaupt fertigen konnte, ist erstaunlich. Wie Bieberle schreibt, war es fast unmöglich, an die Zahlen der TEG zu kommen. Aktuelle und frühere Steuerberater schoben sich gegenseitig den Schwarzen Peter zu für nicht vorhandene oder bekanntermaßen falsche Daten. Vor zwei Wochen stand das Gutachten deshalb kurz vor dem Scheitern (und damit die TEG vor dem sofortigen Aus). Eine frühere Steuerberaterin übernahm dann die Erstellung der Bilanz 2007/08. (job)

Quelle: www.merkur-online.de
1409 mal gelesen
 
1 | Taubentreter | 05.02.2009 @ 01:17
Und bei der ESBG haz man wie immer nix gewusst....ironie ein*beifallklatsch*ironie aus (Wiederholung ala Regensburg) Danke....bin satt!
2 | sachse | 05.02.2009 @ 07:44
Wie kommt es, dass sich Schulden in solcher höhe über Jahre ansammeln und die ESBG sieht es nicht. Eigentlich hätte sie doch auf einen Schuldenabbau pochen müssen, da es ja schon reichlich davon gab. Naja beide kommen halt aus Bayern wie auch Regensburg.
3 | tomi | 05.02.2009 @ 08:00
In dieser Liga geht es wohl kaum einem Verein finanziell gut. Nur sind einige Vereine ehrlich und legen ihre Finanzen offen und einige NICHT! Ich denke da an einen Dr. "D" aus "W" der eine Saison nach seinen Worten "solide" gewirtschaftet hat und auf einmal war die Insolvenz da.
4 | Hoywoyfux | 05.02.2009 @ 09:53
@1, 2 - und so geht die Mühle immer weiter und weiter; Nun ist der Aufschrei groß. Und wenn es dort Leute gegeben haben sollte, die mit Verstand rechtzeitig auf die Wunde gezeigt haben, wurden diese offenbar nicht gehört... / Aus fachlicher Sicht - Stirnrunzeln, was alles so möglich ist (letzter Absatz). Im übrigen kann ich den Aussagen von Herrn Bieberle allerhand abgewinnen ("...verbrannt..."). Täglich grüßt das Murmeltier und keiner ist`s wohl gewesen. Wirklich schade für die Fans.
5 | petl01 | 05.02.2009 @ 10:44
Vieleicht hätte man auch so ehrlich sein müssen und den Aufstieg in die 2.BL nicht anzutreten und somit auch Gelder zu sparen.Solche Schulden hätte jemanden von der ESBG auffallen mssen.Aber bei den bayrischen Vereinen werden warscheinlich immer alle Augen zugedrückt.Schade für die Fans,die haben diese Sch.... nicht verdient.
6 | thingslikehockey | 05.02.2009 @ 12:04
@5, die Schulden, der vergangenen 5 Jahre wären aber nich gelöscht, nur weil sie nich aufgestiegen wären. Finanziell gesehen, macht die Ligenzugehörigkeit wahrscheinlich noch das kleinste Übel..
7 | Mannstefan | 05.02.2009 @ 14:07
@5 Das Problem was die ESBG hat ist hausgemacht. Eine GmbH muß die Geschäftszahlen nicht offen legen. Deutsche Gesetze!!! Die ESBG prüft nur die Wirtschaftlichkeit. Und die kann man schönreden.
8 | Hoywoyfux | 05.02.2009 @ 19:44
@7 - Danke !!!
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