Der Alptraum vieler Fans in Sachsen hat einen Namen: Playdowns. Denn es ist nicht ausgeschlossen, dass ausgerechnet alle drei sächsischen Clubs in dieser Runde gegeneinander antreten und einen Absteiger in die Oberliga ausspielen müssen.
Als einziges Team aus diesem sächsischen Trio dürfen sich sechs Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde die Lausitzer Füchse als Tabellen-Elfter reelle Hoffnungen machen, diesem fragwürdigen Spektakel doch noch zu gehen. Einen Vorgeschmack auf das Hauen und Stechen, das in den Playdowns droht, lieferte am vergangenen Freitag das Derby zwischen Crimmitschau und Dresden. Die Emotionen entluden sich im Sahnpark 28 Sekunden vor der Schlusssirene in einer Massenschlägerei auf dem Eis, das einem Schlachtfeld glich. Insgesamt 100 Strafminuten verteilten die Schiedsrichter an beide Mannschaften.
Anschließend war das Derby jedoch noch längst nicht beendet. Denn Crimmitschaus Trainer Wayne Hynes erhob schwere Foulspiel-Vorwürfe gegen den sächsischen Rivalen aus Dresden. „Das waren ganz klare Angriffe auf Führungsspieler unseres Teams. Wir können und werden nicht zuschauen, wie wir von einem Konkurrenten der Abstiegsrunde kaputt gemacht werden“, kritisierte Hynes mit ungewöhnlich scharfen Worten beim Blick auf die Verletztenliste. Kapitän Patrick Grandmaitre und Torjäger Josh Liebenow mussten vorzeitig vom Eis. Für Grandmaitre ist die Saison nach einem schweren Check gegen den Kopf durch den Dresdner Lubos Velebny eventuell schon vorbei, bevor sie in die entscheidende Phase geht.
Eines ist jetzt schon klar: Auch die Füchse erwartet bei ihrem Gastspiel am Sonntag in Dresden (18 Uhr) alles andere als ein Kindergeburtstag. „Natürlich geht es in diesen Spielen auch schon darum, ein Zeichen zu setzen für das mögliche Wiedersehen in den Playdowns“, betont Weißwassers Trainer Thomas Popiesch, obwohl er mit seinem Team die Abstiegsrunde natürlich unbedingt vermeiden will.
Die Kampf szenen in Crimmitschau haben sich die Füchse-Verantwortlichen per Video genau angesehen. Popiesch ist bemüht, nicht schon im Vorfeld die Emotionen anzuheizen. „Einen Spieler bewusst zu verletzten, ist grob unsportlich. Ich würde keinem meiner Kollegen unterstellen, sein Team dazu anzuhalten.“
Und dennoch fordert Popiesch eine erhöhte Aufmerksamkeit von seinen Spielern. „Wir müssen die Zweikämpfe annehmen und vorbereitet sein, auf alles“, betont der Coach. „Das ist der beste Weg, um Verletzungen zu vermeiden.“
Noch besser wäre es allerdings, sich die Playdowns von vornherein zu ersparen. Voraussetzung dafür ist, dass die Füchse in Dresden und auch schon am Samstag im Nachholspiel zu Hause gegen die Landshut Cannibals (18 Uhr) ihren jüngsten Aufwärtstrend fortsetzen und weiter Punkte für den vorzeitigen Klassenerhalt sammeln.
Was Popiesch keinem Kollegen unterstellen will ist aber in Crimme passiert. DD hat das ganze Spiel über unsere Führungsspieler, ich nenne es mal vorsichtig bearbeitet" das wir nun Ausfälle haben. Hut ab nach Dresden, auch so kann man sich auf die Abstiegsrunde vorbereiten...
2 | willithefish | 20.02.2009 @ 09:26
das sind wir ja von der verbotenen stadt nicht abders gewöhnt ! wenn wir es packen sollten nicht in die abstiegsrunde zu kommen - wovon ich ausgehe, dann haut ihr sie bitte raus ! sport frei nach crimme !
3 | willithefish | 20.02.2009 @ 09:27
oh sorry "anders" meinte ich
4 | Odin | 20.02.2009 @ 09:37
Was man sagt und was man denkt, sind so manches mal zweierlei Paar Schuhe.
5 | 3liter | 20.02.2009 @ 10:01
Wer vorsätzlich Spieler verletzt, der ist nicht nur grob unsportlich sondern macht sich auch strafbar. Einen Führungsspieler "zu bearbeiten" (natürlich fair) ist hingegen genau richtig. Direkt am Anfang paar harte Checks und die verlieren die Lust bzw. den Spaß am Spiel oder sind zumindestens gezwungen, anders zu spielen (sodass ihre eigentlichen Stärken weniger zum Tragen kommen).
6 | Her-Bert | 20.02.2009 @ 10:16
@5 Vielen Dank!! Mann kann alt werden wie eine Kuh und lernt immer noch ...... - das hier ist eine Seite für Fans vom ESW!
7 | Foxy1 | 20.02.2009 @ 10:50
Leider liegt es nicht in unserem Untermessen was zwischen Crimme und DD passierte aber in dem der ESBG . Nur anscheinend sagen die sich : Solange wie DIE da unter sich bleiben kann es doch uns egal sein. Ich möchte da nur mal an Zeiten von S.Gagnon erinnern .Damals wollte ihn auch die ganze Liga verklagen . Warum hält man sich heute damit zurück ? Es bewarheitet sich immer wieder : Der Videobeweis muss her !! Denn die Schieris schauen meiner Meinung nach zu oft weg.
8 | Foxy1 | 20.02.2009 @ 10:51
Aber naja Meine meinung ist halt nicht gefragt !! Sport frei !1
9 | nostra79 | 20.02.2009 @ 11:30
@7 Manchmal ist aber besser wenn man wegschaut. Ich sag nur "untermessen"...
10 | petl01 | 20.02.2009 @ 12:04
Jetzt wo eigentlich klar ist,daß Tölz in die Insolvenz muß,kann man doch lockerer in diese Geschichte gehen.
So können alle Akteure nochmal den Fans schönes und
faires Eishockey zeigen.Oder?
Sport frei !
11 | Lischi | 20.02.2009 @ 12:27
@10: wie sagt man so schön, die Oper iss erst vorbei wenn die dicke Frau gesungen hat - also abwarten, denn ich traue den Braten noch nicht wirklich in Tölz
12 | Andi | 20.02.2009 @ 13:33
@11 volle Zustimmung. Bevor dei Tölzer nicht definitiv Insolvenz angemeldet haben ist die Abstiegsrunde noch Realität. Vielleicht sollten gerade bei solch brisanten Duellen wie dem zwische ETC und DD sowie jetzt am Sonntag verstärkt Schiedsrichterbeobachter eingesetzt werden, um die Streifenhörnchen zu ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu animieren.
13 | Foxy1 | 20.02.2009 @ 20:25
@12 oder so in dieser Richtung muss jedenfalls was passieren.
14 | dynamo | 21.02.2009 @ 10:12
Denke schon das die Schiris ihre Sache ernst nehmen. Nur hier im Osten machen sich die Vereine (auch Fans) doch lieber gegenseitig fertig anstatt sich zu helfen.
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Als einziges Team aus diesem sächsischen Trio dürfen sich sechs Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde die Lausitzer Füchse als Tabellen-Elfter reelle Hoffnungen machen, diesem fragwürdigen Spektakel doch noch zu gehen. Einen Vorgeschmack auf das Hauen und Stechen, das in den Playdowns droht, lieferte am vergangenen Freitag das Derby zwischen Crimmitschau und Dresden. Die Emotionen entluden sich im Sahnpark 28 Sekunden vor der Schlusssirene in einer Massenschlägerei auf dem Eis, das einem Schlachtfeld glich. Insgesamt 100 Strafminuten verteilten die Schiedsrichter an beide Mannschaften.
Anschließend war das Derby jedoch noch längst nicht beendet. Denn Crimmitschaus Trainer Wayne Hynes erhob schwere Foulspiel-Vorwürfe gegen den sächsischen Rivalen aus Dresden. „Das waren ganz klare Angriffe auf Führungsspieler unseres Teams. Wir können und werden nicht zuschauen, wie wir von einem Konkurrenten der Abstiegsrunde kaputt gemacht werden“, kritisierte Hynes mit ungewöhnlich scharfen Worten beim Blick auf die Verletztenliste. Kapitän Patrick Grandmaitre und Torjäger Josh Liebenow mussten vorzeitig vom Eis. Für Grandmaitre ist die Saison nach einem schweren Check gegen den Kopf durch den Dresdner Lubos Velebny eventuell schon vorbei, bevor sie in die entscheidende Phase geht.
Eines ist jetzt schon klar: Auch die Füchse erwartet bei ihrem Gastspiel am Sonntag in Dresden (18 Uhr) alles andere als ein Kindergeburtstag. „Natürlich geht es in diesen Spielen auch schon darum, ein Zeichen zu setzen für das mögliche Wiedersehen in den Playdowns“, betont Weißwassers Trainer Thomas Popiesch, obwohl er mit seinem Team die Abstiegsrunde natürlich unbedingt vermeiden will.
Die Kampf szenen in Crimmitschau haben sich die Füchse-Verantwortlichen per Video genau angesehen. Popiesch ist bemüht, nicht schon im Vorfeld die Emotionen anzuheizen. „Einen Spieler bewusst zu verletzten, ist grob unsportlich. Ich würde keinem meiner Kollegen unterstellen, sein Team dazu anzuhalten.“
Und dennoch fordert Popiesch eine erhöhte Aufmerksamkeit von seinen Spielern. „Wir müssen die Zweikämpfe annehmen und vorbereitet sein, auf alles“, betont der Coach. „Das ist der beste Weg, um Verletzungen zu vermeiden.“
Noch besser wäre es allerdings, sich die Playdowns von vornherein zu ersparen. Voraussetzung dafür ist, dass die Füchse in Dresden und auch schon am Samstag im Nachholspiel zu Hause gegen die Landshut Cannibals (18 Uhr) ihren jüngsten Aufwärtstrend fortsetzen und weiter Punkte für den vorzeitigen Klassenerhalt sammeln.
Frank Noack
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 20. Februar 2009