Die Jubelgesänge nach einem beeindruckenden 4:2-Sieg gegen Ravensburg wollen kein Ende nehmen.
Unbeeindruckt von irgendwelchen Rechnereien liefen gestern Abend die Lausitzer Füchse auf. Drei Siege in den ausstehenden vier Spielen, und das Heimrecht in den Pre-Playoffs wäre sicher, hatte es geheißen. Mit neun Punkten scheint allerdings auch die direkte Qualifikation für die Playoffs gut möglich (was jedoch weniger Spiele bedeuten würde).
Jedenfalls zeigten die Füchse von der ersten Sekunde an, dass sie weiter auf ihrer Erfolgswelle schwimmen wollten. Mizzi, Gosdeck, dann zweimal Götz nahmen den Gästetorwart Rohde unter Beschuss, während bei den Ravensburgern die beiden Kanadier Richards und Adduono einen starken Eindruck hinterließen. Dann aber musste Bartlick für ein völlig unnötiges Foul auf die Strafbank, kassierte für sein Meckern noch zehn Minuten Strafe, und Ravensburg ging durch einen Schuss von der blauen Linie, der noch abgefälscht wurde, etwas überraschend in Führung. Kurz vor dem Gegentor hatte allerdings Valenti nach einer super Vorarbeit von Mizzi die Riesenchance vergeben, die Füchse in Führung zu bringen.
Fast ein kurioses Gegentor
Die Füchse machten danach noch einmal Druck und hätten auf kuriose Weise fast das 0:2 kassiert. Bei angezeigter Strafzeit gegen die Tower Stars war Torwart MacDonald vom Eis gegangen, Gosdeck hatte aus spitzem Winkel auf das Gästetor geschossen und die Scheibe prallte so von der Bande ab, dass sie über die gesamte Eisfläche rutschte und nur knapp am eigenen Tor vorbei ging.
Nach dem fulminanten ersten Drittel, aber dem falschem Zwischenstand, machten die Füchse sofort wieder Druck. Aber diesmal vielen auch die verdienten Tore. Das erste erzielte Masek, der in Überzahl völlig freigespielt wurde und mit einem Flachschuss durch die Beine von Rohde traf. Damit waren die Füchse-Fans endgültig geweckt. Ihre Gesänge wurden ein Stückchen lauter, als der in Defensive wie Offensive gestern sehr starke Thomas Götz nach einem super Solo an Rohde scheiterte, aber der nachsetzende Mizzi den Puck ins leere Tor zum 2:1 einschob. Und als wenig später gar das 3:1 gelang, sangen die weit über 2000 Fans aus voller Kehle. Chris Straube war in das Gästedrittel eingedrungen und wartete mit seinem Schuss bis zum allerletzten Moment, bis er auf Marvin Tepper ablegte, der wenig Mühe hatte, über den schon liegenden Rohde hinweg einzuschießen. Gäste-Trainer Peter Draisaitl sah sich zu einer Auszeit gezwungen. Danach sangen zwar noch die Fans, aber das Spiel der Füchse lief nicht mehr so. Die Gäste kamen mehrfach gefährlich vor das Tor, aber MacDonald im Tor reagierte ebenso oft prächtig.
Die Füchse jubeln nach dem Führungstreffer von Preston Mizzi.Foto: Peter Aswendt
Young schafft Entscheidung
Gleich zu Beginn des Schlussdrittels schafften die Füchse die Vorentscheidung. Mizzi hatte sich durchgesetzt, im richtigen Moment auf Verteidiger Kevin Young abgelegt und der ließ sich die Chance nicht entgehen, spielte Gästegoalie Roche aus und traf mit der Rückhand ins leere Tor. Als dann Roche umstritten auf die Bank musste (für sein Meckern nahm ihn der Schiri zehn Minuten zusätzlich vom Eis) kamen die Gäste doch noch zum 2:4 und schöpften ein wenig Hoffnung. Aber die Füchse ließen nichts mehr zu. Als die Gäste gut zwei Minuten vor Schluss ihren Torwart vom Eis nahmen, ergaben sich für die Lausitzer mehrere Möglichkeiten, aus der Distanz das leere Tor zu treffen, aber das blieb den Füchsen diesmal verwehrt. Die drei Punkte waren aber sicher – und die Füchse rücken verdächtig nahe an die direkten Playoff-Plätze. Morgen geht es nun nach München. Da gab es für die Lausitzer lange nichts zu holen. Und der Tabellendritte scheint derzeit in einer super Form – aber wer weiß…
Führungstreffer von Mizzi - ich glaube RAV hat geführt !
2 | Ninocsas | 28.02.2009 @ 14:11
2:1 ist auch 'ne führung!
3 | Taubentreter | 28.02.2009 @ 18:17
... spielte Gästegoalie Roche aus..... *staun*
Ravensburgs Torwart heißt ja wie unser Stürmer.... guck an!
4 | Taubentreter | 28.02.2009 @ 18:21
Axo.... laut Spielregeln wird ein "Eigentor" bei angezeigter Strafe gegen den Gegner und vom Eis genommenem Torhüter nicht als Treffer (für den Gegner) gewertet! Hätte also kein 0:2 aufgrund eines verünglückten Abprallers gegeben. Das aber nur am Rande.... Gruss TT!
5 | Messias | 28.02.2009 @ 19:48
@4Hmmm hab gestern auch im Stadion rumgefragt ob es gezählt hätte, mir wude gesagt das es zählen würde. Deron Quint aus Berlin soll wohl mal so ein Teil passiert sein und das hat dann wohl gezählt.Also was stimmt nu?
6 | Locke | 28.02.2009 @ 19:59
@4 in diesem fall hätte es ein tor gegeben!die regel wurde diese saison geändert!!
7 | SEFI | 28.02.2009 @ 20:50
Jo...hätte gezählt der Treffer.
8 | 3liter | 01.03.2009 @ 01:12
@ Sefi Soweit ich weiß wurde vor kurzem die regel dahingehend geändert, dass man in so einem Fall kein Tor kassieren kann. Demnach hätte es nicht gezählt. Aber 100% sicher bin ich mir nicht. Hab auch grad keine Lust zu recherchieren :)
9 | Frank | 01.03.2009 @ 10:25
@3liter Stimmt, dass die Regel mal geändert wurde. Allerdings gilt jetzt wieder die Regel: Tor zählt. Nachzulesen unter "Regel 514c"
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Unbeeindruckt von irgendwelchen Rechnereien liefen gestern Abend die Lausitzer Füchse auf. Drei Siege in den ausstehenden vier Spielen, und das Heimrecht in den Pre-Playoffs wäre sicher, hatte es geheißen. Mit neun Punkten scheint allerdings auch die direkte Qualifikation für die Playoffs gut möglich (was jedoch weniger Spiele bedeuten würde).
Jedenfalls zeigten die Füchse von der ersten Sekunde an, dass sie weiter auf ihrer Erfolgswelle schwimmen wollten. Mizzi, Gosdeck, dann zweimal Götz nahmen den Gästetorwart Rohde unter Beschuss, während bei den Ravensburgern die beiden Kanadier Richards und Adduono einen starken Eindruck hinterließen. Dann aber musste Bartlick für ein völlig unnötiges Foul auf die Strafbank, kassierte für sein Meckern noch zehn Minuten Strafe, und Ravensburg ging durch einen Schuss von der blauen Linie, der noch abgefälscht wurde, etwas überraschend in Führung. Kurz vor dem Gegentor hatte allerdings Valenti nach einer super Vorarbeit von Mizzi die Riesenchance vergeben, die Füchse in Führung zu bringen.
Fast ein kurioses Gegentor
Die Füchse machten danach noch einmal Druck und hätten auf kuriose Weise fast das 0:2 kassiert. Bei angezeigter Strafzeit gegen die Tower Stars war Torwart MacDonald vom Eis gegangen, Gosdeck hatte aus spitzem Winkel auf das Gästetor geschossen und die Scheibe prallte so von der Bande ab, dass sie über die gesamte Eisfläche rutschte und nur knapp am eigenen Tor vorbei ging.
Nach dem fulminanten ersten Drittel, aber dem falschem Zwischenstand, machten die Füchse sofort wieder Druck. Aber diesmal vielen auch die verdienten Tore. Das erste erzielte Masek, der in Überzahl völlig freigespielt wurde und mit einem Flachschuss durch die Beine von Rohde traf. Damit waren die Füchse-Fans endgültig geweckt. Ihre Gesänge wurden ein Stückchen lauter, als der in Defensive wie Offensive gestern sehr starke Thomas Götz nach einem super Solo an Rohde scheiterte, aber der nachsetzende Mizzi den Puck ins leere Tor zum 2:1 einschob. Und als wenig später gar das 3:1 gelang, sangen die weit über 2000 Fans aus voller Kehle. Chris Straube war in das Gästedrittel eingedrungen und wartete mit seinem Schuss bis zum allerletzten Moment, bis er auf Marvin Tepper ablegte, der wenig Mühe hatte, über den schon liegenden Rohde hinweg einzuschießen. Gäste-Trainer Peter Draisaitl sah sich zu einer Auszeit gezwungen. Danach sangen zwar noch die Fans, aber das Spiel der Füchse lief nicht mehr so. Die Gäste kamen mehrfach gefährlich vor das Tor, aber MacDonald im Tor reagierte ebenso oft prächtig.
Young schafft Entscheidung
Gleich zu Beginn des Schlussdrittels schafften die Füchse die Vorentscheidung. Mizzi hatte sich durchgesetzt, im richtigen Moment auf Verteidiger Kevin Young abgelegt und der ließ sich die Chance nicht entgehen, spielte Gästegoalie Roche aus und traf mit der Rückhand ins leere Tor. Als dann Roche umstritten auf die Bank musste (für sein Meckern nahm ihn der Schiri zehn Minuten zusätzlich vom Eis) kamen die Gäste doch noch zum 2:4 und schöpften ein wenig Hoffnung. Aber die Füchse ließen nichts mehr zu. Als die Gäste gut zwei Minuten vor Schluss ihren Torwart vom Eis nahmen, ergaben sich für die Lausitzer mehrere Möglichkeiten, aus der Distanz das leere Tor zu treffen, aber das blieb den Füchsen diesmal verwehrt. Die drei Punkte waren aber sicher – und die Füchse rücken verdächtig nahe an die direkten Playoff-Plätze. Morgen geht es nun nach München. Da gab es für die Lausitzer lange nichts zu holen. Und der Tabellendritte scheint derzeit in einer super Form – aber wer weiß…
Von Thomas Wagner und Frank Thümmler
Quelle: Sächsische Zeitung vom 28.02.2009