Die Lausitzer Füchse können die Play-offs direkt erreichen, haben acht der neun letzten Spiele gewonnen. Trainer Thomas Popiesch sagt warum.
Herr Popiesch, was haben Sie mit Ihrer Mannschaft gemacht?
Das hat zum größten Teil die Mannschaft selbst gemacht. Meine Philosophie von Eishockey habe ich immer erzählt. Aber es ist schwierig dahin zu kommen, dass alle gleichzeitig das Gleiche denken und das Richtige machen. Dann gab es das Aha-Erlebnis, und jetzt hat sich das Team in eine Euphorie hineingespielt.
Carsten Gosdeck scheint der Schlüssel zum Erfolg zu sein. Seit er da ist, läuft es.
Ein bisschen schon. Die Mannschaft hat vor fünf Wochen, als es nicht so lief, gesehen, dass der Verein etwas unternimmt. Carsten Gosdeck kannte hier schon alles, brauchte keine Eingewöhnungszeit und hat mit seinem Elan alle mitgerissen. Aber am Ende muss die ganze Mannschaft gut spielen, wenn man Erfolg haben will.
Andererseits sitzt Mike Sullivan als überzähliger Ausländer meist auf der Tribüne. War seine Verpflichtung ein Fehler?
Auf keinen Fall. Bis dahin hatten wir 30 von 40 Spielen mit einem Ausländer weniger bestritten. Und die Serie ist hoffentlich noch lange nicht zu Ende. Sullivan macht von hinten Druck auf die anderen Ausländer, auch wenn die Situation für ihn natürlich nicht optimal ist. Aber als Trainer kann ich mir nichts besseres wünschen.
Wenn Sie es aussuchen könnten: Würden Sie lieber die Pre-Play-offs mit Heimrecht spielen, mehr Einnahmen erzielen und im Rhythmus bleiben?
Nein, jetzt wollen wir direkt in die Play-offs. In einer Best-of-Three-Serie kann so viel passieren. Da ist man ganz schnell auch draußen.
Gibt es jetzt neue Saisonziele?
Vor sechs Wochen hat keiner einen Pfifferling auf uns gegeben. Jetzt wollen alle gleich hören, wie weit wir kommen. Natürlich wollen wir nicht gleich ausscheiden.
Was sagen Sie zu einer Liga ohne Auf- und Abstieg?
Die Bad Tölzer Insolvenz ist natürlich schlecht für die Liga. Wir können nur für die Fans, die Woche für Woche gutes Eishockey sehen wollen, unser Bestes geben.
Wo sind eigentlich die "nur Erfolg zählt und TP raus" Fans. Sie waren doch vor einigen Wochen sehr stark vertreten Ich denke nach wie vor, dass unsere Schwächephase nicht am Trainer fest zu machen war und hoffe, wir können ihn weiterhin halten.
2 | Dynamo-Fan | 03.03.2009 @ 09:01
Ich glaube, dass, wenn das Team weiter ihr vorhandenes Potential abruft, sie in dieser Saison noch für viele (positive) Überraschungen sorgen wird !
3 | Fredi | 03.03.2009 @ 09:10
@1 Das unterschreibe ich sofort; Bei der ersten Niederlage kommen die Ratten wieder aus den Löchern.
4 | Renegade | 03.03.2009 @ 11:03
Man sollte jetzt so langsam die mal wieder "in Ruhe" lassen, die gg. TP "geschossen" haben. Ich denke mal - JEDER dürfte momentan sehen , dass nicht immer nur Einer an einer sportlichen Talfahrt Schuld ist. Wir sollten alle die jetzige Situation genießen , schließlich sind auch die TP-Kritiker Fans der Füchse und es wird denen lieber sein, mit Mannschaft und Trainer Siege zu feiern als "Recht" gehabt zu haben !
5 | martenn | 03.03.2009 @ 11:28
@sachse: das gelaber gegen die leute, die t.p. kritisiert haben ist aber langsam bissl nervig... hätte auch alles anders laufen können und wir würden jetzt ganz unten stehen... aber hat sehen können, das in der mannschaft vor wochen irgendetwas nicht gestimmt hat... was nun genau passiert ist, dass es wieder läuft, dass weiß doch keiner so genau
6 | Howy2008 | 03.03.2009 @ 14:45
@ 5: Vielleicht weiß es der Trainer und kann solche Schwächephasen dann in der nächsten Saison verhindern. Schon alleine aus Gründen der Konstans und wegen der guten Zusammenarbeit ist es richtig und gut den Trainer auch nächste Saison zu halten. Ich bin sogar der Meinung, dass die GmbH-Führung schon jetzt über eine weitere Verlängerung des Vertrages nachdenken sollte.
7 | 3liter | 03.03.2009 @ 15:05
Sieht so aus, also ob Geschäftsleitung und Trainer genau erkannt haben, wo der Hase im Pfeffer begraben lag. Obendrauf wurden offensichtlich die richtigen Gegenmaßnahmen ergriffen. Sowas stimmt zuversichtlich, vor allem was die nächste Saison angeht.
8 | fanmutti | 03.03.2009 @ 15:14
danke renegade und martenn!
wir sind und bleiben füchsefans und werden gerade deshalb auch kritisch sein wenn es angebracht ist.
9 | Fredi | 03.03.2009 @ 17:26
@8 Kritisch und" Besserwisserisch" sind 2 Paar Schuhe.
10 | Thorben | 03.03.2009 @ 20:49
@9: Dummgequatsche wird leider auch nicht belohnt!
11 | Fredi | 04.03.2009 @ 11:44
@10 Warum sollte man Dich belohnen?
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Herr Popiesch, was haben Sie mit Ihrer Mannschaft gemacht?
Das hat zum größten Teil die Mannschaft selbst gemacht. Meine Philosophie von Eishockey habe ich immer erzählt. Aber es ist schwierig dahin zu kommen, dass alle gleichzeitig das Gleiche denken und das Richtige machen. Dann gab es das Aha-Erlebnis, und jetzt hat sich das Team in eine Euphorie hineingespielt.
Carsten Gosdeck scheint der Schlüssel zum Erfolg zu sein. Seit er da ist, läuft es.
Ein bisschen schon. Die Mannschaft hat vor fünf Wochen, als es nicht so lief, gesehen, dass der Verein etwas unternimmt. Carsten Gosdeck kannte hier schon alles, brauchte keine Eingewöhnungszeit und hat mit seinem Elan alle mitgerissen. Aber am Ende muss die ganze Mannschaft gut spielen, wenn man Erfolg haben will.
Andererseits sitzt Mike Sullivan als überzähliger Ausländer meist auf der Tribüne. War seine Verpflichtung ein Fehler?
Auf keinen Fall. Bis dahin hatten wir 30 von 40 Spielen mit einem Ausländer weniger bestritten. Und die Serie ist hoffentlich noch lange nicht zu Ende. Sullivan macht von hinten Druck auf die anderen Ausländer, auch wenn die Situation für ihn natürlich nicht optimal ist. Aber als Trainer kann ich mir nichts besseres wünschen.
Wenn Sie es aussuchen könnten: Würden Sie lieber die Pre-Play-offs mit Heimrecht spielen, mehr Einnahmen erzielen und im Rhythmus bleiben?
Nein, jetzt wollen wir direkt in die Play-offs. In einer Best-of-Three-Serie kann so viel passieren. Da ist man ganz schnell auch draußen.
Gibt es jetzt neue Saisonziele?
Vor sechs Wochen hat keiner einen Pfifferling auf uns gegeben. Jetzt wollen alle gleich hören, wie weit wir kommen. Natürlich wollen wir nicht gleich ausscheiden.
Was sagen Sie zu einer Liga ohne Auf- und Abstieg?
Die Bad Tölzer Insolvenz ist natürlich schlecht für die Liga. Wir können nur für die Fans, die Woche für Woche gutes Eishockey sehen wollen, unser Bestes geben.
Gespräch: Frank Thümmler
Quelle: Sächsische Zeitung vom 03.03.2009