Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Füchse greifen nach den Playoffs
06.03.2009 | 05:50 Uhr von
Die Lausitzer Füchse können in den letzten beiden Partien der Hauptrunde den größten Triumph seit vier Jahren perfekt machen: Ihnen fehlt nur noch ein Sieg zum Einzug in die Playoffs. Bei optimalem Verlauf ist noch mehr drin – aber darüber reden sie im Fuchsbau nicht so gern.
Es scheint schon lange her zu sein. Damals wars, Ende Januar. Die Füchse, nach einer langen Niederlagenserie in die abstiegsgefährdete Zone abgerutscht, holten Carsten Gosdeck zurück in die Lausitz. Der Stürmer forderte damals mutig fünf Siege aus den folgenden sechs Partien und gab als Ziel den Einzug in die Playoffs aus. „Damals“, blickt Gosdeck zurück, „wurde ich dafür belächelt.“ Inzwischen darf er sich bestätigt fühlen.
Statt fünf in sechs gab es sogar acht Siege in neun Spielen. Die Playoffs sind in greifbare Nähe gerückt. Gosdeck: „Jetzt werden wir alles dafür geben, um auch noch den letzten Schritt zu gehen.“ Von der Papierform her erwartet die Füchse ein sehr schweres Wochenende. Am heutigen Freitag reisen sie zum Tabellennachbarn Landshut Cannibals (19.30 Uhr). Am Sonntag geht es dann im letzten Spiel der Hauptrunde gegen den Zweiten, die Tölzer Löwen (18 Uhr). Landshut kämpft ebenfalls noch um den Playoff-Einzug, Bad Tölz wird sich mit einer achtbaren Leistung aus der 2. Liga verabschieden wollen. Wegen des Insolvenzantrages steht der Traditionsclub schon als Zwangsabsteiger fest.

Doch die Füchse scheinen gut gerüstet zu sein für das spannende Finale der Hauptrunde. Die Siegesserie in den vergangenen Wochen hat für neue Spielfreude gesorgt. Zudem konnte die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch auch die engen Partien für sich entscheiden. „Wir haben mentale Stärke gezeigt“, sagt Popiesch.

Eine Eigenschaft, die vor allem in den Playoffs, aber auch auf dem Weg dorthin sehr wichtig ist. Sein vorläufiges Husarenstück lieferte das Team am vergangenen Sonntag in München ab. Ausgerechnet beim Angstgegner drehte es den 0:1-Rückstand noch in ein 2:1 um. Das bringt selbst einen um starke Worte nie verlegenen Mann wie Carsten Gosdeck ins Schwärmen. „Im Moment haben wir ein brutales Selbstvertrauen“, betont der Stürmer.

Playoff-Spiele erlebte Eishockey-Weißwasser zuletzt in der Saison 2004/05. Damals wurde die Hauptrunde als Siebter abgeschlossen. Durch die Tölzer Insolvenz würde auch diesmal Rang sieben ausreichen (siehe „Restprogramm & Modus“). Andernfalls müssten die Füchse noch den Umweg über die neu eingeführten Pre-Playoffs nehmen. Auf diesen Umweg mag sich Popiesch aber nicht verlassen. „Wir wollen direkt in die Playoffs einziehen, das Maximale herausholen.“

Im Hinterkopf hat natürlich auch er die rein rechnerische Möglichkeit, dass im Optimalfall sogar noch mehr möglich ist. Falls nämlich die Füchse am Wochenende ihre beiden Partien gewinnen und Ravensburg höchstens einen Punkt holt, würde Weißwasser auf Rang fünf vorstoßen. Er garantiert in den Playoffs das Heimrecht in der möglicherweise entscheidenden Partie. Reden mag über einen solchen Coup aber keiner im Fuchsbau. Das ist keine wirkliche Überraschung. Denn Ende Januar hätte von einer solchen Konstellation noch niemand zu träumen gewagt.

Jetzt ist sie Realtität.

Von Frank Noack

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 06. März 2009
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