Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Neues aus Gosdecks Glaskugel
14.03.2009 | 21:53 Uhr von
Noch drei Tage bis zum Start der Playoffs in der 2. Bundesliga. Kurz vor dem ersten Spiel der Lausitzer Füchse gegen Heilbronn meldet sich Carsten Gosdeck wieder zu Wort. Der Stürmer hatte trotz Krise den Playoff-Einzug vorausgesagt, jetzt spricht er sogar vom Meister titel. Ein realistisches Ziel?
So mancher Fan glaubte zunächst an einen Versprecher. Kann ja schließlich schon mal vorkommen inmitten des ganzen Jubels über den Einzug in die Playoff-Runde. Aber es war kein Versprecher, was Carsten Gosdeck nach dem entscheidenden Sieg am vergangenen Sonntag gegen Bad Tölz in mehreren Interviews verkündete. Das Ziel in den Playoffs sei nicht einfach nur, dort gut mitzuspielen. Gosdecks mutige Kampfansage: „Ich will Meister werden.“ Meister der 2. Liga! So mancher wird jetzt vielleicht lächeln angesichts dieser durchaus ambitionierten Zielstellung des Tabellensechsten nach der Hauptrunde. Gosdeck stört das nicht wirklich, ganz im Gegenteil. Er legte im vereinseigenen „Füchse-TV“ noch einmal nach und sagte: „In den Playoffs ist alles möglich. Da gibt es keinen Favoriten und keinen Außenseiter. Ich traue uns viel zu.“

Zumal sich der Stürmer erst kürzlich als Meister der Glaskugel erwiesen hat. Bei seiner Rückkehr in die Lausitz im Januar forderte er ebenso mutig den Einzug in die Playoff-Runde, die zum damaligen Zeitpunkt weit entfernt war. Denn die Füchse steckten mitten in der Krise und lagen auf einem Abstiegsrunden-Platz. Damals prophezeite er fünf Siege in den nächsten sechs Spielen. Die Füchse gewannen sogar acht der folgenden neun Partien.

Zur Untermauerung seines ambitionierten Meisterwunsches verweist Gosdeck auf die Vergangenheit. Auch Köln und Krefeld seien in der DEL vom sechsten Platz aus in den Playoffs dann bis zum Meisterthron gestürmt. Und Freiburg schaffte als Tabellensechster der 2. Liga einst den Aufstieg. Platz sechs also auch ein Glücksbringer für die Füchse? „Der Tabellenplatz ist eigentlich egal“, betont Gosdeck. Viel wichtiger ist ihm die Botschaft, dass man selbst von diesem Rang aus in den Playoffs ganz nach oben kommen kann. „Wir müssen über 60 Minuten konzentriert spielen. Du darfst dir keine Fehler erlauben und musst als Mannschaft stark sein. Und wenn du als Mannschaft stark bist, dann kannst du es auch schaffen, in den Playoffs weit zu kommen.“

Aber was ist wirklich möglich für die Füchse? Betrachtet man das Feld der sechs derzeit feststehenden Playoff-Teilnehmer dann zeichnen sich mit Bietigheim und München auf den ersten beiden Plätzen nach der Hauptrunde zwei klare Favoriten ab. Dahinter folgen auf den weiteren Plätzen mit Heilbronn, Ravensburg, Landshut und Weißwasser vier Teams, die nach den Eindrücken der Hauptrunde leistungsmäßig nicht weit auseinanderliegen. Um die beiden noch freien Playoff-Plätze streiten sich derzeit Freiburg, Schwenningen, Bremerhaven und Riessersee. Dieses Quartet muss mit dem Nachteil leben, dass es schon in den Pre-Playoffs Kraft lässt.

In diesem dreigeteilten Feld der Playoff-Teilnehmer rangieren die Füchse in der Mitte. Sie sind also in der Tat in einer Position, in der vieles möglich ist. In der Hauptrunde hat Viertelfinal-Gegner Heilbronn nur fünf Punkte mehr geholt als Weißwasser. Eine Differenz, die für die mentale Ausgangsposition in den Playoffs ohne Bedeutung ist. Allerdings müssen die Füchse das Handicap wettmachen, dass die möglicherweise entscheidende siebte Partie auswärts stattfindet. Aber auch das ist keine unlösbare Aufgabe. In der Hauptrunde gelang den Füchsen schließlich ein 3:2-Erfolg am Neckar.

Der Blick in die nächste Runde verbietet sich aus Respekt vor dem sportlichen Kontrahenten eigentlich. Nur so viel sei an dieser Stelle gestattet: Dass mit einer gewissen Eigendynamik im Verlaufe einer solchen Serie vieles möglich ist, hat die Vergangenheit – auch im Fuchsbau – schon hinlänglich bewiesen. Der Sieg vor zwei Jahren in der Playdown-Runde gegen den haushohen Favoriten Dresden ist schließlich noch in bester Erinnerung.

Wenn die Prohhezeiung von Carsten Gosdeck ein zweites Mal wahr werden sollte, will der Stürmer übrigens „sofort einen Lottoschein ausfüllen“. Das ist wahrscheinlich eine gute Idee. Bleibt nur die Frage, welches Ereignis realistischer ist: Ein Gewinn im Lotto oder die Meisterschaft der Lausitzer Füchse?



Appell: Vor dem Hintergrund der Finanzkrise plädieren die Füchse dafür, die Budgets der Clubs in der 2. Liga herunterzufahren. Einen entsprechenden Vorschlag will Manager Ralf Hantschke am heutigen Samstag bei der Sitzung des Ligaverbandes ESBG in Garmisch-Partenkirchen unterbreiten. „Da die Finanzkrise natürlich auch die Sponsoren betrifft, ist es im Moment sehr schwer, für die neue Saison zu planen“, betont Hantschke. Ansatzpunkte sind eine verkürzte Saisonvorbereitung, kleinere Kader und die sukzessive Reduzierung der Kontingentstellen von sechs auf nur noch drei ausländische Spieler pro Team.

Von Frank Noack

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 14. März 2009
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1 | Odin | 15.03.2009 @ 13:21
Und wie stellt sich der Oberfuchs das vor? Alle sagen"Recht haste Ralle, runter mit den Budgets...." 2...3 Teams machen es und alle anderen schachern weiter. Die Strafen für die Überziehung des Etats sollten angehoben werden. Wenn dann nicht die Vernunft siegt........weiß ich auch nicht weiter. Wenn Gose sich so sicher ist, sollte ihm das schon n Fass Bier wert sein. Und damit keine Spitzfindigkeiten greifen, von 50 Litern ist die Rede)
2 | mat | 15.03.2009 @ 19:37
dann is ja allet klar. nächste saison geht mein traum in erfüllung: 02-Arena vs Eisbären! die lizens von duisburg is ja och grad frei geworden. carsten könnte diese ja dann von seinem lotto-gewinn erwerben. danke, im vorraus!!!
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