Die Rechnung der Füchse ist ganz einfach: „Wenn wir jetzt unsere drei Heimspiele gewinnen, sind wir im Halbfinale“, sagt Stürmer Carsten Gosdeck. Durch den 4:3-Auswärtssieg in der Verlängerung hat der Hauptrunden-Sechste aus der Lausitz die Heilbronner Falken unter Druck gesetzt. Doch entschieden ist die Playoff-Viertelfinalserie nach dem ersten von maximal sieben Duellen natürlich noch nicht. Das weiß man in Heilbronn, das weiß man in Weißwasser. „Wir haben die erste Schlacht gewonnen, aber der Rest des Krieges liegt noch vor uns“, sagt Füchse-Stürmer Patrick Saggau martialisch. Einen psychologischen Vorteil haben die Lausitzer nun allerdings auf ihrer Seite.
Ein zweiter Vorteil kommt hinzu: die Personalnot in der Heilbronner Abwehr, mit der Trainer Rico Rossi im Spiel heute Abend (19.30 Uhr, Eisstadion Weißwasser) klarkommen muss. Marco Schütz ist nach seiner am Dienstag kassierten Spieldauerstrafe gesperrt. Marco Müller kann wegen einer Prüfung, die er am Montag absolvieren muss, die Reise in den Osten nicht mitmachen. Aaron Power schließlich hat sich im ersten Duell mit den Füchsen so schwer verletzt, dass er auf keinen Fall spielen wird.
Power leidet sehr
Gestern ist der Kanadier noch einmal von Mannschaftsarzt Herbert Kübel untersucht worden. Die Diagnose: „eine schwere Prellung der Halswirbelsäule“. Power kann sich kaum bewegen und hat starke Schmerzen. Zudem hat er sich auch noch eines von drei Bändern im rechten Schultereckgelenk gerissen. Das aber ist nicht wirklich das Problem. Die Prellung bedeutet höchstwahrscheinlich das verfrühte Saisonende. Je länger die Playoffs für die Falken dauern, desto größer wird die Chance, dass Aaron Power noch einmal das Heilbronner Trikot tragen wird, doch die Chancen aufs Halbfinale sind durch die Abwehr-Misere deutlich gesunken.
Power ist zudem nicht nur ein Verlust, wenn es ums Toreverhindern geht. Auch in Überzahl spielt er eine wichtige Rolle. Vor seinen Distanzkrachern hatten die Gegner viel Respekt. Selbst wenn Powers Schüsse gut geblockt wurden, entstanden doch Lücken, die andere Falken-Spieler nutzen konnten.
Abwehr-Rotation
Seine fünf verbliebenen Verteidiger wird Rico Rossi während des Spiels in Weißwasser durchrotieren lassen. „Wir werden vor allem zu Beginn wohl eher hinten drin stehen“, sagt der Trainer. „Gerade in dieser Situation dürfen wir nicht zu offen sein.“ Die Abwehrleistung war in sehr vielen Spielen dieser Saison der große Trumpf - diesmal muss man Schlimmes befürchten. Doch Rico Rossi lässt sich seine positive Einstellung trotz aller Rückschläge nicht nehmen. „Nein, eine Saison mit so vielen Ausfällen habe ich in meiner Karriere noch nicht erlebt“, sagt er. „Aber wir sind es gewohnt. Wichtig ist, dass sich die Spieler, die auf dem Eis sind, voll konzentrieren.“ Dass der Heim-Auftakt der Playoffs mit einer Niederlage endete, lag vor allem an Konzentrationsschwächen. Dies soll sich nicht wiederholen.
Im letzten Spiel des Jahres 2008, einen Tag vor Silvester, haben die Falken bewiesen, dass sie auch geschwächt in Weißwasser bestehen können. Damals klemmte es im Angriff, doch am Ende triumphierten Rico Rossis Mannen mit 4:1.
Füchse-Stürmer Saggau hat trotz des Auswärtssieges den Respekt vor den Falken nicht verloren: „Es wird darauf ankommen, dass wir defensiv wieder gut stehen“, sagt er. „Wenn wir im Powerplay dann wieder so stark sind wie am Dienstag, haben wir eine echte Chance.“ Die Heilbronner Falken sind angeschlagen, aber längst noch nicht ausgeknockt. Nicht erst im zweiten Heimspiel am Sonntag soll die Wende eingeleitet werden.
Quelle: www.stimme.de
1 | Pinky | 20.03.2009 @ 10:29
uuuiiii, neue Taktik in der Regionalpresse ... schön kleinlaut und realistisch die Chancen der Falken ausloten und damit den Gegner in Sicherheit wiegen ... zum Vorteil für Heilbronn ;-) ... mal im Ernst: der erste gute (objektive) Artikel der "Stimme"
2 | willithefish | 20.03.2009 @ 12:04
vorteil heilbronn !!!! HI HI HI
3 | Makkaroni | 20.03.2009 @ 15:51
immer schön die Rolle des favorieten weiter geben.....
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Die Rechnung der Füchse ist ganz einfach: „Wenn wir jetzt unsere drei Heimspiele gewinnen, sind wir im Halbfinale“, sagt Stürmer Carsten Gosdeck. Durch den 4:3-Auswärtssieg in der Verlängerung hat der Hauptrunden-Sechste aus der Lausitz die Heilbronner Falken unter Druck gesetzt. Doch entschieden ist die Playoff-Viertelfinalserie nach dem ersten von maximal sieben Duellen natürlich noch nicht. Das weiß man in Heilbronn, das weiß man in Weißwasser. „Wir haben die erste Schlacht gewonnen, aber der Rest des Krieges liegt noch vor uns“, sagt Füchse-Stürmer Patrick Saggau martialisch. Einen psychologischen Vorteil haben die Lausitzer nun allerdings auf ihrer Seite.
Ein zweiter Vorteil kommt hinzu: die Personalnot in der Heilbronner Abwehr, mit der Trainer Rico Rossi im Spiel heute Abend (19.30 Uhr, Eisstadion Weißwasser) klarkommen muss. Marco Schütz ist nach seiner am Dienstag kassierten Spieldauerstrafe gesperrt. Marco Müller kann wegen einer Prüfung, die er am Montag absolvieren muss, die Reise in den Osten nicht mitmachen. Aaron Power schließlich hat sich im ersten Duell mit den Füchsen so schwer verletzt, dass er auf keinen Fall spielen wird.
Power leidet sehr
Gestern ist der Kanadier noch einmal von Mannschaftsarzt Herbert Kübel untersucht worden. Die Diagnose: „eine schwere Prellung der Halswirbelsäule“. Power kann sich kaum bewegen und hat starke Schmerzen. Zudem hat er sich auch noch eines von drei Bändern im rechten Schultereckgelenk gerissen. Das aber ist nicht wirklich das Problem. Die Prellung bedeutet höchstwahrscheinlich das verfrühte Saisonende. Je länger die Playoffs für die Falken dauern, desto größer wird die Chance, dass Aaron Power noch einmal das Heilbronner Trikot tragen wird, doch die Chancen aufs Halbfinale sind durch die Abwehr-Misere deutlich gesunken.
Power ist zudem nicht nur ein Verlust, wenn es ums Toreverhindern geht. Auch in Überzahl spielt er eine wichtige Rolle. Vor seinen Distanzkrachern hatten die Gegner viel Respekt. Selbst wenn Powers Schüsse gut geblockt wurden, entstanden doch Lücken, die andere Falken-Spieler nutzen konnten.
Abwehr-Rotation
Seine fünf verbliebenen Verteidiger wird Rico Rossi während des Spiels in Weißwasser durchrotieren lassen. „Wir werden vor allem zu Beginn wohl eher hinten drin stehen“, sagt der Trainer. „Gerade in dieser Situation dürfen wir nicht zu offen sein.“ Die Abwehrleistung war in sehr vielen Spielen dieser Saison der große Trumpf - diesmal muss man Schlimmes befürchten. Doch Rico Rossi lässt sich seine positive Einstellung trotz aller Rückschläge nicht nehmen. „Nein, eine Saison mit so vielen Ausfällen habe ich in meiner Karriere noch nicht erlebt“, sagt er. „Aber wir sind es gewohnt. Wichtig ist, dass sich die Spieler, die auf dem Eis sind, voll konzentrieren.“ Dass der Heim-Auftakt der Playoffs mit einer Niederlage endete, lag vor allem an Konzentrationsschwächen. Dies soll sich nicht wiederholen.
Im letzten Spiel des Jahres 2008, einen Tag vor Silvester, haben die Falken bewiesen, dass sie auch geschwächt in Weißwasser bestehen können. Damals klemmte es im Angriff, doch am Ende triumphierten Rico Rossis Mannen mit 4:1.
Füchse-Stürmer Saggau hat trotz des Auswärtssieges den Respekt vor den Falken nicht verloren: „Es wird darauf ankommen, dass wir defensiv wieder gut stehen“, sagt er. „Wenn wir im Powerplay dann wieder so stark sind wie am Dienstag, haben wir eine echte Chance.“ Die Heilbronner Falken sind angeschlagen, aber längst noch nicht ausgeknockt. Nicht erst im zweiten Heimspiel am Sonntag soll die Wende eingeleitet werden.
Quelle: www.stimme.de