Weltweite Wirtschaftskrise verringert finanziellen Spielraum
Mit dem Play-Off-Einzug haben die Lausitzer Füchse ihren Status als sportliches Aushängeschild der Region untermauert. Genau entgegengesetzt läuft in Zeiten der weltweiten Krise die wirtschaftliche Entwicklung.
Mit dem Sieg im ersten Play-Off-Viertelfinale gegen Heilbronn hatten die Bundesliga-Cracks die sportliche Vorlage für den einen Tag später stattfindenden Sponsorenabend geliefert. Für diese Leistung wurden Trainer Thomas Popiesch und die kleine Spielerabordnung um Kapitän Sebastian Klenner mit viel Beifall von den rund 80 anwesenden Sponsoren bedacht.
Ungewohnt offensiv informierten die Verantwortlichen der Füchse die anwesenden Gönner des Eishockeyteams über die wirtschaftliche Lage der SpielbetriebsGmbH. Transparenz bewies in seinem Vortrag Füchse-Geschäftsführer René Reinert, als er auf Einnahmen- und Ausgabenstellen detailliert einging. So entfallen 65 Prozent, des mit rund 1,1 Millionen Euro angegebenen Etats, auf Personalkosten. Ein Heimspiel schlägt durchschnittlich mit 5.000 Euro Aufwendungen – unter anderem Verbandsabgaben, Hallenmiete und Security – zu Buche.
Die Annahme, dass steigende Zuschauerzahlen für eine spürbare Entlastung der Kostenseite führen, wurden mit dem Fakt widerlegt, dass „nur“ 29 Prozent des Etats von Zuschauereinnahmen gedeckt werden. Der Löwenanteil der benötigten Gelder kommt von den Sponsoren, die rund 68 Prozent zusteuern.
In Anbetracht der durch die Wirtschaftskrise teilweise wegfallenden Sponsoringeinnahmen, stehen die Füchse zukünftig am finanziellen – und damit auch sportlichen – Scheideweg. Der geldwerte Unterschied zwischen der sportlichen Etablierung in der zweiten Eishockey-Bundesliga oder Abstiegskampf und einem eventuell folgenden Absinken in die Drittklassigkeit wurde mit rund 250.000 Euro beziffert.
„Wir müssen allen Sponsoren für ihren großen Anteil am derzeitigen sportlichen Höhenflug dankbar sein. Wir sind stolz darauf, dass unsere Erfolge deutlich spürbar von den Menschen in unserer Region positiv aufgenommen werden. Gleichzeitig hoffen wir aber, dass die Sponsorenausfälle durch andere Unternehmen abgefangen werden können, um das derzeitige Niveau zu halten“, bittet Füchse-Kapitän Sebastian Klenner um Unterstützung bei möglichen Geldgebern. S. Hache
Politik und Wirtschaft Hand in Hand, eine der Hoffnungen der Füchse – Der Görlitzer Landrat Bernd Lange (rechts) und Vattenfall-Tagebauleiter Siegfried Körber. Foto: Hache
Mit dem Play-Off-Einzug haben die Lausitzer Füchse ihren Status als sportliches Aushängeschild der Region untermauert. Genau entgegengesetzt läuft in Zeiten der weltweiten Krise die wirtschaftliche Entwicklung.
Mit dem Sieg im ersten Play-Off-Viertelfinale gegen Heilbronn hatten die Bundesliga-Cracks die sportliche Vorlage für den einen Tag später stattfindenden Sponsorenabend geliefert. Für diese Leistung wurden Trainer Thomas Popiesch und die kleine Spielerabordnung um Kapitän Sebastian Klenner mit viel Beifall von den rund 80 anwesenden Sponsoren bedacht.
Ungewohnt offensiv informierten die Verantwortlichen der Füchse die anwesenden Gönner des Eishockeyteams über die wirtschaftliche Lage der SpielbetriebsGmbH. Transparenz bewies in seinem Vortrag Füchse-Geschäftsführer René Reinert, als er auf Einnahmen- und Ausgabenstellen detailliert einging. So entfallen 65 Prozent, des mit rund 1,1 Millionen Euro angegebenen Etats, auf Personalkosten. Ein Heimspiel schlägt durchschnittlich mit 5.000 Euro Aufwendungen – unter anderem Verbandsabgaben, Hallenmiete und Security – zu Buche.
Die Annahme, dass steigende Zuschauerzahlen für eine spürbare Entlastung der Kostenseite führen, wurden mit dem Fakt widerlegt, dass „nur“ 29 Prozent des Etats von Zuschauereinnahmen gedeckt werden. Der Löwenanteil der benötigten Gelder kommt von den Sponsoren, die rund 68 Prozent zusteuern.
In Anbetracht der durch die Wirtschaftskrise teilweise wegfallenden Sponsoringeinnahmen, stehen die Füchse zukünftig am finanziellen – und damit auch sportlichen – Scheideweg. Der geldwerte Unterschied zwischen der sportlichen Etablierung in der zweiten Eishockey-Bundesliga oder Abstiegskampf und einem eventuell folgenden Absinken in die Drittklassigkeit wurde mit rund 250.000 Euro beziffert.
„Wir müssen allen Sponsoren für ihren großen Anteil am derzeitigen sportlichen Höhenflug dankbar sein. Wir sind stolz darauf, dass unsere Erfolge deutlich spürbar von den Menschen in unserer Region positiv aufgenommen werden. Gleichzeitig hoffen wir aber, dass die Sponsorenausfälle durch andere Unternehmen abgefangen werden können, um das derzeitige Niveau zu halten“, bittet Füchse-Kapitän Sebastian Klenner um Unterstützung bei möglichen Geldgebern. S. Hache
Quelle: www.wochenkurier.info