Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Heilbronner Falken sind zurück
23.03.2009 | 08:11 Uhr von
Von Marco Scheinhof

Eishockey - Am Samstag war die Zeit für Krisentreffen. 0:2 lagen die Heilbronner Falken nach zwei Spielen der Playoff-Serie gegen die Lausitzer Füchse zurück. Zeit zum Handeln. Also bestellte Trainer Rico Rossi seine Führungsspieler Luigi Calce, Torsten Fendt, Frank Petrozza und den verletzten Kapitän Jean-Francois Caudron zu sich ins Büro. Es gab wichtige Entscheidungen zu treffen. „Ich musste einfach etwas ändern. Da ich in der Abwehr und im Sturm keine Alternativen habe, blieb nur die Torhüterposition“, sagte Rossi. Also entschied er, in Partie Nummer drei Sebastian Vogl statt Marek Mastic zu bringen. Mit Erfolg: Am Sonntag gewannen die Falken gegen Weißwasser mit 4:2 (2:0,1:0,1:2) und haben damit in der Best-of-seven-Serie auf 1:2 verkürzt. Nun ist wieder vieles möglich, der Traum vom Halbfinale ist noch nicht ausgeträumt.

Weckruf

„Dieser Torwartwechsel hatte nichts mit Mastics Leistung zu tun. Das war keine leichte Entscheidung für mich. Ich wollte aber einfach einen Weckruf für die Mannschaft“, sagte Rossi. Denn: „Wir haben zuletzt nicht schlecht gespielt, aber für ein Playoffspiel einfach nicht gut genug.“ Die Lausitzer Füchse waren aggressiver, hatten mehr Biss und Zug zum Tor gezeigt. Auch diese Unterschiede zwischen beiden Mannschaften waren Thema am Samstag gewesen. Nach dem Treffen mit seinen Führungsspielern hatte Rossi noch einmal eindringlich mit der Mannschaft geredet. Er hatte ihnen die missliche Lage deutlich vor Augen geführt. „Schon danach im Training hatte ich den Eindruck, dass alle viel aufmerksamer und heißer auf den Sieg sind“, so Rossi.
Vor allem dieser unbedingte Wille hatte am Freitag bei der 1:4-Niederlage in Weißwasser gefehlt. Am Sonntag war er zurück im Team der Falken. Prompt gelang der so wichtige erste Sieg. „Jetzt ist wieder alles offen. Ein 0:3-Rückstand wäre dagegen kaum mehr aufzuholen gewesen “, freute sich Rossi. Endlich hatte sein Team die für die Playoffs nötigen Eigenschaften gezeigt. Grund für den Erfolg war zudem die etwas bessere personelle Lage im Vergleich zum Freitag. In der Abwehr waren Marco Schütz und Marco Müller zurück, so dass Rossi sieben Verteidiger hatte. Im Sturm konnte er dank Michael Filobok und den Mannheimer Jungadlern Marc El-Sayde und Matthias Plachta sogar vier Sturmreihen aufbieten.

Zunächst hatten die Falken am Sonntagabend leichte Probleme, den Elan der Gäste zu stoppen. Nach etwa acht Minuten bekamen die Gastgeber die Partie jedoch immer besser in Griff. Zudem war diesmal auf die Überzahl Verlass. So nutzten die Falken in der 15. Minute, dass sie zwei Mann mehr auf dem Eis hatten. Ian MacNeil gelang das 1:0. Die anschließende 5:4-Überzahl brachte das 2:0. Diesmal war André Schietzold erfolgreich (16.). Klare Verhältnisse herrschten ab der 27. Minute, als Nico Pyka eine weitere Überzahl mit dem 3:0 abschloss. Pech hatte Derek Edwardson, als er in der 28. Minute nur den Pfosten traf.

Doch die Lausitzer Füchse gaben nicht auf. Bei einer 5:3-Überzahl traf Carsten Gosdeck allerdings nur die Latte (36.). Viel Arbeit hatte Schiedsrichter Stefan Vogl. Immer wieder trafen sich Spieler, um ihre Meinungsverschiedenheiten handgreiflich zu klären. Folgerichtig gab es zahlreiche Strafzeiten. Im dritten Abschnitt wurde es für die Falken eine Zitterpartie. Die Gäste nutzten eine Überzahlsituation zum 1:3 durch Sven Valenti (44.). Nun waren die Gastgeber völlig von der Rolle, so dass Patrick Saggau gar noch das 2:3 (45.) gelang. Axel Hackert sorgte spät für die Entscheidung (60.).


Falken - Lausitzer Füchse 4:2 (2:0,1:0,1:2)

Tor: Vogl, (Mastic).

Abwehr: Pyka, Schütz, Ackermann, Müller, Fendt, Anderson, Brückner.

Angriff: Petrozza, Hackert, El-Sayed, Samendinger, Edwardson, Filobok, MacNeil, Schlager, Calce, Plachta, Birbraer, Schietzold.

Tore:1:0 (15.) MacNeil, 2:0 (16.) Schietzold, 3:0 (27.) Pyka, 3:1 (44.) Valenti, 3:2 (45.) Saggau. 4:2 (60:) Hackert.

Schiedsrichter: Vogl.

Zuschauer: 2056.

Strafminuten: 67/72.

quelle: www.stimme.de
1215 mal gelesen
 
1 | Jupp | 23.03.2009 @ 13:06
der Torwart scheint die Lösung der vielen Strafen von Herrn Schiri Vogl zu sein (laut Gerüchten Verwandschaft) ja toll
2 | Dynamix12 | 23.03.2009 @ 13:50
Wegen Verwandschaft. Vorteil Heilbronn.
3 | dynamo | 24.03.2009 @ 17:53
Das wäre der Hit, wenn die was miteinander zu tun haben. Bitte prüfen!
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