Die Eisarena
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Falken holen 5:2-Sieg- Jetzt ist wieder alles drin
24.03.2009 | 23:11 Uhr von
Von Marco Scheinhof

Eishockey - Das Selbstvertrauen ist groß gewesen. „Wir sind stärker als Weißwasser“, hatte Falken-Stürmer Frank Petrozza vor dem vierten Viertelfinalspiel in der zweiten Bundesliga getönt. Trotz eines 1:2-Rückstandes in der Playoff-Serie waren die Heilbronner voller Selbstvertrauen zu den Lausitzer Füchsen gefahren. Mit einem weiteren Erfolg sollte der 2:2-Ausgleich nach Siegen gelingen. Und die Falken ließen Taten folgen. Durch den 5:2 (1:2,3:0,1:0)-Erfolg sind die Mannen von Trainer Rico Rossi zurück in der Serie und haben sich wieder den Heimvorteil geholt. Nun müssen sie im Heimspiel am Freitag nachlegen. Mit einem weiteren Erfolg könnten sie erstmals in Führung gehen.

Tagesform entscheidet

Torsten Fendt hatte es geahnt. „In dieser knappen Serie kommt viel auf die Tagesform an“, hatte der Falken-Verteidiger nach dem 4:2-Heimsieg am Sonntagabend gesagt. Das war am Dienstag nicht anders. Von der ersten Minute an zeigten beide Mannschaften ihren Willen, den Sieg einzufahren. Zunächst mit besserem Beginn für die Gäste. Nachdem die erste Drangperiode der Lausitzer Füchse überstanden war, gelang Frank Petrozza mit seinem zweiten Playoff-Treffer das wichtige 1:0 (10.). Für Unruhe oder gar Chaos sorgte er damit aber bei den Gastgebern nicht. Konzentriert spielte die Truppe von Thomas Popiesch weiter und belohnte sich zunächst mit dem 1:1-Ausgleich (16.) durch Reagan Rome, dann mit dem 2:1 (19.) durch Preston Mizzi. Die Wende war geglückt, die Falken aber brachen nicht auseinander. Ganz im Gegenteil.

Stürmisch starteten die Gäste in den zweiten Abschnitt. Sie kämpften, sie rackerten und sie hatten Erfolgsmomente. Ian MacNeil sorgte mit dem 2:2 (25.) für großen Jubel bei den etwa 20 mitgereisten Falken-Fans. Noch besser wurde es in Minute 29, als Axel Hackert in Unterzahl das 3:2 gelang. Es war bereits Hackerts vierter Treffer in der Playoff-Serie gegen Weißwasser. Der Stürmer hatte dabei von einem Fehler von Torwart Ryan MacDonald profitiert.

Plötzlich zeigten die Lausitzer Füchse erstmals in dieser Serie, dass auch sie von Nervosität und zitternden Händen geplagt sind. Die Falken nutzten das und legten nach. Als sie mit zwei Mann mehr auf dem Eis waren, gelang Luigi Calce das 4:2 (38.). Einen weiteren Rückschlag erlebten die Gastgeber kurz vor Drittelende. Nach einem heftigen Kniecheck gegen Frank Petrozza musste Patrick Strauch vorzeitig in die Kabine. Schiedsrichter Stefan Vogl hatte ihn mit einer Spieldauerstrafe bedacht. Damit fehlt Strauch den Füchsen auch am Freitag beim fünften Spiel in Heilbronn.

Abwehr steht

Im dritten Abschnitt traten die Falken weiterhin sehr konzentriert auf. Die schon über die gesamte Saison starke Abwehr ließ kaum mehr Chancen für die Gastgeber zu. Auch Torwart Sebastian Vogl, der erneut für Marek Mastic zum Einsatz kam, zeigte eine ordentliche Leistung. Hinzu kam, dass die Lausitzer Füchse in der Offensive kaum mehr produktive Ideen hatten. Die Falken hatten ihnen den Schneid abgekauft. Harlan Anderson machte mit dem 5:2 alles klar (60.). „Wenn wir gewinnen, bin ich überzeugt, dass Weißwasser am Boden ist“, hatte Petrozza vor dem Spiel gesagt. Der Sieg ist gelungen, am Freitag gilt es nachzulegen. Psychologisch sollte jetzt aber Heilbronn im Vorteil sein.

Lausitzer Füchse - Falken 2:5 (2:1,0:3,0:1)
Tor: Vogl, (Mastic).
Abwehr: Pyka, Schütz, Ackermann, Müller, Fendt, Anderson, Brückner.
Angriff: Petrozza, Hackert, Samendinger, Edwardson, MacNeil, Schlager, Calce, Birbraer, Schietzold.
Tore: 0:1 (10.) Petrozza, 1:1 (16.) Rome, 2:1 (19.) Mizzi, 2:2 (25.) MacNeil, 2:3 (29.) Hackert., 2:4 (38.) Calce , 2:5 (60.) Anderson.
Schiedsrichter: Vogl.
Zuschauer: 2180; Strafminuten: 41/34.

Finanzprobleme

Auf einem Sponsorenabend kündigte die Führung der Lausitzer Füchse ein finanzielles Defizit für das Ende dieser Zweitliga-Saison an. Die Einnahmeausfälle hätten sich auf etwa 225.000 Euro summiert. Geschäftsführer René Reinert versucht nun, das fehlende Geld irgendwie bis zum Saisonende aufzutreiben. Falls das nicht gelingt, müsste er schon auf den Etat der kommenden Saison zugreifen.

quelle: www.stimme.de
917 mal gelesen
 
1 | mika | 24.03.2009 @ 23:46
mann sind die langsam das mit dem 225000 WAR SCHON NE WEILE BEKANNT TYPISCH HEILBRONN
2 | Fredi | 25.03.2009 @ 08:42
...uns siehe letzter Satz im Spielbericht " Vorteil Heilbronn" Ich glaube, wenn die mit 4:0 ausgeschieden wären hätten die trotzdem Vorteil gehabt!
3 | mat | 25.03.2009 @ 17:29
„Wenn wir gewinnen, bin ich überzeugt, dass Weißwasser am Boden ist“, hatte Petrozza vor dem Spiel gesagt. Die Jungs quatschen vor, nach & vorallem IM SPIEL ne Menge. So was wie gestern hab ich noch nicht gesehn. Vorallem Mr.Calce!!!
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