Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Schmerzhafte Lehrstunde für die Füchse
26.03.2009 | 12:53 Uhr von
Die Niederlage der Lausitzer Füchse im vierten Playoff-Spiel gegen Heilbronn war eine schmerzhafte Lehrstunde. Sie zeigte deutlich: Nur als Team hat Weißwasser eine Chance. Die Spieler übten anschließend harte Selbstkritik – gerade noch zur rechten Zeit?
Jemand schien am Dienstagabend im Fuchsbau die Uhr zurückgedreht zu haben. Denn pünktlich zur nochmaligen Rückkehr des Winters in die Lausitz spielten auch die Gastgeber wie im Dezember und Januar. Sie spielten also schlecht. Vor allem spielten sie bei der 2:5-Heimniederlage nicht miteinander, sondern meistens nebeneinander.
So wie damals, als sie in der Tabelle Stück für Stück nach unten rutschten. Über die Ursachen des Rückfalls konnte auch Trainer Thomas Popiesch nur rätseln. „Wenn es nicht so gut läuft, dann will jeder Spieler Verantwortung übernehmen und trifft dann Entscheidungen, die nicht normal sind“, analysierte Popiesch.

Entsprechend unnormal wirkte auch das Spiel der Gastgeber nach zuvor drei guten Leistungen in der Viertelfinal-Serie gegen Heilbronn. Die Füchse waren in den Zweikämpfen meistens nur zweiter Sieger. Ihr Überzahlspiel war viel zu drucklos, das Unterzahlspiel nicht konsequent genug. Oder wie es Sturm-Routinier Ervin Masek bemerkenswert selbstkritisch umschrieb, einfach „eine Katastrophe“. Zur schwachen Gesamtleistung passte irgendwie, dass mit Torhüter Ryan MacDonald auch ein Leistungsträger der vergangenen Wochen diesmal patzte. Der Kanadier spielte bei einem Rettungsversuch hinter seinem Kasten dem Heilbronner Stürmer Axel Hackert den Puck genau auf den Schläger. Hackert schob ihn dann ins leere Tor.

Vielleicht war es ja die zwischenzeitliche 2:1-Führung im ersten Drittel, die den Füchsen nicht bekam, sie leichtsinnig werden ließ. „Wir haben gedacht, es läuft so weiter und wir schießen sie endgültig ab“, ärgert sich Ervin Masek.

Genauso kritisch ging Marvin Tepper mit der Leistung ins Gericht. „Wir haben gedacht, wir sind schon die Größten“, nennt er eine der Ursachen für die bittere Heim-Niederlage und räumt ein: „Das war leider wieder das andere Gesicht unserer Mannschaft.“

Im fünften Spiel am Freitag in Heilbronn müssen die Füchse wieder ihr richtiges Gesicht zeigen. Denn nach dem Ausgleich zum 2:2-Gesamtstand sind jetzt die Falken psychologisch im Vorteil. Als besser platziertes Team nach der Hauptrunde haben sie im möglicherweise entscheidenden Spiel sieben Heimrecht. Aber die Selbstkritik der Füchse spricht dafür, dass die Mannschaft ihre Fehler erkannt hat. „Sie ist intelligent genug, um diese Fehler bis Freitag abzustellen. Wir werden nicht noch mal so ein Spiel abliefern“, ist Trainer Popiesch überzeugt.

Statt mit einem Heimsieg am Dienstag auf 3:1 davonzuziehen, stehen die Füchse also jetzt wieder mit dem Rücken zur Wand. Genauso wie damals nach der mickrigen Punktausbeute im Dezember und Januar. Popiesch jedenfalls sieht in dieser nicht ungewohnten Ausgangsposition eine zusätzliche Motivation. „Vielleicht kann diese Mannschaft mit einer komfortablen Situation nicht umgehen. Vielleicht braucht sie Druck, Stress und Hektik – all das hat sie jetzt.“ Denn noch zwei Siege müssen her.

Von Frank Noack

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 26. März 2009
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