Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Heilbronner Falken verzweifeln an Ryan MacDonald
28.03.2009 | 12:12 Uhr von
Von Frank Thümmler

Die Lausitzer Füchse lassen nach einer Führung nach dem ersten Drittel keinen Treffer mehr zu und haben jetzt zwei Matchbälle.
Vor dem Spiel sprach vor allem der Trend gegen die Füchse, die nach zwei Siegen in der Best-of-Seven-Serie zuletzt zwei Niederlagen hinnehmen mussten. Andererseits war der Druck bei den Falken, die als Tabellendritter als Favoriten in das Viertelfinale gegangen warn und nun erstmals in der Serie in Führung gehen konnten. Aber bisher waren beide Spiele in der Heilbronner Lavatec-Arena eng.

Nervöser begannen allerdings die Lausitzer Füchse, bei denen Stürmer Mike Sullivan statt Verteidiger Boris Flamik als sechster Ausländer mitwirkte. Die Weißwasseraner leisteten sich in der Anfangsphase eine ganze Reihe von Fehlpässen und gerieten in eigener Überzahl in Rückstand. Zum Glück war Christopher Straube wenig später zur Stelle und konnte auf Vorlage von Thomas Götz ausgleichen. Auch den nächsten Treffer der Heilbronner machten die Füchse wenig später durch Rome schnell wieder wett. Bei beiden Toren machte der in den Spielen zuvor so starke Sebastian Vogl im Tor der Falken keine gute Figur, ganz anders als sein Gegenüber Ryan MacDonald, der die Füchse mit großartigen Paraden gerade in der Anfangsphase im Spiel hielt. Die Füchse spielten jetzt mutiger nach vorn und hatten Chancen durch Götz, Straube und Gosdeck. Die Falken bekamen Probleme und fast folgerichtig Strafen. Kapitän Sebastian Klenner nutzte die Überzahl zu einem Distanzschuss, der den Weg ins Tor fand und für die erste Führung der Füchse sorgte. Die nahmen die Lausitzer auch in die erste Drittelpause.



Da ist dicht: Füchse-Goalie Ryan MacDonald lässt Falken-Spieler Nico Pyka keine Lücke. Foto: Peter Aswendt


Im Mitteldrittel sollten die Füchse offensichtlich mehr Wert auf eine stabile Deckung legen. Das aber gelang nur bedingt. Während die Gäste kaum eigene gute Torchancen hatten, hatten die Falken den Ausgleich mehrfach auf dem Schläger. Aber Ryan MacDonald im Füchse-Tor war immer wieder der Sieger: gegen Pyka, der von der Strafbank kommend allein auf ihn zu lief, gegen einen verdeckten Schuss von Calce, gegen Hackert …, die Falken verzweifelten am Goalie der Lausitzer Füchse. Auch in der Schlussphase des Drittels, als die Füchse fünf Minuten lang nur in Unterzahl agieren mussten, war MacDonald der Turm in der Schlacht.

Die Abwehrschlacht ging im Schlussdrittel weiter. Eine Unterzahl überstanden die Füchse relativ problemlos, aber dann wäre den Falken mit einem Flatterschuss fast der Ausgleich gelungen, MacDonald konnte den Puck gerade so an den Pfosten lenken. Die Füchse konnten das Spiel danach wieder ausgeglichener gestalten, aber kassierten in eigener Überzahl fast den Ausgleich. Lehnigk konnte den durchgebrochenen Calce nur mit unfairen Mitteln stoppen. Es gab Penalty, bei dem nur einer Sieger war: Ryan MacDonald. IN den letzten zehn Minuten boten die Füchse eine ganz starke Defensivleistung, ließen nicht mehr allzu viel zu und hatten (Masek, Sullivan) bei Kontern den vierten Treffer auf dem Schläger. Die Falken versuchten natürlich alles, nahmen kurz vor Schluss auch ihren Torwart heraus, aber die Füchse erkämpften den Puck und Chris Straube traf ins leere Tor. Der Jubel bei den Füchsen und über 200 Weißwasseraner Fans war riesengroß. Jetzt haben die Lausitzer Füchse zwei „Matchbälle“: Am Sonntag zu Hause (17.00 Uhr), und wenn der vergeben werden sollte, am kommenden Dienstag in Heilbronn noch einen – in einem dann alles entscheidenden siebenten Spiel.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 28.03.2009
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