Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Roche knallt die Füchse ins Halbfinale
30.03.2009 | 05:46 Uhr von
Erst ließ es Kenny Roche krachen und erzielte in der Verlängerung den entscheidenden Treffer zum 4:3-Sieg der Lausitzer Füchse gegen die Heilbronner Falken, anschließend bebte dann die Halle: Eishockey-Weißwasser feierte am Sonntagabend überschwänglich den Einzug ins Playoff-Halbfinale.
Der stramme Schuss von Roche unter die Querlatte bescherte den Füchsen den größten Erfolg in der jüngeren Vereinsgeschichte. Zum ersten Mal seit elf Jahren haben sie wieder die Runde der besten vier Mannschaften in der 2. Bundesliga erreicht. Und diesen Triumph feierte die Mannschaft ausgelassen mit den Fans, die zuvor allerdings durch ein Wechselbad der Gefühle gehen mussten. Denn ausgerechnet Torhüter Ryan MacDonald als einer der ganz großen Leistungsträger im bisherigen Sausonverlauf drohte erneut zum tragischen Helden zu werden. Sechs Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit verlor MacDonald wie schon in Spiel Nummer vier am Dienstag bei einem Ausflug hinter das Tor den Puck und ermögliche Heilbronn so den glücklichen 3:3-Ausgleich durch Derek Edwardson. Roche mit seinem Kracher sorgte dann jedoch dafür, dass auch MacDonald am Ende aufatmen und jubeln konnte. „Die ganze Region ist stolz auf diese Mannschaft, genau wie ich auch“, sagte Füchse-Trainer Thomas Popiesch und ergänzte: „Wir mussten in der Saison und auch in dieser Playoff-Serie viele Nackenschläge wegstecken. Als alle den Genickbruch erwartet haben, ist die Mannschaft immer wieder aufgestanden und hat sich zurückgekämpft.“
Die 2690 Zuschauer im Fuchsbau erlebten im sechsten Spiel erneut packendes Playoff-Eishockey, das die anderen Partien in punkto Dramatik noch überbot. Die Gastgeber standen sogar schon frühzeitig vor dem K.o., denn nach dem Heilbronner Doppelschlag durch Matthias Plachta (7. Minute) und Ian MacNeil (8.) hätte Falken-Kapitän Luigi Calce kurz danach sogar auf 3:0 erhöhen. Er scheiterte nach einem schweren Patzer von Füchse-Verteidiger Reagan Rome jedoch freistehend an Ryan MacDonald (10.). Der Torhüter legte damit den Grundstein für die Aufholjagd der Gastgeber. Sie rannten jetzt schwungvoll an und kamen folgerichtig zum Ausgleich. Sven Valenti sorgte noch im ersten Drittel für das 1:2 (14.), Thomas Götz erzielte das 2:2 (28.). Anschließend hatten die Füchse jedoch erneut bange Sekunden zu überstehen. Fast zwei Minuten lang mussten sie eine 3:5-Unterzahlsituation bewältigen. Die Spieler um Kapitän Sebastian Klenner warfen sich in dieser Phase mit letzter Kraft in die Heilbronner Schüsse. Auf der anderen Seite ließ Falken-Keeper Sebastian Vogl in der 33. Minute einen Schuss von Chris Straube nach vorn prallen, Ervin Masek schob den Puck zur 3:2-Führung ins Netz.

Danach drängte Weißwasser auf den vierten Treffer. Heilbronn schwächte sich kurz vor Ende des zweiten Drittels durch eine Unbeherrschtheit von Kapitän Luigi Calce selbst. Nach einem Bandencheck gegen Kevin Young war für Calce die Partie mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe beendet.

Im letzten Drittel hatten die Gastgeber genügend Chancen, um mit dem 4:2 für die Vorentscheidung zu sorgen. Stattdessen kam Heilbronn durch den Fehler von Ryan MacDonald zum 3:3-Ausgleich, bevor Roche in der Verlängerung alles klar machte. „Es war eine sehr enge Serie, die auch anders hätte ausgehen können. Aber so ist es eben im Sport: Wir haben Sommerpause und Weißwasser steht im Halbfinale“, zeigte sich Falken-Coach Rico Rossi nach einer umkämpften Serie als sehr fairer Verlierer.

Von Frank Noack



Da war es vollbracht: In der achten Minute der Verlängerung erzielte Kenny Roche (l.) mit einem strammen Schuss das erlösende 4:3. Danach gab es für ihn und seine Teamkollegen kein Halten mehr. Foto: Aswendt


Quelle: Lausitzer Rundschau vom 30. März 2009
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