Mit ihrem Sieg über die Heilbronner Falken haben die Lausitzer Füchse am Sonntag den größten Erfolg ihrer jüngeren Vereinsgeschichte vollbracht: Die Weißwasseraner stehen im Halbfinale der 2. Eishockey-Bundesliga. Die RUNDSCHAU hat sich umgehört, was Freunde und Förderer des Eissports zu der guten Nachricht sagen.
Nur noch dunkel kann sich Wolfgang „Alex“ Fischer an den letzten derartigen Erfolg „seiner“ Füchse erinnern. Um so mehr hat sich Fischer, der bis 1976 selbst als Torwart bei den Füchsen gespielt hat und heute die Kleinschüler B, die Torwarte und die Laufgruppe trainiert, am Sonntagabend gefreut. Natürlich hat er das Spiel live im Fuchsbau erlebt. „So wie eigentlich jedes Spiel“, sagt er. „Es ist toll, dass alles so eingetroffen ist, wie wir gehofft hatten.“ Auch bei seinen Trainingsgruppen werde der Erfolg mit Sicherheit für einen zusätzlichen Motivationsschub sorgen. Wolfgang Fischer ist sich nun sicher, dass die Füchse ihren nächsten Gegner Bietigheim zwar ärgern, aber eher nicht besiegen werden. „Es wird aber keinen Durchmarsch für Bietigheim geben.“
Oberbürgermeister Hartwig Rauh, wiewohl am Sonntag nicht direkt dabei im Eisstadion, war über das Spiel immer auf dem Laufenden geblieben, während er als Gast, bei der Einführungsveranstaltung von „Pro Christ“ weilte. „Ich bin über SMS informiert worden“, verrät er. „Natürlich war das Telefon stumm und auf Vibration geschaltet.“ Der Tag danach ist für Rauh ein wunderschöner: „Die Sonne scheint, die Weißwasseraner gehen mit stolzgeschwellter Brust durch die Stadt. Das Vertrauen in die Mannschaft und den Trainer, das hat sich ausgezahlt. Ich habe immer gesagt: Diese Mannschaft, die den Saisonauftakt so hervorragend hinbekommen hat, die kann nicht ernsthaft so abrutschen. Es ist auch ein Arbeitssieg, denn es ist schon auffällig gewesen, wie oft die Füchse eigentlich die bessere Mannschaft waren, aber nicht durch Tore belohnt wurden. Das Ziel war der Klassenerhalt, das muss man sich immer vor Augen halten. Und dieses Ziel ist jetzt mehr als erreicht.“
Als sehr emotional habe er das Spiel gegen Heilbronn erlebt, sagt Bernard Stefan, Vorsitzender des Eissportvereins Weißwasser, bis endlich die große Erleichterung durch Kenny Roches Tor kam. „Man hat gesehen, dass sie gewinnen wollten“, sagt Stefan. „Mit diesem Sieg haben sie der gesamten Lausitz das seit langem schönste sportliche Erlebnis geschenkt. Vielleicht ist es auch ein Signal an die Sponsoren - die neuen und die bestehenden - die Lausitzer Füchse weiter zu unterstützen. Die Eissporthalle war brechend voll. Wenn die Füchse so spielen, würden wir auch eine größere Halle füllen.“
André Gattke (23) ist Eishockey-Fan und organisiert auch die Busfahrten zu den Auswärtsspielen. Er ist bei fast jedem Spiel dabei. „Anfangs habe ich ihnen das zugetraut, doch dann sah es ja nicht mehr so gut aus. Erst zum Schluss haben die Füchse wieder zu ihrem Teamgeist gefunden und sind damit in der Erfolgsspur“, sagt er. Es sei etwas ganz anderes, der Mannschaft beim Siegen zuzuschauen als immer nur gegen den Abstieg zu spielen, wie in den letzten Jahren. „Ich denke, dass jetzt in dieser Runde Schluss sein wird, denn Bietigheim ist sehr stark und will wahrscheinlich aufsteigen.“
„Einfach nur geil!“ Das ist das erste Resümee von Silko Hoffmann, Vorsitzender des Füchse-Fanrates. „Halbfinale – wer hätte das schon auf dem Zettel gehabt im Dezember? Das zeigt: Jede Mannschaft ist schlagbar, und warum sollte Weißwasser nicht für eine Überraschung sorgen. Bietigheim ist sicher der härteste Brocken in der 2. Liga, aber auch die haben wir zu Hause schon 1:0 geschlagen. Machbar ist das.“
So viel Zuversicht hat auch Weißwassers Finanzbürgermeister Ronald Krause (SPD): „Den Füchsen traue ich mittlerweile alles zu. Es würde mich nicht wundern, wenn sie auch noch andere Mannschaften ausschalten. Sicher, Fehler werden immer gemacht. Wenn ich so an unseren Torwart denke – der macht es ja immer ein bissel spannend mit seinen Ausflügen hinter das Tor.“
Peggy Schüller hat die Eishockeyspiele im Radio verfolgt und freut sich über die guten Leistungen. „Das ist auch für die ganze Region ein Erfolg“, sagt die 31-Jährige. Sie hofft, dass die Füchse noch weiter kommen.
Von Thoralf Schirmer, Martina Albertund Angelika Brinkop
Nur noch dunkel kann sich Wolfgang „Alex“ Fischer an den letzten derartigen Erfolg „seiner“ Füchse erinnern. Um so mehr hat sich Fischer, der bis 1976 selbst als Torwart bei den Füchsen gespielt hat und heute die Kleinschüler B, die Torwarte und die Laufgruppe trainiert, am Sonntagabend gefreut. Natürlich hat er das Spiel live im Fuchsbau erlebt. „So wie eigentlich jedes Spiel“, sagt er. „Es ist toll, dass alles so eingetroffen ist, wie wir gehofft hatten.“ Auch bei seinen Trainingsgruppen werde der Erfolg mit Sicherheit für einen zusätzlichen Motivationsschub sorgen. Wolfgang Fischer ist sich nun sicher, dass die Füchse ihren nächsten Gegner Bietigheim zwar ärgern, aber eher nicht besiegen werden. „Es wird aber keinen Durchmarsch für Bietigheim geben.“
Oberbürgermeister Hartwig Rauh, wiewohl am Sonntag nicht direkt dabei im Eisstadion, war über das Spiel immer auf dem Laufenden geblieben, während er als Gast, bei der Einführungsveranstaltung von „Pro Christ“ weilte. „Ich bin über SMS informiert worden“, verrät er. „Natürlich war das Telefon stumm und auf Vibration geschaltet.“ Der Tag danach ist für Rauh ein wunderschöner: „Die Sonne scheint, die Weißwasseraner gehen mit stolzgeschwellter Brust durch die Stadt. Das Vertrauen in die Mannschaft und den Trainer, das hat sich ausgezahlt. Ich habe immer gesagt: Diese Mannschaft, die den Saisonauftakt so hervorragend hinbekommen hat, die kann nicht ernsthaft so abrutschen. Es ist auch ein Arbeitssieg, denn es ist schon auffällig gewesen, wie oft die Füchse eigentlich die bessere Mannschaft waren, aber nicht durch Tore belohnt wurden. Das Ziel war der Klassenerhalt, das muss man sich immer vor Augen halten. Und dieses Ziel ist jetzt mehr als erreicht.“
Als sehr emotional habe er das Spiel gegen Heilbronn erlebt, sagt Bernard Stefan, Vorsitzender des Eissportvereins Weißwasser, bis endlich die große Erleichterung durch Kenny Roches Tor kam. „Man hat gesehen, dass sie gewinnen wollten“, sagt Stefan. „Mit diesem Sieg haben sie der gesamten Lausitz das seit langem schönste sportliche Erlebnis geschenkt. Vielleicht ist es auch ein Signal an die Sponsoren - die neuen und die bestehenden - die Lausitzer Füchse weiter zu unterstützen. Die Eissporthalle war brechend voll. Wenn die Füchse so spielen, würden wir auch eine größere Halle füllen.“
André Gattke (23) ist Eishockey-Fan und organisiert auch die Busfahrten zu den Auswärtsspielen. Er ist bei fast jedem Spiel dabei. „Anfangs habe ich ihnen das zugetraut, doch dann sah es ja nicht mehr so gut aus. Erst zum Schluss haben die Füchse wieder zu ihrem Teamgeist gefunden und sind damit in der Erfolgsspur“, sagt er. Es sei etwas ganz anderes, der Mannschaft beim Siegen zuzuschauen als immer nur gegen den Abstieg zu spielen, wie in den letzten Jahren. „Ich denke, dass jetzt in dieser Runde Schluss sein wird, denn Bietigheim ist sehr stark und will wahrscheinlich aufsteigen.“
„Einfach nur geil!“ Das ist das erste Resümee von Silko Hoffmann, Vorsitzender des Füchse-Fanrates. „Halbfinale – wer hätte das schon auf dem Zettel gehabt im Dezember? Das zeigt: Jede Mannschaft ist schlagbar, und warum sollte Weißwasser nicht für eine Überraschung sorgen. Bietigheim ist sicher der härteste Brocken in der 2. Liga, aber auch die haben wir zu Hause schon 1:0 geschlagen. Machbar ist das.“
So viel Zuversicht hat auch Weißwassers Finanzbürgermeister Ronald Krause (SPD): „Den Füchsen traue ich mittlerweile alles zu. Es würde mich nicht wundern, wenn sie auch noch andere Mannschaften ausschalten. Sicher, Fehler werden immer gemacht. Wenn ich so an unseren Torwart denke – der macht es ja immer ein bissel spannend mit seinen Ausflügen hinter das Tor.“
Peggy Schüller hat die Eishockeyspiele im Radio verfolgt und freut sich über die guten Leistungen. „Das ist auch für die ganze Region ein Erfolg“, sagt die 31-Jährige. Sie hofft, dass die Füchse noch weiter kommen.
Von Thoralf Schirmer, Martina Albertund Angelika Brinkop
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 31. März 2009