Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Der Wahnsinn geht weiter!
31.03.2009 | 16:36 Uhr von
Durch einen 4:3-Sieg nach Verlängerung stehen die Lausitzer Füchse erstmals nach elf Jahren wieder im Halbfinale der 2. Liga.


Es war 19.52 Uhr als am Sonntagabend, aus über 2.600 Kehlen ein Schrei der Erlösung kam. Kenny Roche, der 25-jährige US-Amerikaner, hatte soeben das entscheidende Tor in der achten Minute der Verlängerung erzielt, das den Einzug in das Halbfinale der 2. Eishockey-Bundesliga bedeutete. Vorher hatten die Fans im vollbesetzten Fuchsbau eine Achterbahnfahrt der Gefühle erlebt – das sechste Spiel der Serie gegen die Heilbronner Falken war ein Spiegelbild der Saison.
Engagiert zeigten sich die Hausherren zu Beginn der Partie, trotzdem lagen sie nach acht Minuten mit 0:2 hinten, da die Heilbronner ihre Chancen eiskalt nutzten. Nach zehn Minuten dann der wahrscheinliche Knackpunkt der Partie. Falken-Stürmer Luigi Calce – der später eine Spieldauerstrafe erhielt – stürmte allein auf das Gehäuse von Ryan MacDonald zu – und scheiterte. Ein 0:3 zu diesem Zeitpunkt wäre wohl die Vorentscheidung gewesen. So konnten die Füchse aber bis zum Ende des zweiten Drittels die Partie zum 3:2 drehen.
Durch einem Fehler des ansonsten überragenden Torhüters Ryan MacDonald stand es nach Ende der regulären Spielzeit 3:3. Nervenaufreibend die Verlängerung – aber dann kam Kenny Roche... (has)

Impressionen vom Sieg der Füchse finden Sie in der Galerie.

„Wir wissen, wie es geht!“ Stimmen zum Halbfinaleinzug:

Alexander Engel (Verteidiger der Füchse):

„Nach Ryan MacDonalds Missgeschick haben wir uns geschworen, für ihn zu spielen. Vor der Verlängerung waren wir in der Kabine absolut heiß, aber auch hochkonzentriert. Nach dem Tor zum 4:3 fiel von uns allen die Last sofort ab.
Der Kräfteverschleiß ist jetzt schon zu spüren, aber wir werden regenerieren und gegen Bietigheim wieder alles geben. Wir haben sie dieses Jahr auch schon 1:0 besiegt – wir wissen also wie es geht. Spielerisch können wir sicherlich nicht mithalten, aber über den Kampf und die Einstellung werden wir sicherlich unsere Chancen bekommen. Die Unterstützung der Fans ist unglaublich, besonders auswärts in Heilbronn, Bietigheim und München. Vielleicht fahren wir ja auch noch in den Play-Offs nach München?“

Robert Bartlick (Verteidiger):
„Ich freue mich tierisch für unseren Klub, dass wir im Halbfinale sind. Das haben sich hier alle absolut verdient! Mannschaftsintern hatten wir uns das Ziel sichere Play-Off-Teilnahme gesetzt – was jetzt kommt ist Bonus. Vor elf Jahren stand ich beim letzten Bundesliga-Halbfinale noch als Fan auf den Rängen. Jetzt stehe ich selbst vor den besten Fans der Liga auf dem Eis – ein geiles Gefühl.
Wir wissen wie Bietigheim spielt. Auch gegen Heilbronn waren wir Außenseiter und uns hat keiner was zugetraut. Das Team ist heiß, da können uns auch keine Gerüchte aus einer Tageszeitung, dass wir ein Siegverbot hätten, mehr aufhalten.“

+++ Halbfinalgeflüster +++
+++ Spieltermine.
3. April (Auswärts), 5. April (Heim), 7. April (A), 9. April (H) eventuell noch: 11. April (A), 13. April (H), 15. April (A) +++ Tickets. Alle Dauerkartenbesitzer haben für ihre Plätze ein Vorkaufsrecht. Mini-Dauerkarten und Zehnerkarten gelten für die Playoffs nicht. +++ Preise. Stehplatz Erwachsener: 13 Euro, Sitzplatz Erwachsener 18 Euro, Stehplatz ermäßigt 7,50 Euro, Sitzplatz ermäßigt 11 Euro +++ Vorverkauf. Seit 31. März sind die Karten für die Play-Off-Spiele in den WochenKurier-Geschäftsstellen Görlitz, Bautzen, Löbau, Hoyerswerda, Lübben, Bad Liebenwerda, Cottbus, Senftenberg und Kamenz sowie ab 2. April auf der Geschäftsstelle der Füchse erhältlich. +++ Bilanz. Gegen die Steelers aus Bietigheim-Bissingen kam es in dieser Saison zu folgenden Resultaten: 2:4 (A), 1:0 (H), 1:5 (A), 2:5 (H). Nach der Hauptrunde: Steelers 106 Punkte, Füchse 71. +++ Historie. Insgesamt 40 Spiele bestritten beide Teams bisher gegeneinander. 17 Füchse-Siegen stehen 23 Siege der Steelers gegenüber.



„Wohin wird uns noch der Weg in den Play-Offs führen?“, scheinen sich Kenny Roche (links) und Patrick Strauch zu fragen. Foto: Hache


Quelle: www.wochenkurier.info
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