Popeyes Füchse Im FanFokus
Liebe Freunde des traditionsreichen und halbfinalen Weißwasseraner Eishockeys! Es gibt gute Gründe anzunehmen, dass der P.F.I.F.F. auf dem besten Wege ist, sich als sehr ernstzunehmendes Schriftstück zu etablieren. Zwei Indizien fand ich dafür in den letzten Tagen: P.F.I.F.F. Nr. 52 verwöhnte uns mit der korrekten Vorhersage des Play- off- Viertelfinalausgangs gegen die smarten Falken. Und das, obwohl der immer gut und sachgerecht informierte Hoywoyfux, zumeist optimistischer als ich, vor zu viel Träumerei gewarnt hatte. So etwas geht natürlich nicht ohne Strafe ab! Auf höchstrichterliches Geheiß wurde ihm deshalb das Tragen einer sogenannten Offi- Jacke für ein Spiel untersagt. Warum aber hat er die Strafe schon abgesessen, bevor sie ausgesprochen wurde??? --- Falls der eine oder andere User die Passage nicht versteht: Geht mir genau so. --- Und dann war ja zuletzt da noch die Geschichte mit dem „unglaublichen“ Gerücht um Calce und Rossi. Freunde: Wer weiß, was mit unglaublich gemeint ist, der glaubt auch nicht dran. Ganz anders als der MDR. Wie mir aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen zugetragen wurde, soll die bei „Sport im Osten“ verkaufte „Information des MDR“, wonach mit Calce verhandelt werde, auf die letzte Kolumne zurück gehen. Danke- welch’ große Ehre! Nunmehr fühle ich mich aber auch bzw. noch mehr in der Pflicht, nur die Wahrheit und nichts als die Wahrheit zu verkünden. Sonst kriege ich irgendwann noch einen wegen „Falschaussage“ drüber...
Ziemlich falsch war ja in diversen Berichten die Rückrechnung auf den letzten Halbfinaleinzug. Zunächst konnte man da meist von 12 Jahren lesen oder hören. Später wurde im Einzelfall auf „elf“ reduziert. Mit Hilfe unseres Kapitäns und diverser uralter Eishockey- Sonderhefte konnte ich den „größten Erfolg seit elf Jahren“ aufklären. Weil: Wäre es 12 Jahre her, dann hätte ihn Sebastian Klenner noch im Füchse- Dress erleben müssen. So aber spielte mein Vornamensvetter zuletzt 1996/97 für Blau- Gelb- unter Trainer Leos Sulak. In dieser Saison stand noch Thomas Bresagk im Tor, verteidigt hatten z.B. Thomas Schubert und Antonin Necas. Die Sturmreihen komplettierten u.a. Vesa Goman, Jens Schwabe und Thomas Wagner. Letzterer ist aktuell ein „Kolumnistenkollege“ von mir und hat in der Rubrik „Hier treffen sich Freunde“ mit seinem Text „Siegverbot für die Füchse?“ nicht die ganz große Menge Pluspunkte sammeln können. Immerhin 55 Punkte brachte „ES Füchse Weißwasser“ auf das Hacker- Pschorr- Liga- Konto und schaffte damit den direkten Einzug in die hochdotierten Duelle mit dem SC Riessersee um den Alpenpokal. Nur der Chronistenpflicht wegen: Wir wurden nach drei Pleiten am Stück Vizepokalsieger.
Klar, dass dieser Triumph nicht mit einem Play- off- Halbfinale zu vergleichen ist. Das aber gab es dann (letztmalig vor 2009) anno 1998. Trainiert vom unvergessenen Krawattenwerfer Bror Hansson, noch immer mit Brese im Kasten, davor neben Peschi, Otto, Knoto und Ronny Martin auch mit dem größten Liebhaber gepflegter Biere, Ales Flasar- und im Sturm mit solchen Größen wie der „Schwedenplatte mit Böhmischem Knödel“* Samuelsson, Wallin, Kastak, dazu „Ukraine Eismaschine“, Radek Vit, Eddi der Zankovets, Anna Gebauer oder Diplomfeuerwerker in Ausbildung Reddo, lautete das Saisonziel zunächst „Qualifikation für die eingleisige Bundesliga“. Durch Rang sieben nach der Hauptrunde und Platz sechs in der Meisterrunde wurde das Ziel „übererfüllt“. Es folgte das Play- off- Viertelfinale gegen Erding (3:2 n.P., 2:0) und das denkwürdige Halbfinale gegen den EHC Neuwied. Nach 2:4 bei den Bären und einem 6:3 im Fuchsbau ging das entscheidende Spiel in der Deichstadt gegen den späteren Champion mit 5:6 verloren. Zweimal unterlegen waren wir anschließend auch Iserlohn in den Spielen um Platz 3. Der damalige ESW- Chef Frank Lehnigk bilanzierte das „...erfolgreichste Spieljahr nach der Wende.“
Zurück in der Gegenwart erleben wir nun das vielleicht (noch) zweiterfolgreichste Jahr nach der Wende. Geht es nach Carsten Gosdeck oder Sebastian Klenner, dann sind wir auf dem Wege, den Superlativ in die aktuelle Spielzeit zu transportieren. Und so war es auch clever, dass HEC- Trainer Rossi seine Mannen schon sehr zeitig vor Spielbeginn auf die Auswechselbank schickte. So nämlich bekamen die Falken- Cracks mit Jackas IceDevils am Sonntag Abend wenigstens etwas Schönes zu erleben...
Ein für mich mächtiger Höhepunkt war auch die Spieldauerdisziplinarstrafe für den Ober- Saubermann Luigi. Der hatte doch das schmutzige Hockey der Füchse angeprangert und verkündet, man werde nun Gleiches mit Gleichem vergelten. Fein, Sportskamerad Calce! Aber wer hat sich denn dabei erwischen lassen???
Gejubelt haben wir inzwischen alle genug. Deshalb kann sich der P.F.I.F.F. jetzt einmal einem besonders intimen Themas widmen und damit seinen Informationspflichten genügen: Dem Einschwörungskreis! Ihr wisst schon: Vor dem Spiel sammeln sich die Akteure am eigenen Tor und dann gibt es die „Aufputschzeremonie“. Verantwortlich bei uns: Ervin Masek. Der hat mir verraten, dass er nicht als der Senior im Team zum „Sprecher“ bestimmt wurde. „Es hat sich so ergeben. Ich fahre immer hinter das Tor- und weil ich da alle vor mir hatte, sollte ich einen Spruch machen. Das wurde zur Tradition.“, schilderte unser Vize- Top- Scorer, der sich für jedes Spiel einen neuen „Aufmacher“ ausdenkt: „Gegen Heilbronn habe ich vor dem letzten Spiel gesagt, dass wir nur noch einen Schritt gehen müssen. Und weil es ein schwerer Schritt wird, müsse einer für den anderen kämpfen. Nur dann kann es klappen. Zum Schluss rufe ich immer ‚Dynamo’, und die Mitspieler erwidern das.“ Nicht ganz so auskunftsfreudig war der Ervin auf die Frage, ob er in Weißwasser bleibe. Beim Versuch, ihn zur „Wahrheit“ zu locken, blitzten seine Augen so verräterisch. Deshalb war ich mir schon Sonntag so sicher, ihn auch im nächsten Spieljahr im Füchse- Jersey zu sehen. Insofern überraschte mich die Pressemitteilung über seine Vertragsverlängerung auch nicht. Wenn man die Leistungen des immerhin 41- Jährigen würdigt, ist es nicht schlecht, aufzustehen. Dann kann man sich tiefer verbeugen. Absolute Hochachtung vor Ervins Fitness! Er absolviere in jedem Sommer sein ganz spezielles Trainingsprogramm. Nach den langen Jahren auf Schlittschuhen wisse er genau, was ihm gut tut. Nur danach lebe er. Als „Opa Ervin“ tituliert zu werden, störe ihn nicht. Denn nur Leistung sei das Kriterium, mit dem man sich Respekt verdient. So ist es! Und schließlich war es gerade seine Routine, die uns auf die Siegerstraße brachte. „Ich habe gesehen, dass mir der Torwart ein Stück entgegen kam und mit einem Schuss rechnete. Weil der Winkel einfach zu schlecht gewesen wäre, habe ich mich entschlossen, ihn zu umspielen. Das hat gepasst.“, beschrieb der „Oldie“ in etwa sieben Sekunden das, was in nicht einmal zwei Sekunden passierte. Und noch eines lehrt der „Fall Masek“: Urteile über Spieler sollte man erst abgeben, wenn man sie mehrfach im Punktekampf erlebte. Mir hat es sehr gefallen, wie Ervin Masek seine voreiligen Kritiker verstummen ließ!
Nicht stumm bleibt der „Eishockey- Opa“ am Freitag: Dann wird er unsere Füchse- Mannschaft erstmals auf die Duelle mit dem Ligenprimus Bietigheim einstimmen. Ist das „Dynamo!“ verklungen, heißt es „ehrliche Teamarbeiter“ gegen „Starensemble“ oder „Kleinetatlückenhaber“ gegen „Geldadel“. Bedenklich stimmt mich die durch den Serienverlauf gegen Heilbronn belegte Aussage unseres Trainers, wahrscheinlich brauche die Mannschaft Druck, um auf hohem Niveau zu spielen. Denn „Druck“ haben wir gegen die Steelers überhaupt nicht. Es sind Eishockeyspiele zum Genießen, die uns erwarten. Nichts, aber auch gar nichts haben wir zu verlieren. Wenn wir dennoch gewinnnen sollten, dann wäre jeder einzelne Sieg eine kleine Sensation und feine Zugabe. Kommt alle ins Stadion, es gibt jede Menge zu feiern- nämlich uns und unsere Mannschaft. Und die können wir noch mindesten zweimal und maximal fünfmal bewundern.
Mein Schlussspruch gilt nunmehr übrigens neben den Fans auch den Spielern und dem Trainer: Bleibt sauber! Und: Alles was recht ist!
Euer Sebastian Matthieu
*Diese Bezeichnung wurde vom Journalistenphantom Joachim Günther gestohlen!
1 | Hoki | 03.04.2009 @ 01:32
Zum Thema Masek : Es gibt keine " alten" oder " jungen" Spieler, es gibt nur "gute" oder " schlechte ".
2 | Blacki_back | 03.04.2009 @ 05:56
Absolut klasse geschrieben und danke für den Teil über unseren Opa einfach ne sehr sympahtische Ausstrahlung der Typ ganz abgesehen von seiner super Leistung.
3 | accomander | 03.04.2009 @ 06:54
Super Artikel.An alle lest mal auf der offiezellen Seite die Aussagen von Trainer Brittig aus Bietigheim.
einfach nur Kopfschüttel.Die sind dort unten wohl alle arrogant.
Ich hoffe das "schmutzige" Spiel der Füchse ist siegreich.
In diesem Sinne Blau gelb ein Leben lang.
4 | Dynamix12 | 03.04.2009 @ 07:30
@3 Den Artikel hab ich auch gelesen. Laß ihr mal labern. Wahrscheinlich hat das Starensemble (Sorry für die geklaute Bezeichnung) Angst, dass ihnen die Fingernägel abbrechen könnten und im Porsche brauch man lange Fingernägel, sonst kommt man nicht an die Bedienelemente.
5 | Icefox | 03.04.2009 @ 07:55
bitte mehr davon ;) einfach nur herrlich DANKE.
6 | Tom23 | 03.04.2009 @ 08:15
Metzen gegen Porsche! Kann der Pfennigfuchser die vier golden Räder klauen? ;) :D
7 | Taubentreter | 03.04.2009 @ 15:04
@ P.F.E.I.F.F.E.R. ...Wieder einmal Klasse!
Ich denke mal der P.F.I.F.F. ist nicht dabei sich zu etablieren, sondern das Thema is durch! Niveauvollere Texte findet man gaaaanz schwer in diversen Foren. Also...Rühren!....und Weitermachen!
Gruss TT!
8 | Hoywoyfux | 03.04.2009 @ 17:44
;-)
9 | kojoti | 03.04.2009 @ 22:54
@1 seit Montagabend weiß ich, dass es sehr wohl alte Spieler gibt, ich habs mit eigenen Augen gesehn. Herr P.F.E.I.F.F.E.R., das ist wieder ein feines Stück Schreibkunst.
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Liebe Freunde des traditionsreichen und halbfinalen Weißwasseraner Eishockeys! Es gibt gute Gründe anzunehmen, dass der P.F.I.F.F. auf dem besten Wege ist, sich als sehr ernstzunehmendes Schriftstück zu etablieren. Zwei Indizien fand ich dafür in den letzten Tagen: P.F.I.F.F. Nr. 52 verwöhnte uns mit der korrekten Vorhersage des Play- off- Viertelfinalausgangs gegen die smarten Falken. Und das, obwohl der immer gut und sachgerecht informierte Hoywoyfux, zumeist optimistischer als ich, vor zu viel Träumerei gewarnt hatte. So etwas geht natürlich nicht ohne Strafe ab! Auf höchstrichterliches Geheiß wurde ihm deshalb das Tragen einer sogenannten Offi- Jacke für ein Spiel untersagt. Warum aber hat er die Strafe schon abgesessen, bevor sie ausgesprochen wurde??? --- Falls der eine oder andere User die Passage nicht versteht: Geht mir genau so. --- Und dann war ja zuletzt da noch die Geschichte mit dem „unglaublichen“ Gerücht um Calce und Rossi. Freunde: Wer weiß, was mit unglaublich gemeint ist, der glaubt auch nicht dran. Ganz anders als der MDR. Wie mir aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen zugetragen wurde, soll die bei „Sport im Osten“ verkaufte „Information des MDR“, wonach mit Calce verhandelt werde, auf die letzte Kolumne zurück gehen. Danke- welch’ große Ehre! Nunmehr fühle ich mich aber auch bzw. noch mehr in der Pflicht, nur die Wahrheit und nichts als die Wahrheit zu verkünden. Sonst kriege ich irgendwann noch einen wegen „Falschaussage“ drüber...
Ziemlich falsch war ja in diversen Berichten die Rückrechnung auf den letzten Halbfinaleinzug. Zunächst konnte man da meist von 12 Jahren lesen oder hören. Später wurde im Einzelfall auf „elf“ reduziert. Mit Hilfe unseres Kapitäns und diverser uralter Eishockey- Sonderhefte konnte ich den „größten Erfolg seit elf Jahren“ aufklären. Weil: Wäre es 12 Jahre her, dann hätte ihn Sebastian Klenner noch im Füchse- Dress erleben müssen. So aber spielte mein Vornamensvetter zuletzt 1996/97 für Blau- Gelb- unter Trainer Leos Sulak. In dieser Saison stand noch Thomas Bresagk im Tor, verteidigt hatten z.B. Thomas Schubert und Antonin Necas. Die Sturmreihen komplettierten u.a. Vesa Goman, Jens Schwabe und Thomas Wagner. Letzterer ist aktuell ein „Kolumnistenkollege“ von mir und hat in der Rubrik „Hier treffen sich Freunde“ mit seinem Text „Siegverbot für die Füchse?“ nicht die ganz große Menge Pluspunkte sammeln können. Immerhin 55 Punkte brachte „ES Füchse Weißwasser“ auf das Hacker- Pschorr- Liga- Konto und schaffte damit den direkten Einzug in die hochdotierten Duelle mit dem SC Riessersee um den Alpenpokal. Nur der Chronistenpflicht wegen: Wir wurden nach drei Pleiten am Stück Vizepokalsieger.
Klar, dass dieser Triumph nicht mit einem Play- off- Halbfinale zu vergleichen ist. Das aber gab es dann (letztmalig vor 2009) anno 1998. Trainiert vom unvergessenen Krawattenwerfer Bror Hansson, noch immer mit Brese im Kasten, davor neben Peschi, Otto, Knoto und Ronny Martin auch mit dem größten Liebhaber gepflegter Biere, Ales Flasar- und im Sturm mit solchen Größen wie der „Schwedenplatte mit Böhmischem Knödel“* Samuelsson, Wallin, Kastak, dazu „Ukraine Eismaschine“, Radek Vit, Eddi der Zankovets, Anna Gebauer oder Diplomfeuerwerker in Ausbildung Reddo, lautete das Saisonziel zunächst „Qualifikation für die eingleisige Bundesliga“. Durch Rang sieben nach der Hauptrunde und Platz sechs in der Meisterrunde wurde das Ziel „übererfüllt“. Es folgte das Play- off- Viertelfinale gegen Erding (3:2 n.P., 2:0) und das denkwürdige Halbfinale gegen den EHC Neuwied. Nach 2:4 bei den Bären und einem 6:3 im Fuchsbau ging das entscheidende Spiel in der Deichstadt gegen den späteren Champion mit 5:6 verloren. Zweimal unterlegen waren wir anschließend auch Iserlohn in den Spielen um Platz 3. Der damalige ESW- Chef Frank Lehnigk bilanzierte das „...erfolgreichste Spieljahr nach der Wende.“
Zurück in der Gegenwart erleben wir nun das vielleicht (noch) zweiterfolgreichste Jahr nach der Wende. Geht es nach Carsten Gosdeck oder Sebastian Klenner, dann sind wir auf dem Wege, den Superlativ in die aktuelle Spielzeit zu transportieren. Und so war es auch clever, dass HEC- Trainer Rossi seine Mannen schon sehr zeitig vor Spielbeginn auf die Auswechselbank schickte. So nämlich bekamen die Falken- Cracks mit Jackas IceDevils am Sonntag Abend wenigstens etwas Schönes zu erleben...
Ein für mich mächtiger Höhepunkt war auch die Spieldauerdisziplinarstrafe für den Ober- Saubermann Luigi. Der hatte doch das schmutzige Hockey der Füchse angeprangert und verkündet, man werde nun Gleiches mit Gleichem vergelten. Fein, Sportskamerad Calce! Aber wer hat sich denn dabei erwischen lassen???
Gejubelt haben wir inzwischen alle genug. Deshalb kann sich der P.F.I.F.F. jetzt einmal einem besonders intimen Themas widmen und damit seinen Informationspflichten genügen: Dem Einschwörungskreis! Ihr wisst schon: Vor dem Spiel sammeln sich die Akteure am eigenen Tor und dann gibt es die „Aufputschzeremonie“. Verantwortlich bei uns: Ervin Masek. Der hat mir verraten, dass er nicht als der Senior im Team zum „Sprecher“ bestimmt wurde. „Es hat sich so ergeben. Ich fahre immer hinter das Tor- und weil ich da alle vor mir hatte, sollte ich einen Spruch machen. Das wurde zur Tradition.“, schilderte unser Vize- Top- Scorer, der sich für jedes Spiel einen neuen „Aufmacher“ ausdenkt: „Gegen Heilbronn habe ich vor dem letzten Spiel gesagt, dass wir nur noch einen Schritt gehen müssen. Und weil es ein schwerer Schritt wird, müsse einer für den anderen kämpfen. Nur dann kann es klappen. Zum Schluss rufe ich immer ‚Dynamo’, und die Mitspieler erwidern das.“ Nicht ganz so auskunftsfreudig war der Ervin auf die Frage, ob er in Weißwasser bleibe. Beim Versuch, ihn zur „Wahrheit“ zu locken, blitzten seine Augen so verräterisch. Deshalb war ich mir schon Sonntag so sicher, ihn auch im nächsten Spieljahr im Füchse- Jersey zu sehen. Insofern überraschte mich die Pressemitteilung über seine Vertragsverlängerung auch nicht. Wenn man die Leistungen des immerhin 41- Jährigen würdigt, ist es nicht schlecht, aufzustehen. Dann kann man sich tiefer verbeugen. Absolute Hochachtung vor Ervins Fitness! Er absolviere in jedem Sommer sein ganz spezielles Trainingsprogramm. Nach den langen Jahren auf Schlittschuhen wisse er genau, was ihm gut tut. Nur danach lebe er. Als „Opa Ervin“ tituliert zu werden, störe ihn nicht. Denn nur Leistung sei das Kriterium, mit dem man sich Respekt verdient. So ist es! Und schließlich war es gerade seine Routine, die uns auf die Siegerstraße brachte. „Ich habe gesehen, dass mir der Torwart ein Stück entgegen kam und mit einem Schuss rechnete. Weil der Winkel einfach zu schlecht gewesen wäre, habe ich mich entschlossen, ihn zu umspielen. Das hat gepasst.“, beschrieb der „Oldie“ in etwa sieben Sekunden das, was in nicht einmal zwei Sekunden passierte. Und noch eines lehrt der „Fall Masek“: Urteile über Spieler sollte man erst abgeben, wenn man sie mehrfach im Punktekampf erlebte. Mir hat es sehr gefallen, wie Ervin Masek seine voreiligen Kritiker verstummen ließ!
Nicht stumm bleibt der „Eishockey- Opa“ am Freitag: Dann wird er unsere Füchse- Mannschaft erstmals auf die Duelle mit dem Ligenprimus Bietigheim einstimmen. Ist das „Dynamo!“ verklungen, heißt es „ehrliche Teamarbeiter“ gegen „Starensemble“ oder „Kleinetatlückenhaber“ gegen „Geldadel“. Bedenklich stimmt mich die durch den Serienverlauf gegen Heilbronn belegte Aussage unseres Trainers, wahrscheinlich brauche die Mannschaft Druck, um auf hohem Niveau zu spielen. Denn „Druck“ haben wir gegen die Steelers überhaupt nicht. Es sind Eishockeyspiele zum Genießen, die uns erwarten. Nichts, aber auch gar nichts haben wir zu verlieren. Wenn wir dennoch gewinnnen sollten, dann wäre jeder einzelne Sieg eine kleine Sensation und feine Zugabe. Kommt alle ins Stadion, es gibt jede Menge zu feiern- nämlich uns und unsere Mannschaft. Und die können wir noch mindesten zweimal und maximal fünfmal bewundern.
Mein Schlussspruch gilt nunmehr übrigens neben den Fans auch den Spielern und dem Trainer: Bleibt sauber! Und: Alles was recht ist!
Euer Sebastian Matthieu
*Diese Bezeichnung wurde vom Journalistenphantom Joachim Günther gestohlen!