Jetzt gilts. Mit einem Heimspiel gegen die Lausitzer Füchse startet der Eishockey-Zweitligist Bietigheim Steelers heute Abend (20.00 Uhr) ins Playoff-Halbfinale. Das Team ist heiß auf die Gäste aus Weißwasser.
Wie viele Spieler ist Christian Brittig ein abergläubischer Mensch. Im Trainerraum der Eishalle Ellental liegt seit längerer Zeit eine Ein-Euro-Münze auf dem Boden. Doch ans Aufheben denkt der Steelers-Coach nicht. "Ich halte immer an Sachen fest, die funktioniert haben", sagt Brittig. Und dazu gehört eben auch ein heruntergefallenes Geldstück als Glücksbringer und gutes Omen.
Allein aufs Glück wollen sich die Bietigheimer aber nicht verlassen. Die Mannschaft hat sich intensiv auf den ersten Akt der Best-of-Seven-Serie vorbereitet - die Spieler mit konzentrierten Trainingseinheiten, Coach Brittig mit Filmmitschnitten von den tierischen Viertelfinal-Playoffs zwischen den Heilbronner Falken und den Lausitzer Füchsen. Im Rahmen einer Videoanalyse will er seinem Team noch am heutigen Freitagmorgen die Stärken der Ostdeutschen vor Augen führen - und natürlich aufzeigen, wie die Gäste zu packen sind. "Die Füchse sind brandgefährlich", sagt Brittig, "meine Jungs wissen aber, was sie erwartet."
Auf heftige Gegenwehr stellen sich die Steelers ein. Die Lausitzer gelten als keine Kinder von Traurigkeit und langen schon einmal härter hin, wie sie in der Hauptrunde und vor allem in den Duellen mit Heilbronn gezeigt haben. Den Bietigheimern steht also ein schwieriger Spagat bevor: Sie müssen in den Zweikämpfen dagegenhalten und dürfen dennoch nicht zu viele Zeitstrafen riskieren. Brittig appelliert an die Disziplin. "Wir müssen wegbleiben von der Strafbank", sagt der 43-jährige Ex-Nationalspieler und hofft, dass seine vier Sturmreihen vor allem die Überzahl-Situationen eiskalt ausnutzen. Spielerisch gelten die Bietigheimer ohnehin als das stärkere Team.
In der Hauptrunde hat die Mannschaft um Topscorer Brent Walton von den vier Partien gegen die Füchse drei gewonnen. Zum Auftakt setzte sie sich mit 4:2 durch; in den beiden Spielen im Jahr 2009 landete Bietigheim mit einem 5:1 und einem 5:2 zwei ungefährdete Siege. Nur das Gastspiel am 31. Oktober 2008 in Weißwasser ging knapp mit 0:1 verloren. Doch Brittig guckt nicht zurück. "Es geht bei Null los. Wir müssen uns in die Playoffs reinarbeiten, das kann eine längere Serie geben", sagt er.
Eine der Stützen bei den Gästen ist Stürmer Carsten Gosdeck, den Füchse-Coach Thomas Popiesch gar als Spieler mit DEL-Format bezeichnet. Auch Brittig ist von den Qualitäten des 1,90 Meter großen Weißwasser-Neuzugangs aus Riessersee angetan. "Er hat einen Riesenschuss, ist körperlich stark und in der Mannschaft akzeptiert", sagt der Steelers-Coach. Weitere Aktivposten im Ensemble der Lausitzer sind der Kanadier Preston Mizzi (bisher 23 Saisontore) und der in Tschechien geborene Ervin Masek (19 Tore). Etwas Unruhe herrscht im 600 Kilometer entfernten Weißwasser, weil in dieser Woche Gerüchte um Trainer Popiesch aufgekommen sind. An ihm sollen die Dresdner Eislöwen interessiert sein. Das berichtet zumindest die Sächsische Zeitung in ihrer Dienstagsausgabe. Angesprochen auf das angebliche Werben des Zweitliga-Konkurrenten reagierte der Coach, der noch bis 2010 in der Lausitz einen Vertrag hat, unwirsch: "Dresden ist überhaupt kein Thema. Meine ganze Konzentration gilt allein dem Halbfinale." Ein klares Dementi.
"Konzentriert und ein bisschen aufgeregt" - so beschreibt derweil Christian Brittig die Stimmung im Ellental vor dem ersten Halbfinal-Auftritt seit April 2004. Dort scheiterten die Steelers am jetzigen DEL-Verein Wolfsburg. Keiner der Cracks von damals steht heute noch für Bietigheim auf dem Eis.
Dass der eine oder andere seiner Schützlinge bei der Rückkehr ins Rampenlicht übermotiviert zur Sache gehen könnte, glaubt Brittig allerdings nicht: "Wir haben genügend erfahrene Spieler, die schon viele Playoff-Serien gespielt haben." Wie die Akteure fiebern auch die Fans der Begegnung entgegen. Der gute Kartenvorverkauf lässt auf bis zu 3000 Zuschauer schließen.
Redaktion: ANDREAS EBERLE
Quelle: www.bietigheimerzeitung.de
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Wie viele Spieler ist Christian Brittig ein abergläubischer Mensch. Im Trainerraum der Eishalle Ellental liegt seit längerer Zeit eine Ein-Euro-Münze auf dem Boden. Doch ans Aufheben denkt der Steelers-Coach nicht. "Ich halte immer an Sachen fest, die funktioniert haben", sagt Brittig. Und dazu gehört eben auch ein heruntergefallenes Geldstück als Glücksbringer und gutes Omen.
Allein aufs Glück wollen sich die Bietigheimer aber nicht verlassen. Die Mannschaft hat sich intensiv auf den ersten Akt der Best-of-Seven-Serie vorbereitet - die Spieler mit konzentrierten Trainingseinheiten, Coach Brittig mit Filmmitschnitten von den tierischen Viertelfinal-Playoffs zwischen den Heilbronner Falken und den Lausitzer Füchsen. Im Rahmen einer Videoanalyse will er seinem Team noch am heutigen Freitagmorgen die Stärken der Ostdeutschen vor Augen führen - und natürlich aufzeigen, wie die Gäste zu packen sind. "Die Füchse sind brandgefährlich", sagt Brittig, "meine Jungs wissen aber, was sie erwartet."
Auf heftige Gegenwehr stellen sich die Steelers ein. Die Lausitzer gelten als keine Kinder von Traurigkeit und langen schon einmal härter hin, wie sie in der Hauptrunde und vor allem in den Duellen mit Heilbronn gezeigt haben. Den Bietigheimern steht also ein schwieriger Spagat bevor: Sie müssen in den Zweikämpfen dagegenhalten und dürfen dennoch nicht zu viele Zeitstrafen riskieren. Brittig appelliert an die Disziplin. "Wir müssen wegbleiben von der Strafbank", sagt der 43-jährige Ex-Nationalspieler und hofft, dass seine vier Sturmreihen vor allem die Überzahl-Situationen eiskalt ausnutzen. Spielerisch gelten die Bietigheimer ohnehin als das stärkere Team.
In der Hauptrunde hat die Mannschaft um Topscorer Brent Walton von den vier Partien gegen die Füchse drei gewonnen. Zum Auftakt setzte sie sich mit 4:2 durch; in den beiden Spielen im Jahr 2009 landete Bietigheim mit einem 5:1 und einem 5:2 zwei ungefährdete Siege. Nur das Gastspiel am 31. Oktober 2008 in Weißwasser ging knapp mit 0:1 verloren. Doch Brittig guckt nicht zurück. "Es geht bei Null los. Wir müssen uns in die Playoffs reinarbeiten, das kann eine längere Serie geben", sagt er.
Eine der Stützen bei den Gästen ist Stürmer Carsten Gosdeck, den Füchse-Coach Thomas Popiesch gar als Spieler mit DEL-Format bezeichnet. Auch Brittig ist von den Qualitäten des 1,90 Meter großen Weißwasser-Neuzugangs aus Riessersee angetan. "Er hat einen Riesenschuss, ist körperlich stark und in der Mannschaft akzeptiert", sagt der Steelers-Coach. Weitere Aktivposten im Ensemble der Lausitzer sind der Kanadier Preston Mizzi (bisher 23 Saisontore) und der in Tschechien geborene Ervin Masek (19 Tore). Etwas Unruhe herrscht im 600 Kilometer entfernten Weißwasser, weil in dieser Woche Gerüchte um Trainer Popiesch aufgekommen sind. An ihm sollen die Dresdner Eislöwen interessiert sein. Das berichtet zumindest die Sächsische Zeitung in ihrer Dienstagsausgabe. Angesprochen auf das angebliche Werben des Zweitliga-Konkurrenten reagierte der Coach, der noch bis 2010 in der Lausitz einen Vertrag hat, unwirsch: "Dresden ist überhaupt kein Thema. Meine ganze Konzentration gilt allein dem Halbfinale." Ein klares Dementi.
"Konzentriert und ein bisschen aufgeregt" - so beschreibt derweil Christian Brittig die Stimmung im Ellental vor dem ersten Halbfinal-Auftritt seit April 2004. Dort scheiterten die Steelers am jetzigen DEL-Verein Wolfsburg. Keiner der Cracks von damals steht heute noch für Bietigheim auf dem Eis.
Dass der eine oder andere seiner Schützlinge bei der Rückkehr ins Rampenlicht übermotiviert zur Sache gehen könnte, glaubt Brittig allerdings nicht: "Wir haben genügend erfahrene Spieler, die schon viele Playoff-Serien gespielt haben." Wie die Akteure fiebern auch die Fans der Begegnung entgegen. Der gute Kartenvorverkauf lässt auf bis zu 3000 Zuschauer schließen.
Redaktion: ANDREAS EBERLE
Quelle: www.bietigheimerzeitung.de