Erstes Playoff-Halbfinale gegen die Füchse ist eine einseitige Angelegenheit.
Pflicht erfüllt: Der Eishockey-Zweitligist Bietigheim Steelers hat das erste Playoff-Halbfinale gegen die Lausitzer Füchse am Freitagabend vor 2535 Zuschauern souverän mit 3:0 gewonnen. Justin Kelly traf doppelt. Auf eine unangenehme Aufgabe hatte sich Hans-Günther Neumann eingestellt. "Die Füchse werden kratzen, beißen und spucken, die haben nichts zu verlieren", sagte der Steelers-Präsident vor dem ersten Bully im Halbfinale und gab einen Einblick in den mittleren Bereich seines Körpers: "Ich habe ein gutes Bauchgefühl." So heftig wie von ihm befüchtet war die Gegenwehr der Lausitzer im ersten Akt der Best-of-Seven-Serie aber nicht. Nur in den ersten Minuten boten die Gäste aus Weißwasser dem hohen Favoriten in dessen Heimfestung im Ellental Paroli. Sonst war den Ostdeutschen kaum anzumerken, dass ihnen das Weiterkommen gegen die Heilbronner Falken einen Schub gegeben hat.
Die anfängliche Nervosität legten die Steelers rasch ab und warfen ihre spielerische Überlegenheit in die Waagschale. Nachdem Füchse-Torwart Ryan MacDonald einige Großchancen vereitelt hatte, brachte in der 16. Minute eine Traumkombination des Bietigheimer Paradesturms die 1:0-Führung: Nach einem Pass von Brent Walton wartete Alexander Serikow den perfekten Moment für sein Zuspiel an Justin Kelly ab, und der erledigte den Rest. Im Viertelfinale war der Angreifer noch leer ausgegangen. Abgesehen von der stürmischen Lausitzer Anfangsphase, in der er drei Schüsse abwehren musste, verbrachte Steelers-Goalie Sinisa Martinovic ein geruhsames Drittel.
Das änderte sich auch im zweiten Durchgang nicht. Die Mannschaft von Trainer Christian Brittig beschäftigten die Füchse ständig in der Abwehr und ließ in der Defensive so gut wie keinen Angriff durch. Und als Ervin Masek mal richtig gefährlich vor dem Bietigheimer Tor auftauchte, war Martinovic auf dem Posten. Den einzigen Vorwurf, den sich die Steelers gefallen lassen müssen, ist der, aus ihrer Dominanz zu wenig gemacht zu haben. Einzige Ausnahme war die 34. Minute: Maximilian Seyller traf nach einem Zuspiel von Andreas Geipel aus dem Hinterhalt zum verdienten 2:0. Erst danach forcierten auch die Gäste wieder ihre Offensivbemühungen, allerdings ohne Erfolg.
Tonangebend waren die Füchse nur auf den Rängen. Aus dem Block mit den 150 Weißwasser-Fans klang von der ersten bis zur letzten Minute und selbst in den Drittelpausen ein Loblied auf ihr Team. Insgesamt verfolgten 2535 Zuschauer und fünf Fernsehkameras des MDR und des DSF den Auftakt der Halbfinal-Playoffs.
Auch im letzten Drittel gaben die Bietigheimer die bessere Figur ab. Eine Kombination über Doug Andress und Serikow schloss der überragende Kelly in der 44. Minute mit dem 3:0 ab. Nun war der Widerstand der Füchse vollends gebrochen, und die Steelers brachten den Sieg locker nach Hause. "Die Mannschaft hat immer nach vorne gearbeitet und dem Gegner zu keiner Sekunde Luft gelassen", sagte Clubchef Hans-Günther Neumann mit einem Strahlen im Gesicht.
Nur fünf Strafzeiten wurden in der Partie verhängt - drei für Weißwasser, zwei für Bietigheim. Die Appelle beider Trainer, diszipliniert zu spielen und der Strafbank fernzubleiben, haben offenbar gefruchtet. Allerdings drückten die Referees bei einigen Nickeligkeiten mehrmals ein Auge zu.
Nun geht der Blick gen Weißwasser, wo am Sonntag (18.00 Uhr) das zweite Duell ausgetragen wird. Nach dem starken Heimauftritt ist Neumann vor dem Gastspiel in der Lausitz nicht bange. "Dieser Sieg gibt uns Schwung. Wichtig ist, dass wir auch im zweiten Spiel mit Vollgas dagegenhalten", erklärte der Präsident der Bietigheimer. Und vielleicht hat ja dann sein Bauch wieder Recht, so wie gestern Abend.
Redaktion: ANDREAS EBERLE
quelle: www.bietigheimerzeitung.de
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Pflicht erfüllt: Der Eishockey-Zweitligist Bietigheim Steelers hat das erste Playoff-Halbfinale gegen die Lausitzer Füchse am Freitagabend vor 2535 Zuschauern souverän mit 3:0 gewonnen. Justin Kelly traf doppelt. Auf eine unangenehme Aufgabe hatte sich Hans-Günther Neumann eingestellt. "Die Füchse werden kratzen, beißen und spucken, die haben nichts zu verlieren", sagte der Steelers-Präsident vor dem ersten Bully im Halbfinale und gab einen Einblick in den mittleren Bereich seines Körpers: "Ich habe ein gutes Bauchgefühl." So heftig wie von ihm befüchtet war die Gegenwehr der Lausitzer im ersten Akt der Best-of-Seven-Serie aber nicht. Nur in den ersten Minuten boten die Gäste aus Weißwasser dem hohen Favoriten in dessen Heimfestung im Ellental Paroli. Sonst war den Ostdeutschen kaum anzumerken, dass ihnen das Weiterkommen gegen die Heilbronner Falken einen Schub gegeben hat.
Die anfängliche Nervosität legten die Steelers rasch ab und warfen ihre spielerische Überlegenheit in die Waagschale. Nachdem Füchse-Torwart Ryan MacDonald einige Großchancen vereitelt hatte, brachte in der 16. Minute eine Traumkombination des Bietigheimer Paradesturms die 1:0-Führung: Nach einem Pass von Brent Walton wartete Alexander Serikow den perfekten Moment für sein Zuspiel an Justin Kelly ab, und der erledigte den Rest. Im Viertelfinale war der Angreifer noch leer ausgegangen. Abgesehen von der stürmischen Lausitzer Anfangsphase, in der er drei Schüsse abwehren musste, verbrachte Steelers-Goalie Sinisa Martinovic ein geruhsames Drittel.
Das änderte sich auch im zweiten Durchgang nicht. Die Mannschaft von Trainer Christian Brittig beschäftigten die Füchse ständig in der Abwehr und ließ in der Defensive so gut wie keinen Angriff durch. Und als Ervin Masek mal richtig gefährlich vor dem Bietigheimer Tor auftauchte, war Martinovic auf dem Posten. Den einzigen Vorwurf, den sich die Steelers gefallen lassen müssen, ist der, aus ihrer Dominanz zu wenig gemacht zu haben. Einzige Ausnahme war die 34. Minute: Maximilian Seyller traf nach einem Zuspiel von Andreas Geipel aus dem Hinterhalt zum verdienten 2:0. Erst danach forcierten auch die Gäste wieder ihre Offensivbemühungen, allerdings ohne Erfolg.
Tonangebend waren die Füchse nur auf den Rängen. Aus dem Block mit den 150 Weißwasser-Fans klang von der ersten bis zur letzten Minute und selbst in den Drittelpausen ein Loblied auf ihr Team. Insgesamt verfolgten 2535 Zuschauer und fünf Fernsehkameras des MDR und des DSF den Auftakt der Halbfinal-Playoffs.
Auch im letzten Drittel gaben die Bietigheimer die bessere Figur ab. Eine Kombination über Doug Andress und Serikow schloss der überragende Kelly in der 44. Minute mit dem 3:0 ab. Nun war der Widerstand der Füchse vollends gebrochen, und die Steelers brachten den Sieg locker nach Hause. "Die Mannschaft hat immer nach vorne gearbeitet und dem Gegner zu keiner Sekunde Luft gelassen", sagte Clubchef Hans-Günther Neumann mit einem Strahlen im Gesicht.
Nur fünf Strafzeiten wurden in der Partie verhängt - drei für Weißwasser, zwei für Bietigheim. Die Appelle beider Trainer, diszipliniert zu spielen und der Strafbank fernzubleiben, haben offenbar gefruchtet. Allerdings drückten die Referees bei einigen Nickeligkeiten mehrmals ein Auge zu.
Nun geht der Blick gen Weißwasser, wo am Sonntag (18.00 Uhr) das zweite Duell ausgetragen wird. Nach dem starken Heimauftritt ist Neumann vor dem Gastspiel in der Lausitz nicht bange. "Dieser Sieg gibt uns Schwung. Wichtig ist, dass wir auch im zweiten Spiel mit Vollgas dagegenhalten", erklärte der Präsident der Bietigheimer. Und vielleicht hat ja dann sein Bauch wieder Recht, so wie gestern Abend.
Redaktion: ANDREAS EBERLE
quelle: www.bietigheimerzeitung.de