Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Steelers stürmen ins Finale
11.04.2009 | 08:17 Uhr von
Fünf Tore in elf Minuten sorgen für 5:2-Sieg in Weißwasser - Erstes Endspiel am Freitag

Die Bietigheimer Steelers spielen ab dem kommenden Freitag in bis zu fünf Finalspielen um die Deutsche Zweitliga-Meisterschaft und die Möglichkeit, in die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) aufzusteigen. Am kommenden Freitag erklingt um 20.00 Uhr in der Eisarena im Bietigheimer Ellental vor dem ersten Finalspiel in den Playoffs der Zweiten Eishockey-Bundesliga die deutsche Nationalhymne. Im Schulterschluss mit ihren Fans aus der Stadt und der ganzen Region wollen die Steelers die sportlichen Voraussetzungen schaffen, dass der Traum von der DEL zur Realität werden kann. Der 5:2-Sieg am Donnerstag in Weißwasser war der Türöffner ins Finale. Tickets für die beiden Finalspiele in Bietigheim am 17. und 21. April gibt es ab Dienstag im Steelers-Fanshop Auf ihren Endspielgegner müssen die Steelers noch warten.

Für den mit dem Finaleinzug bislang größten Erfolg in der Vereinsgeschichte sorgten die Steelers mit dem vierten Sieg im vierten Halbfinalspiel gegen die Lausitzer Füchse. Der stand allerdings lange auf der Kippe. Nach zwei Dritteln sah alles nach einem fünften Spiel heute in Bietigheim aus, denn die Füchse führten nach zwei bärenstarken Dritteln mit 2:0. Da kamen die Gedanken an jene Mahner auf, die seit jeher den letzten Sieg einer Playoff-Serie als den schwersten ansehen. Mit fünf Toren in knapp elf Minuten spielten und schossen sich die Steelers im Schlussdrittel doch noch vorzeitig ins Finale. Die knapp 100 mitgereisten Fans waren total begeistert und feierten ihre Mannschaft zuerst auf dem Eis und anschließend vor dem Mannschaftsbus frenetisch, sangen das Lied von der Meisterschaft. "Diesen Wunsch wollen wir unseren Fans natürlich erfüllen", kündigte Pressesprecher Oliver Mayer an.

Füchse-Trainer Thomas Popiesch hatte seine Reihen nach zuvor drei Niederlagen völlig neu formiert. In der zwölften Minute war Kevin Young in Überzahl das 1:0 gelungen, Mike Sullivan hatte in der 24. Minute auf 2:0 erhöht. Danach machten sich die Füchse die Tugenden der Steelers zu eigen, spielten mit dem Zwei-Tore-Vorsprung geduldig, clever und ruhig. Und sie hätten die Führung sogar noch ausbauen können. Strauch scheiterte am glänzend reagierenden Steelers-Torhüter Sinisa Martinovic, Kevin Tepper traf nur den Pfosten. Mit einer schier unglaublichen Parade nach einem Schuss von Young zu Beginn des Schlussdrittels bewahrte Martinovic sein Team vor dem 0:3 und gab die Initialzündung für das, was danach folgte und an Spannung, Dramatik und Hektik kaum noch zu überbieten war.

"Das 1:2 war der Schub, den wir gebraucht haben. Beim Spiel fünf gegen fünf hätten wir kein Tor mehr geschossen", räumte Steelers-Trainer Christian Brittig hinterher ein, als sich seine Mannschaft über die Füchse hergemacht hatte, als gebe es nur noch diese eine Chance, ins Finale zu kommen. Mit toller Moral, einer schier unglaublichen Lauf-und Einsatzbereitschaft und ihrem individuellen Können im Powerplay warfen die Bietigheimer zwischen der 46. und 57. Minute alles ins Spiel. was sie hatten. Die Gelegenheiten dazu boten ihnen das undisziplinierte Auftreten von Patrick Strauch und die bedingungslose Härte von Schiedsrichter Martin Reichert. Strauch musste für zwei Minuten auf die Strafbank, 48 Sekunden später folgte ihm Boris Flamik. Christian Brittig nahm eine Auszeit, schwor sein Team auf die zweifache Überzahl ein. Nach 15 Sekunden gelang Kaspar Degn der Anschlusstreffer. Strauch kehrte nur für wenige Sekunden aufs Eis zurück, beschwerte sich vehement und handelte sich neben einer fünfminütigen Strafzeit auch einen Ausschluss ein. Da Flamik nach wie vor auf der Strafbank saß, waren die Steelers erneut in zweifacher Überzahl. Mit einem tollen Drehschuss nach Vorarbeit von Justin Kelly glich Alexander Serikow aus. Als Andrej Kaufmann in der 52. Minute einen Alleingang zum 3:2 abschloss, hatten die Steelers die Partie gedreht. Serikow nutzte eine weitere Überzahl zum 4:2, Dirk Wrobel wurde für sein energisches Nachsetzen vor dem Füchse-Tor belohnt und traf zum 5:2-Endstand im wohl verrücktesten Spiel, das die Steelers in dieser Saison absolviert haben.

Im anderen Halbfinale hat der EHC München mit dem 3:1-Sieg in Ravensburg die Basis dafür gelegt, heute mit einem weiteren Heimerfolg gegen die Ravensburger Tower Stars den vierten Sieg und damit den Einzug ins Finale zu schaffen.

Redaktion: CLAUS PFITZER

quelle: www.bietigheimerzeitung.de
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1. Krefeld Pinguine 114
2. Kassel Huskies 106
3. Star Bulls Rosen 97
4. Ravensburg Tower 91
5. SC Bietigheim St 89
6. EV Regensburg 81
7. Lausitzer Füchse 79
8. EV Landshut 76
9. Düsseldorfer EG 74
10. Eispiraten Crimm 68
11. EHC Freiburg 61
12. Blue Devils Weid 57
13. EC Bad Nauheim 55
14. ESV Kaufbeuren 44
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