Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
„Ich maße mir kein Urteil an, woher das...
21.08.2009 | 09:24 Uhr von
Finanzloch kommt“ / In ihrem zweiten Testspiel treffen die Lausitzer Füchse aus Weißwasser am heutigen Freitag (19.30 Uhr) auf die Eislöwen Dresden und damit auch auf ihren ehemaligen Trainer Thomas Popiesch.
Die RUNDSCHAU sprach mit dem 44-Jährigen über seine Rückkehr in den Fuchsbau.

Thomas Popiesch, Sie haben Weißwasser als Halbfinal-Teilnehmer verlassen. Jetzt kommen Sie als Trainer des sächsischen Rivalen Dresden zurück. Welchen Empfang durch die Füchse-Fans erwarten Sie? Es gibt sicher den einen oder anderen, dem nicht gefallen hat, dass ich nach Dresden gegangen bin. Eine gewisse Rivalität zwischen beiden Clubs lässt sich nicht wegdiskutieren. Aber ich kann und will die Reaktion der Fans nicht beeinflussen. Ich sehe keine besondere Dramatik.

Dresden war einer jener Clubs, der sein Team für die neue Saison schon sehr frühzeitig beisammen hatte. Waren Sie vor diesem Hintergrund überrascht über das Etatloch von mehreren hunderttausend Euro, dass der Club inzwischen eingeräumt hat?
Klar, ich war überrascht. Aber die sportliche Leitung hat einen finanziellen Rahmen für die Zusammenstellung des Teams vorgegeben bekommen. Und diesen Rahmen haben Steffen Ziesche und ich eingehalten. Außerdem maße ich mir als Trainer nicht an, darüber zu urteilen, woher dieses Loch kommt und wer die Schuld daran trägt.

Angeblich haben die Gesellschafter der Eislöwen zwei verschiedene Modelle für die Teamzusammenstellung diskutiert und sich letztlich für die teurere Variante entschieden. Befürchten Sie, dass im Laufe der Saison das Geld ausgehen könnte?
Es gibt viele Vereine in der 2. Liga, die ein Etatloch vor sich herschieben und die Hoffnung haben, dieses Loch dann im Verlauf der Saison zu schließen. Mir wurde versichert, dass uns das in Dresden gelingen wird.

Was trauen Sie den Lausitzer Füchsen in der neuen Saison zu?
Jede Menge. Es sind zwar einige Kontingentspieler gegangen, aber der Stamm ist zusammengeblieben. Die Füchse haben mit MacDonald einen starken Torhüter und auch drei, vier gute Verteidiger im Team. Sullivan traue ich im Sturm eine ähnlich gute Rolle zu wie am Ende der vergangenen Saison. Wenn jetzt noch der eine oder andere Probespieler bleibt, werden die Füchse erneut eine gute Rolle spielen.

Welchen Ratschlag geben Sie Ihrem Nachfolger Dirk Rohrbach für seine erste Saison als Cheftrainer in der 2. Bundesliga?
Ich denke nicht, dass ich Dirk Ratschläge geben muss. Er wird seinen Weg als Trainer gehen.

Zum Schluss noch eine persönliche Frage: Bei Ihrem Abschied sorgte in Weißwasser die Äußerung von Ihnen für Unmut, dass Sie Ihrer Frau jetzt in Dresden „eine andere Lebensqualität bieten“ können? Haben Sie Ihre Frau schon nach Dresden geholt?
Nein, meine Familie lebt weiterhin in Krefeld. Im übrigen ist damals nicht richtig rübergekommen, was ich damit ausdrücken wollte. Zur Lebensqualität gehört es meines Erachtens auch, dass die Ehefrau einen Job findet. Und das geht in Dresden nun mal leichter als in Weißwasser. Ich wollte die Lausitz jedoch in keinem Fall abwerten.
(Mit Thomas Popiesch sprach Frank Noack)

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 21. August 2009
1860 mal gelesen
 
1 | thingslikehockey | 21.08.2009 @ 10:55
Irgendwie ist trotzdem immer einer fader Beigeschmack mit dabei. Aber so ist das Geschäft eben. Wir werden dieses Jahr in gewisser Hinsicht sehen, wie groß der Anteil von Popiesch am letztjährigen Erfolg war.
2 | Frank | 21.08.2009 @ 14:28
Nun ja, die Frage, ob er mit einer bezahlbaren Mannschaft Erfolg haben kann, werden wir wohl wieder nicht beantwortet bekommen ;-)
3 | Renegade | 21.08.2009 @ 15:20
Gutes Interview find ich. T.Popiesch sachlich , wie man ihn bei uns kannte. Der fade Beigeschmack kann daher nur davon kommen , dass er die Seiten gewechselt hat.
4 | Senator | 21.08.2009 @ 16:05
Ich hoffe er wird fair behandelt im Stadion. Es sollte guter Stil gewahrt bleiben. Bin aber eigentlich guter Hoffnung, das dem so sein wird.
5 | dynamo | 21.08.2009 @ 17:49
Seh ich anders, wer nach dem letzten Spiel nicht ehrlich ist muss sich nicht wundern, wenn er der Buhmann ist. @1: wie willst du dieses Jahr mit dem letztjährigen Erfolg vergleichen, dieses Jahr haben wir zum Großteil ein völlig anderes Team?!
6 | thingslikehockey | 21.08.2009 @ 18:40
@5.. "zum Großteil ein völlig anderes Team".. Naja - würde ich so nicht stehen lassen, schließlich sind abgesehen von den Ausländern, die fast jedes Jahr (komplett) ausgetauscht werden, fast alle geblieben. Desweiteren bezieht sich meine Aussage eher darauf, dass ich davon ausgehe, dass mit einem anderen (besseren?!) Trainer noch mehr rauszuholen gewesen wäre - zumindest in der Hauptrunde. Denke, das Team war einfach gut, er hatte da nicht den Anteil am Erfolg, dass ich nich auf ihn verzichten..
7 | Stefan-ESW | 21.08.2009 @ 18:41
Das Gerücht ging ja schon im Dezember letzten Jahres rum,das T.P. nach DäDä wechselt .Ein Trainer,der schon lange vorher weiß,das er den Verein verlassen wird und das zu nem Zeitpunkt,wo die Füchse im Tief waren,kann sich niemals mehr 100%ig auf seine Arbeit konzentrieren.. Deswegen hat T.P. überhaupt keinen Anteil an unserem Erfolg gehabt.Dieses Interwiew ist doch nur Show um alles gutzureden.
8 | thingslikehockey | 21.08.2009 @ 18:47
.. könnte. Jetzt kann er zeigen, ob er ein guter Trainer ist, wenn er dazu Gelegenheit bekommt bis zum Saisonende.. Was macht er mit den jungen Spielern? Wie kann er die Unruhen um den Verein von der Mannschaft halten, wie kommt er mit dem größeren Druck klar? So meinte ich das. Achja @3 - mein fader Beigeschmack begründet sich generell bei der Person T.P. Meines Erachtens hat er nie hier hin gepasst, aber soll uns ja jetzt egal sein. Der Erfolg jedenfalls wird sich nicht wegen T.P. einstellen.
9 | P.F.E.I.F.F.E.R | 21.08.2009 @ 23:20
Es gibt wenige Trainer, die im Erfolg gehen. Zumindest das hat TP geschafft. Ansonsten: MIR SAN MIR!!!
10 | Jonyxx | 21.08.2009 @ 23:53
@7: Machst du es dir da nicht ein wenig zu einfach wenn du dem Trainer den Erfolg am sportlichen Abschneiden absprichst? Wenn die Saison komplett in die Hose gegangen wäre, hättest du ihm da auch von jeglicher (in diesem Falle) Schuld befreit? Ich glaube nicht...
11 | tanngrismir | 22.08.2009 @ 09:00
@ 10. Nun ja
12 | Senator | 22.08.2009 @ 11:06
@5: verstehe ich alles. Man kann sich sowas ja denken. Mir gehts eben nur um Stil. Denn der Mann mit den vielen "F" im Namen hat Recht: Mir san mir.
13 | Taubentreter | 23.08.2009 @ 01:09
@ 10... Sorry....aber wenn du keinen blassen hast, denn halt dich raus. Fakt ist, T.P. hat definitiv KEINE Aktien am erreichen des PO-Halbfinales gehabt.... Wie sagte ein "Legionär" so schön zu mir...."We play 5Months without a Coach..."... danach gabs aufs Auge! In diesem Sinne....
14 | Taubentreter | 23.08.2009 @ 01:10
@ P.F.E.I.F.F.E.R. naja... im Erfolg gegangen schon.... nur nicht in seinem.....
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