Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Idyllische Füchse-Party in Boxberg
24.08.2009 | 12:27 Uhr von
EHC-Käpitän Sebastian Klenner, der auch schon bei den Eislöwen in der Landeshauptstadt spielte, schmunzelt: „So was Schönes gibt's in Dresden nicht.“ Bestimmt aber auch nirgendwo anders. Weißwassers Kufencracks feierten am Samstag mit ihren Fans wohl die idyllischste Saisoneröffnungsparty in ganz Eishockey-Deutschland - direkt am malerischen Bärwalder See.

Traumhafte Kulisse, gutes Wetter. Geschätze gut 300 Fans in Feierlaune. Eishockey-Herz, was willst du mehr? Na klar, die Mannschaft. Die wird in etwa 15 Minuten präsentiert. Also, noch ein bisschen warten. Trotzdem wird's sofort sportlich. Auftritt der Jackas Ice Devils. Akrobatisch, furios, einfach toll. Die Zuschauer sind von den Cheerleadern begeistert, wie der Applaus zeigt.



Gefragt waren bei der Saisoneröffnung am Bärwalder See natürlich auch Autogramme der Eishockey-Cracks, wie hier von Füchse-Kapitän Sebastian Klenner (rechts) Foto: Mader


Eine gute Einstimmung auf das, was jetzt kommt. Endlich, die Teamvorstellung. Das Frage-Antwort-Spiel übernimmt EHC-Pressesprecher Andreas Friebel. Hören wir doch mal in ein paar Statements rein. Füchse-Kapitän Sebastian Klenner: „Wir fangen nicht von 0 an, sondern haben einen gewissen Grundstamm aus der letzten Saison im Team. Das ist viel wert. Wenn Mannschaft und Fans noch mehr zusammenrücken, können wir auch in dieser Saison einiges erreichen.“ Sven Valenti: „Gegen Chomutov hatten wir noch das Trainingslager in den Beinen. Jetzt ist die Intensität nicht mehr so hoch.“ Stürmer Marvin Tepper, der am Samstag seinen 23. Geburtstag feiert, peilt die 20-Tore-Marke an. Robert Bartlick: „Wir haben eine Supermannschaft. Ich hoffe, dass wir noch besser werden.“ Ervin Masek: „Gegen Dresden war ein gutes Spiel. Unser Block hat funktioniert.“ Carsten Gosdeck: „Wenn wir alle noch mehr anpacken, werden wir auch diese Saison positiv bewältigen.“ Und wie sieht's der Chef? „Wir werden sicher nicht acht Tore im Spiel schießen. Unsere Ausrichtung wird defensiv sein, wir müssen hinten sicher stehen. Dafür haben wir gute Torhüter und eine gute Verteidigung“, ist Coach Dirk Rohrbach überzeugt. Da kommen wir später noch einmal drauf zu sprechen.

Denn jetzt werden Cracks und Fans gemeinsam aktiv. Radfahren, skaten rund um den See. Ein Spielchen auf der Synthetic-Eisfläche. Autogramme schreiben, Bilder machen, diskutieren.



Einen Handbruch zog sich Füchse-Stürmer Marcel Linke (hier im Gespräch mit Füchse-Pressesprecher Andreas Friebel) am Freitag im Spiel gegen seinen Ex-Klub zu. Foto: Mader


Drei Zähne futsch

Mitten im Getümmel ein etwas lädierter Thomas Götz. Erinnerungen ans Dresden-Spiel. „Nach einem Check bekam ich im ersten Drittel den Schläger meines Gegenspielers ins Gesicht“, erzählt der Stürmer. Ergebnis: drei Zähne futsch und zwei dicke Lippen.



Lachen fürs Foto, auch wenn's weh tut – Thomas Götz einen Tag nach seiner Verletzung aus dem Dresden-Spiel. Foto: Mader


So weit, so schlecht. Trotzdem spielt er weiter. „Aber im zweiten Drittel habe ich dann noch eine drauf gekriegt“, so Götz. Das bedeutet: Arbeitstag beendet, ab nach Cottbus ins Krankenhaus. Zähne versiegeln lassen, Lippen nähen. Früh um 3 Uhr wieder zurück. Mit höllischen Schmerzen. „Aber die Tabletten helfen“, kann der 24-Jährige am Samstag schon wieder lachen. Die Saisonprognose? „Die Stimmung im Team ist gut. Ich denke, da wächst etwas zusammen.“ Seinen Teil möchte auch Thomas Götz beitragen. Natürlich schnellstmöglich und „vielleicht erst einmal mit einem Vollgitter“. Egal wie – wir wünschen ihm und Marcel Linke, der sich am Freitag die Hand brach, erst einmal gute Genesung. Damit aber auch genug mit den Hiobsbotschaften.

Hier ist Party, hier ist Spaß. Hier ist die Synthetic-Eisfläche. Ein Riesengaudi. Nach ein paar Runden scherzt Füchse-Stürmer Carsten Gosdeck: „Das Eis ist etwas stumpf. Vielleicht hätte ich die Schlittschuhe noch etwas schleifen lassen sollen. Ich bin gar nicht richtig weggekommen, aber vielleicht liegt das auch am Gewicht. Auf alle Fälle ist es eine schöne Idee für den Sommer. Aber richtiges Eis ist doch besser.“



Ein Riesengaudi war bei der Saisoneröffnungsparty am Samstag auch die Synthetic-Eisfläche.
Foto: Mader


Mittlerweile sind die Radfahrer eingetroffen, bald beginnt das Fanforum. Noch eine schnelle Gelegenheit, mit Füchse-Trainer Dirk Rohrbach zu sprechen.

Pre-Playoffs als Ziel

Auch er ist von der Party am See mächtig angetan: „Für uns ist es wichtig, nach vier Monaten Pause wieder die Nähe zu den Fans zu gewinnen. Schließlich macht uns gerade die Gemeinschaft stark. Dazu in einer solchen Umgebung. Das ist natürlich schön.“

Die Pre-Playoffs nennt er als Saisonziel, „danach versuchen, so weit wie möglich zu kommen.“ Ähnliche Vorstellungen haben die Füchse-Fans Steven und Patrick Noack. „Wichtig ist der Klassenerhalt und dass das Team zusammenhält“, meint das Brüder-Paar. Die Saisoneröffnungsparty finden sie „richtig super“.

Genau wie Ronny Biele aus Hähnichen. „Seit etwa 15 Jahren bin ich Füchse-Fan. Ich hoffe, dass wir in dieser Saison wieder die Play-offs erreichen.“ Und stolz ergänzt er: „Mit meinem Lieblingsspieler Carsten Gosdeck habe ich ein Foto gemacht, dass jetzt auf T-Shirt gedruckt wird. In einer halben Stunde kann ich es am Stand abholen.“ Eine von vielen schönen Erinnerungen an die wohl idyllischste Saisoneröffnungsparty in ganz Eishockey-Deutschland.

Von Alexander Mader

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 24. August 2009
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