Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Meister des Improvisierens
09.09.2009 | 11:25 Uhr von
An diesem Freitag starten die Lausitzer Füchse in die neue Zweitliga-Saison. Dass diese Spielzeit wegen des reduzierten Budgets für die Weißwasseraner alles andere als einfach wird, zeigte sich schon in der sechswöchigen Vorbereitungszeit. Der neue Coach Dirk Rohrbach musste sehr viel improvisieren.
Das Ergebnis dieses Improvisierens fällt durchwachsen aus. In den insgesamt sieben Testspielen kam Weißwasser zu drei Siegen und kassierte vier Niederlagen. Zwei dieser Partien wurden allerdings erst im Penaltyschießen und damit denkbar knapp verloren. Die Stimmung bei Dirk Rohrbach lässt sich am besten mit vorsichtigem Optimismus beschreiben. „Positiv ist, dass wir uns von Spiel zu Spiel gesteigert haben. Die einzelnen Reihen haben sich immer besser gefunden“, bilanziert er.
Was diese Saison-Vorbereitung wirklich wert ist, muss sich ab Freitag im Zweitliga-Alltag zeigen. Die RUNDSCHAU analysiert, was bei den Füchsen schon gut klappt und woran es noch happert.

+Zuverlässiger Torhüter: Der Kanadier Ryan MacDonald hat seine gute Frühform nachgewiesen. Auf seine Stabilität kommt es in der kommenden Saison mehr denn je an. Denn das taktische Konzept der Füchse basiert auf einer kompakten Defensive. Ein starker MacDonald ist deshalb enorm wichtig.

-Kleiner Kader: Das Budget wurde auf eine Millionen Euro reduziert. Einige Leistungsträger wie der letztjährige Topscorer Preston Mizzi mussten die Füchse ziehen lassen. Vor allem aber wurde der Kader in der Breite zusammengestrichen. Das sorgte für Engpässe während der Vorbereitung. Teilweise liefen bis zu vier Probespieler für Weißwasser auf.

-Schwere Verletzungen: Mit Verteidiger Marcel Linke (Handbruch) fällt ein wichtiger Eckpfeiler der Defensive vorläufig aus. Der Rückkehrer aus Dresden steht voraussichtlich Ende September wieder zur Verfügung. Reagan Rome war ebenfalls für die Abwehr eingeplant. Er ist wegen der Krankheit seiner Ehefrau jedoch wieder zurück nach Kanada gereist.

+Gute Offensiv-Ansätze: Ohne Topscorer Mizzi muss die Last des Toreschießens auf viele Schultern verteilt werden. Neues Paradestück ist die erste Reihe mit Ervin Masek, Mike Sullivan und dem überraschend starken Neuzugang Jakub Wiecki aus Leipzig. Die zweite Reihe bilden Marvin Tepper, der nach einer Becken-Entzündung wieder genesene Danny Albecht und Carsten Gosdeck. In der dritten Reihe sind Center Thomas Götz und Markus Lehnigk gesetzt.

-Wechselhafte Defensive: Der Abwehr fehlt es – auch bedingt durch die vielen Wechsel – noch an Konstanz. Guten Phasen folgten immer wieder Situationen, in denen sich der Kontrahent zu leicht Torchancen herausspielen konnte. Gefragt ist dabei jedoch nicht nur die Defensive, sondern das gesamte Team.

+Aufstrebende Youngster: Wegen des verkleinerten Kaders bekommen die jungen Spieler zwangsläufig mehr Eiszeit. In der Vorbereitung haben die Eigengewächse Lehnigk und Christian Rösler angedeutet, dass sie zu einer Bereicherung für die dritte Angriffsreihe werden können.

+Realistische Planung: Für die Füchse spricht, dass sie keinen Hehl aus ihrer angespannten Finanzlage machen. Es wurde mit offenen Karten gespielt und der Kader entsprechend der finanziellen Möglichkeiten zusammengestellt. Böse Überraschungen, wie sie Liga-Konkurrent Dresden erlebt hat, scheinen ausgeschlossen.

Von Frank Noack

Zum Thema
Probespieler Radoslav Kropac (Slowakei) erhält vorerst keinen Vertrag. Neben sportlichen Gründen spielten auch die Finanzen eine wichtige Rolle. Die Füchse wollen aber mit Kropac in Kontakt bleiben. Die Verpflichtung zu einem späteren Zeitpunkt ist denkbar. Auch die Rückkehr von Kevin Young wurde auf Eis gelegt, das Budget ist derzeit ausgereizt. Probespieler Arturs Krumnisch bleibt dagegen. Der 21-jährige Stürmer erhielt einen Vertrag bis Saisonende und wird mit einer Förderlizenz für die Jonsdorfer Falken ausgestattet.

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 09. September 2009
1022 mal gelesen
 
1 | Makkaroni | 10.09.2009 @ 11:31
Vielleicht spielt man auf Zeit bei Kropac und Young, damit sie (noch) günstiger werden. Hoffnungsvolle Verstärkungen wären sie.
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