Die Lausitzer Füchse zeigen zum Saisonauftakt in München mitreißendes Eishockey. Am Ende hat der Vizemeister aus Bayern knapp die Nase vorn.
Um eines vorwegzunehmen: Die Weißwasseraner Fans können sich zum ersten Heimspiel ihrer Füchse morgen auf eine Mannschaft freuen, die viele neue Gesichter, aber altbekannte Lausitzer Tugenden aufweist: Kampf bis zum Umfallen, Teamarbeit und Willenskraft. Das haben die Jungs von Neu-Trainer Dirk Rohrbach in drei packenden Dritteln im Münchner Olympiapark unter Beweis gestellt. Dass es am Ende nicht zum Punktgewinn reichte, lag an einem abgezockten Gegner, der zu Beginn des Spiels und in der Schlussphase Abstimmungsschwierigkeiten und individuelle Unerfahrenheit bei den Gästen eiskalt bestrafte. Füchse eiskalt erwischt
So geschehen bereits nach 80 Sekunden, als der EHC mit seinem ersten ernsthaften Angriff in Führung ging. Buchwieser war völlig ungehindert zum Schuss gekommen und Ryan MacDonald im Füchse-Tor ohne Chance. Es folgten bange Minuten, in denen einzig Ryan MacDonald in den Reihen der Füchse hellwach war und einen höheren Rückstand verhinderte. Von einem solchen Rückhalt im Tor angespornt, fanden die Gäste immer besser in das Spiel und waren spätestens Ende des ersten Drittels ein gleichwertiger Gegner. Zwar erhöhten die Münchner in dieser Phase auf 2:0, aber die Füchse schlugen durch Tepper zurück, der dem guten Jochen Vollmer im Tor des EHC mit einem herrlichen Schuss erstmals bezwang.
Nach der Pause sorgte Schymainski erst einmal für einen Dämpfer. Wieder stand er mutterseelenallein vor Ryan MacDonald und konnte Maß nehmen – 3:1. Man mochte befürchten, die Füchse, durch derartige Schlafeinlagen um den Lohn des Kampfes beraubt, würden sich nun in ihr Schicksal ergeben. Schließlich gelang ihnen bei neun Duellen mit München erst ein einziger Sieg.
Doch getreu ihrem viel zitierten Motto gaben sie nicht auf. Im Gegenzug provozierten sie eine Strafe gegen Bahen (München) und vollendeten das anschließende Überzahlspiel gekonnt zum 3:2 durch Götz.
Der sehenswerte Treffer vom „Fuchs des Jahres“ war aber die letzte gelungene Powerplay-Aktion der Füchse am gestrigen Abend. Das sollte sich noch als der Knackpunkt der Partie erweisen.
Der Debütant gleicht aus
Zunächst aber überstanden die Füchse selbst eine Serie von Strafzeiten unbeschadet, davon über drei Minuten nur zu dritt auf dem Eis. Die verzweifelnden Münchner Angreifer brachten die Scheibe einfach nicht im Tor unter. Es folgte der Auftritt von Verteidiger Jens Heyer, der in seinem ersten Profi-Spiel für die Füchse den umjubelten 3:3-Ausgleich markierte. Längst waren auch die mitgereisten Fans den Gastgebern ebenbürtig,
Als nach 38 Minuten die EHC-Spieler Schymainski und Lavallee auf die Strafbank mussten, hatten die Füchse die große Chance, für die dicke Überraschung des ersten Spieltages zu sorgen. Doch auch zwei Mann mehr auf dem Eis vermochten die Münchner nicht wirklich in Bedrängnis zu bringen. Im Gegenteil: Nur die Klasse von Ryan MacDonald verhinderte ein peinliches Gegentor, als Mike Kompon bei einem Konter allein durchgebrochen war. Und der Gäste-Goalie stand und lag auch im Schlussdrittel oft im Mittelpunkt. So nach 44Minuten, als er, am Boden liegend, noch die Kelle an den Puck brachte und diesen im letzten Moment aus dem Gefahrenbereich.
Immer wieder hatten die Füchse Schwierigkeiten, die Scheibe sauber zu klären. Dabei hatten sie durchaus ihre Möglichkeiten, aber es war der Bayer Schymainski, dem das entscheidende Tor gelang. Vorher hatte MacDonald einen Bauerntrick-Versuch von Kompon abgewehrt, die Scheibe aber unglücklich in den Lauf des Doppeltorschützen geleitet, der nur noch einschieben brauchte.
Die Füchse stemmten sich tapfer gegen die drohende Niederlage, doch München blieb bei Kontern das gefährlichere Team, verpasste aber selbst bei drei Schussversuchen auf das inzwischen verwaiste Füchse-Tor den fünften Treffer.
Erhobenen Hauptes kehrten die Weißwasseraner in die Heimat zurück, wo sie morgen mit Bietigheim den nächsten „dicken Brocken“ empfangen. Nach der in München gezeigten Leistung brauchen sie sich auch gegen den amtierenden Zweitliga-Meister keinesfalls verstecken. (Von Titus Fischer und Marcel Pochanke)
mir macht nur angst das ich so oft Macdonald lese, hoffentlichsammelt sich das Teamplay rund um die Abwehr noch ordentlich, dann könnte man wirklich für ne dicke Überraschung sorgen. *daumendrück*
2 | schlagschuss | 12.09.2009 @ 12:20
Also Ryan hat gut gehalten aber das Spiel war schon so das München nicht mehr als ein Tor besser war. Soll heissen, wir hätten auch nicht mit nem anderen Keeper 8 Dinger bekomm da die Abwehr meistens recht gut stand
3 | HeavensDJ | 12.09.2009 @ 14:40
ahh das beruhigt ungemein, der bericht ist so geschrieben als ob wir ohne ryans "zauber-wunder-ichhaltalles Tag " unter gegangen wären.
Dann freut man sich ja richtig auf sonntag :)
4 | Polly | 12.09.2009 @ 14:43
In mein Augen war er gestern mit der beste, wenn nicht sogar der beste... Er hat uns auf jedem fall im Spiel gehalten und 2,3 Bigsave´s gemacht
5 | schlagschuss | 12.09.2009 @ 15:00
sicher hat er das aber ich wollt HeavensDJ nur beruhigen das wir nicht überrannt wurden und ohne Ryan die Gefahr bestanden hätte 8 oder 10 zu bekomm
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Um eines vorwegzunehmen: Die Weißwasseraner Fans können sich zum ersten Heimspiel ihrer Füchse morgen auf eine Mannschaft freuen, die viele neue Gesichter, aber altbekannte Lausitzer Tugenden aufweist: Kampf bis zum Umfallen, Teamarbeit und Willenskraft. Das haben die Jungs von Neu-Trainer Dirk Rohrbach in drei packenden Dritteln im Münchner Olympiapark unter Beweis gestellt. Dass es am Ende nicht zum Punktgewinn reichte, lag an einem abgezockten Gegner, der zu Beginn des Spiels und in der Schlussphase Abstimmungsschwierigkeiten und individuelle Unerfahrenheit bei den Gästen eiskalt bestrafte. Füchse eiskalt erwischt
So geschehen bereits nach 80 Sekunden, als der EHC mit seinem ersten ernsthaften Angriff in Führung ging. Buchwieser war völlig ungehindert zum Schuss gekommen und Ryan MacDonald im Füchse-Tor ohne Chance. Es folgten bange Minuten, in denen einzig Ryan MacDonald in den Reihen der Füchse hellwach war und einen höheren Rückstand verhinderte. Von einem solchen Rückhalt im Tor angespornt, fanden die Gäste immer besser in das Spiel und waren spätestens Ende des ersten Drittels ein gleichwertiger Gegner. Zwar erhöhten die Münchner in dieser Phase auf 2:0, aber die Füchse schlugen durch Tepper zurück, der dem guten Jochen Vollmer im Tor des EHC mit einem herrlichen Schuss erstmals bezwang.
Nach der Pause sorgte Schymainski erst einmal für einen Dämpfer. Wieder stand er mutterseelenallein vor Ryan MacDonald und konnte Maß nehmen – 3:1. Man mochte befürchten, die Füchse, durch derartige Schlafeinlagen um den Lohn des Kampfes beraubt, würden sich nun in ihr Schicksal ergeben. Schließlich gelang ihnen bei neun Duellen mit München erst ein einziger Sieg.
Doch getreu ihrem viel zitierten Motto gaben sie nicht auf. Im Gegenzug provozierten sie eine Strafe gegen Bahen (München) und vollendeten das anschließende Überzahlspiel gekonnt zum 3:2 durch Götz.
Der sehenswerte Treffer vom „Fuchs des Jahres“ war aber die letzte gelungene Powerplay-Aktion der Füchse am gestrigen Abend. Das sollte sich noch als der Knackpunkt der Partie erweisen.
Der Debütant gleicht aus
Zunächst aber überstanden die Füchse selbst eine Serie von Strafzeiten unbeschadet, davon über drei Minuten nur zu dritt auf dem Eis. Die verzweifelnden Münchner Angreifer brachten die Scheibe einfach nicht im Tor unter. Es folgte der Auftritt von Verteidiger Jens Heyer, der in seinem ersten Profi-Spiel für die Füchse den umjubelten 3:3-Ausgleich markierte. Längst waren auch die mitgereisten Fans den Gastgebern ebenbürtig,
Als nach 38 Minuten die EHC-Spieler Schymainski und Lavallee auf die Strafbank mussten, hatten die Füchse die große Chance, für die dicke Überraschung des ersten Spieltages zu sorgen. Doch auch zwei Mann mehr auf dem Eis vermochten die Münchner nicht wirklich in Bedrängnis zu bringen. Im Gegenteil: Nur die Klasse von Ryan MacDonald verhinderte ein peinliches Gegentor, als Mike Kompon bei einem Konter allein durchgebrochen war. Und der Gäste-Goalie stand und lag auch im Schlussdrittel oft im Mittelpunkt. So nach 44Minuten, als er, am Boden liegend, noch die Kelle an den Puck brachte und diesen im letzten Moment aus dem Gefahrenbereich.
Immer wieder hatten die Füchse Schwierigkeiten, die Scheibe sauber zu klären. Dabei hatten sie durchaus ihre Möglichkeiten, aber es war der Bayer Schymainski, dem das entscheidende Tor gelang. Vorher hatte MacDonald einen Bauerntrick-Versuch von Kompon abgewehrt, die Scheibe aber unglücklich in den Lauf des Doppeltorschützen geleitet, der nur noch einschieben brauchte.
Die Füchse stemmten sich tapfer gegen die drohende Niederlage, doch München blieb bei Kontern das gefährlichere Team, verpasste aber selbst bei drei Schussversuchen auf das inzwischen verwaiste Füchse-Tor den fünften Treffer.
Erhobenen Hauptes kehrten die Weißwasseraner in die Heimat zurück, wo sie morgen mit Bietigheim den nächsten „dicken Brocken“ empfangen. Nach der in München gezeigten Leistung brauchen sie sich auch gegen den amtierenden Zweitliga-Meister keinesfalls verstecken.
(Von Titus Fischer und Marcel Pochanke)
Quelle: Sächsische Zeitung vom 12.09.2009