...führen Bietigheim vor
Auch Neu-Coach Dirk Rohrbach stürmte nach Spielschluss auf das Eis und beglückwünschte jeden Profi einzeln zu diesem unglaublichen Husarenstreich: Mit dem 5:1-Heimsieg gegen den amtierenden Zweitliga-Meister Bietigheim Steelers gelang den Lausitzer Füchsen am Sonntagabend die erste ganz große Sensation der neuen Spielzeit in der 2. Bundesliga.
Im Playoff-Halbfinale der vergangenen Saison hatte Weißwasser noch vier Niederlagen gegen Bietigheim kassiert. Diesmal wurden die Steelers von den Füchsen regelrecht zu Schrott verarbeitet. „Ein Riesenkompliment an die Mannschaft für diese Leistung. Sie hat phasenweise sensationell gespielt“, jubelte Rohrbach. Zumal der Sieg auch in dieser Höhe kein Zufallsprodukt war, sondern die Summe von vielen kleinen Achtungs-Erfolgen gegen den Meister. So mancher der 1748 begeisterten Zuschauer im Fuchsbau wollte zunächst seinen Augen nicht trauen. Doch dann nimmt der Wahnsinn seinen Lauf.
Den ersten Achtungs-Erfolg landen die Füchse mit der 1:0-Führung, als Carsten Gosdeck von der blauen Linie einen mächtigen Schlagschuss in die Maschen setzt. Kurz danach nimmt Bietigheims Coach Christian Brittig bereits eine Auszeit. Er muss seine Reihen ordnen – wieder ein Achtungs-Erfolg für die Füchse. Auch vom Ausgleich durch René Schoofs (18.) lassen sich die Gastgeber nicht verunsichern. Sie stemmen sich mit großem Laufaufwand gegen die Kombinationen der Steelers.
Es folgen denkwürdige Minuten. Bietigheims Dominik Hammer muss wegen eines Fouls mit Verletzungsfolge vom Eis. Die fünfminütige Überzahl nutzen die Füchse zu sage und schreibe drei Toren. Sven Valenti (25.), Robin Sochan (26.) und nochmals Valenti (27.) treffen im Minutentakt. So effizient haben die Füchse schon lange nicht mehr in Überzahl agiert. Sie spielen in dieser Phase nicht nur traumhaft gut, sondern Katz und Maus mit dem Meister. Bietigheim wird regelrecht vorgeführt und holt den entnervten Torhüter Sinisa Martinovic vom Eis – wieder einer dieser kleinen Achtungs-Erfolge.
Und der Sturmlauf der Füchse geht trotz des Torwart-Wechsels weiter. Aus dem Achtungs-Erfolg wird die Sensation. Bei der nächsten Überzahl schießt erneut der überragende Valenti das 5:1 (35.). Meister Bietigheim ist bereits nach gut der Hälfte der Partie geschlagen und muss sich fortan Spott von den Rängen gefallen lassen. „Nur noch fünf“, singen die Füchse-Fans in Anspielung auf einen zweistelligen Sieg. Dass es dazu nicht kommt, stört am Ende niemand. Das letzte Drittel wird zum Schaulaufen, weil die Partie längst entschieden ist.
Während die Füchse ausgelassen ihren Husarenstreich feiern, bilanziert Bietigheims Meistercoach Christian Brittig die schwärzeste Stunde hinter der Bande der Steelers: „Ich bin jetzt das dritte Jahr Trainer in Bietigheim. Aber eine solche Niederlage haben wir bisher noch nicht kassiert.“
Frank Noack
Jubel: Trainer Dirk Rohrbach (M.) feiert mit den Spielern. Foto: Aswendt
Auch Neu-Coach Dirk Rohrbach stürmte nach Spielschluss auf das Eis und beglückwünschte jeden Profi einzeln zu diesem unglaublichen Husarenstreich: Mit dem 5:1-Heimsieg gegen den amtierenden Zweitliga-Meister Bietigheim Steelers gelang den Lausitzer Füchsen am Sonntagabend die erste ganz große Sensation der neuen Spielzeit in der 2. Bundesliga.
Im Playoff-Halbfinale der vergangenen Saison hatte Weißwasser noch vier Niederlagen gegen Bietigheim kassiert. Diesmal wurden die Steelers von den Füchsen regelrecht zu Schrott verarbeitet. „Ein Riesenkompliment an die Mannschaft für diese Leistung. Sie hat phasenweise sensationell gespielt“, jubelte Rohrbach. Zumal der Sieg auch in dieser Höhe kein Zufallsprodukt war, sondern die Summe von vielen kleinen Achtungs-Erfolgen gegen den Meister. So mancher der 1748 begeisterten Zuschauer im Fuchsbau wollte zunächst seinen Augen nicht trauen. Doch dann nimmt der Wahnsinn seinen Lauf.
Den ersten Achtungs-Erfolg landen die Füchse mit der 1:0-Führung, als Carsten Gosdeck von der blauen Linie einen mächtigen Schlagschuss in die Maschen setzt. Kurz danach nimmt Bietigheims Coach Christian Brittig bereits eine Auszeit. Er muss seine Reihen ordnen – wieder ein Achtungs-Erfolg für die Füchse. Auch vom Ausgleich durch René Schoofs (18.) lassen sich die Gastgeber nicht verunsichern. Sie stemmen sich mit großem Laufaufwand gegen die Kombinationen der Steelers.
Es folgen denkwürdige Minuten. Bietigheims Dominik Hammer muss wegen eines Fouls mit Verletzungsfolge vom Eis. Die fünfminütige Überzahl nutzen die Füchse zu sage und schreibe drei Toren. Sven Valenti (25.), Robin Sochan (26.) und nochmals Valenti (27.) treffen im Minutentakt. So effizient haben die Füchse schon lange nicht mehr in Überzahl agiert. Sie spielen in dieser Phase nicht nur traumhaft gut, sondern Katz und Maus mit dem Meister. Bietigheim wird regelrecht vorgeführt und holt den entnervten Torhüter Sinisa Martinovic vom Eis – wieder einer dieser kleinen Achtungs-Erfolge.
Und der Sturmlauf der Füchse geht trotz des Torwart-Wechsels weiter. Aus dem Achtungs-Erfolg wird die Sensation. Bei der nächsten Überzahl schießt erneut der überragende Valenti das 5:1 (35.). Meister Bietigheim ist bereits nach gut der Hälfte der Partie geschlagen und muss sich fortan Spott von den Rängen gefallen lassen. „Nur noch fünf“, singen die Füchse-Fans in Anspielung auf einen zweistelligen Sieg. Dass es dazu nicht kommt, stört am Ende niemand. Das letzte Drittel wird zum Schaulaufen, weil die Partie längst entschieden ist.
Während die Füchse ausgelassen ihren Husarenstreich feiern, bilanziert Bietigheims Meistercoach Christian Brittig die schwärzeste Stunde hinter der Bande der Steelers: „Ich bin jetzt das dritte Jahr Trainer in Bietigheim. Aber eine solche Niederlage haben wir bisher noch nicht kassiert.“
Frank Noack
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 14. September 2009