In einem begeisternden Heimspiel überzeugen die Weißwasseraner vor allem in eigener Überzahl.
Der Heimauftakt der Lausitzer Füchse macht Appetit auf mehr. Gestern Abend bezwangen die Weißwasseraner vor 1750 Zuschauern den Titelverteidiger mit 5:1. Das erstaunliche dabei: Der Sieg gelang nicht nur mit einer kämpferisch überzeugenden Leistung, sondern die Füchse ließen auch spielerische Klasse aufblitzen. Die weitgereisten Gäste wirkten dagegen das ganze Spiel über müde, konnten aus ihrer Defensivtaktik nur selten Nadelstiche nach vorn setzen. Die Füchse mussten im ersten Drittel eine Schrecksekunde überstehen, als Walton allein auf das Weißwasseraner Tor zu lief, MacDonald aber stark parierte. Der Führungstreffer gelang den Füchsen in Überzahl, als sie die Scheibe aus der „rechten Ecke“ auf die Verteidigerposition spielten und von dort Carsten Gosdeck sofort abzog. Dem Gästetorwart war die Sicht verdeckt, so dass er nicht eingreifen konnte.
Danach hatten die Füchse einige bange Minuten zu überstehen, wurden vom Schiedsrichter auch mehrfach auf die Strafbank geschickt. Eine 3:5-Unterzahl überstanden die Gastgeber, aber dann schlug es doch ein. René Schoofs konnte vor dem Tor abstauben und drückte die Scheibe über die Linie.
Drei Tore in 150 Sekunden
Gleich zu Beginn des Mitteldrittels kam es zur spielentscheidenden Szene: Gästestürmer Dominik Hammer musste nach einem Foul mit Verletzungsfolge in die Kabine, seine Mannschaft fünf Minuten in Unterzahl agieren. Die Strafe war sicherlich hart, weil das Foul nicht böswillig. Der Regel nach hat der Schiedsrichter aber keinen Ermessensspielraum, wenn Blut fließt.
Diese Überzahlzeit nutzten die Weißwasseraner zu drei Toren binnen 150 Sekunden. Die Treffer fielen nach dem immergleichen Muster: Die Füchse spielten sich den Puck in der „rechten Ecke“ zu und passten dann auf den lauernden Verteidiger, der sofort abzog. Beim 2:1 schlenzte Albrecht den Puck vor das Tor, Valenti bugsierte ihn über die Linie. Beim 3:1 traf Sochan von der blauen Linie direkt, beim 4.1 fälschte erneut Valenti einen Gosdeck-Schuss ab. Mit der Führung im Rücken spielten die Füchse sehr selbstbewusst und kamen in der nächsten Überzahl zum vorentscheidende Treffer. Diesmal lief Tepper von der Verteidigerposition ein, täuschte einen Schuss an, legte aber auf Valenti ab. Der hatte am langen Pfosten keine Mühe. Danach spielten die Füchse die Zeit clever runter. Einziger „Minivorwurf“: Als die Steelers im Schlussdrittel Räume anboten, nutzten die Füchse ihre Konter nicht zu weiteren Treffern.
Trainerstimmen
Christian Brittig (Steelers): Ich kann mich nicht erinnern, mit Bietigheim jemals so hoch verloren zu haben. Vielleicht ist diese Niederlage zu diesem Zeitpunkt ja gut für uns. Knackpunkt des Spiels war mit Sicherheit die Fünf-Minutenstrafe, in der wir drei Tore kassiert haben. Wir waren in dieser Situation völlig überfordert. Ich gratuliere Weißwasser zum Sieg. Die Füchse haben heute eine wirklich gute Leistung gezeigt.
Dirk Rohrbach (Füchse): Natürlich bin ich sehr zufrieden mit meiner Mannschaft. Gerade im Powerplay haben wir hervorragend gespielt. Sicherlich hat uns da auch geholfen, dass wir die Videos vom letzten Spiel gegen Bietigheim noch einmal analysiert haben. Es war unsere Aufgabe, dass Defensivsystem der Steelers zu knacken. Im ersten Drittel haben wir es noch zu viel mit Einzelaktionen versucht. Dann aber hat das Team die Hinweise super umgesetzt. (Von Ronny Reddo und Frank Thümmler)
Der Heimauftakt der Lausitzer Füchse macht Appetit auf mehr. Gestern Abend bezwangen die Weißwasseraner vor 1750 Zuschauern den Titelverteidiger mit 5:1. Das erstaunliche dabei: Der Sieg gelang nicht nur mit einer kämpferisch überzeugenden Leistung, sondern die Füchse ließen auch spielerische Klasse aufblitzen. Die weitgereisten Gäste wirkten dagegen das ganze Spiel über müde, konnten aus ihrer Defensivtaktik nur selten Nadelstiche nach vorn setzen. Die Füchse mussten im ersten Drittel eine Schrecksekunde überstehen, als Walton allein auf das Weißwasseraner Tor zu lief, MacDonald aber stark parierte. Der Führungstreffer gelang den Füchsen in Überzahl, als sie die Scheibe aus der „rechten Ecke“ auf die Verteidigerposition spielten und von dort Carsten Gosdeck sofort abzog. Dem Gästetorwart war die Sicht verdeckt, so dass er nicht eingreifen konnte.
Danach hatten die Füchse einige bange Minuten zu überstehen, wurden vom Schiedsrichter auch mehrfach auf die Strafbank geschickt. Eine 3:5-Unterzahl überstanden die Gastgeber, aber dann schlug es doch ein. René Schoofs konnte vor dem Tor abstauben und drückte die Scheibe über die Linie.
Drei Tore in 150 Sekunden
Gleich zu Beginn des Mitteldrittels kam es zur spielentscheidenden Szene: Gästestürmer Dominik Hammer musste nach einem Foul mit Verletzungsfolge in die Kabine, seine Mannschaft fünf Minuten in Unterzahl agieren. Die Strafe war sicherlich hart, weil das Foul nicht böswillig. Der Regel nach hat der Schiedsrichter aber keinen Ermessensspielraum, wenn Blut fließt.
Diese Überzahlzeit nutzten die Weißwasseraner zu drei Toren binnen 150 Sekunden. Die Treffer fielen nach dem immergleichen Muster: Die Füchse spielten sich den Puck in der „rechten Ecke“ zu und passten dann auf den lauernden Verteidiger, der sofort abzog. Beim 2:1 schlenzte Albrecht den Puck vor das Tor, Valenti bugsierte ihn über die Linie. Beim 3:1 traf Sochan von der blauen Linie direkt, beim 4.1 fälschte erneut Valenti einen Gosdeck-Schuss ab. Mit der Führung im Rücken spielten die Füchse sehr selbstbewusst und kamen in der nächsten Überzahl zum vorentscheidende Treffer. Diesmal lief Tepper von der Verteidigerposition ein, täuschte einen Schuss an, legte aber auf Valenti ab. Der hatte am langen Pfosten keine Mühe. Danach spielten die Füchse die Zeit clever runter. Einziger „Minivorwurf“: Als die Steelers im Schlussdrittel Räume anboten, nutzten die Füchse ihre Konter nicht zu weiteren Treffern.
Trainerstimmen
Christian Brittig (Steelers): Ich kann mich nicht erinnern, mit Bietigheim jemals so hoch verloren zu haben. Vielleicht ist diese Niederlage zu diesem Zeitpunkt ja gut für uns. Knackpunkt des Spiels war mit Sicherheit die Fünf-Minutenstrafe, in der wir drei Tore kassiert haben. Wir waren in dieser Situation völlig überfordert. Ich gratuliere Weißwasser zum Sieg. Die Füchse haben heute eine wirklich gute Leistung gezeigt.
Dirk Rohrbach (Füchse): Natürlich bin ich sehr zufrieden mit meiner Mannschaft. Gerade im Powerplay haben wir hervorragend gespielt. Sicherlich hat uns da auch geholfen, dass wir die Videos vom letzten Spiel gegen Bietigheim noch einmal analysiert haben. Es war unsere Aufgabe, dass Defensivsystem der Steelers zu knacken. Im ersten Drittel haben wir es noch zu viel mit Einzelaktionen versucht. Dann aber hat das Team die Hinweise super umgesetzt.
(Von Ronny Reddo und Frank Thümmler)
Quelle: Sächsische Zeitung vom 14.09.2009