Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Etwas zu wenig Körperspiel
21.09.2009 | 11:11 Uhr von
Wer spielerisch überzeugt, gewinnt lange noch nicht jedes Eishockeyspiel. Diese bittere Erfahrung machten die Fischtown Pinguins bei ihrem Auftritt in Weißwasser. Der Zweitligist aus der Seestadt verlor bei den Lausitzer Füchsen mit 2:5 (1:1, 1:2, 0:2).
Über weite Strecken konnten die Pinguins sehenswert kombinieren – gerade in den ersten beiden Perioden. Doch ein zu nachlässiges Defensivverhalten und wohl auch zu wenig Körperspiel, brachten die Gäste um den Lohn ihrer Arbeit.

Die Füchse nutzten das konsequent aus und kamen unterm Strich zu einem absolut verdienten Heimsieg. Für Bremerhaven trafen gestern Marian Dejdar und Alexandre Parent.

Als Konsequenz aus der unglücklichen 2:3-Niederlage gegen die Schwenninger Wild Wings am Freitag ließ Coach Gunnar Leidborg kräftig rotieren.

Er riss das Duo Jonas Lanier/Chris Stanley auseinander, dem gegen die Schwaben nicht viel gelungen ist. Stanley bekam mit Sergej Janzen und Dimitri Litesov zwei schnelle Außenangreifer an die Seite gestellt. Lanier durfte gemeinsam mit Center André Mücke und – völlig überraschend – mit Sören Sturm ran.

Der Förderlizenzler aus Köln machte seinem Namen alle Ehre und wurde gestern von Leidborg vom Abwehrmann zum Angreifer umfunktioniert. „Kein Problem, Sören hat diese Rolle auch schon bei den Kölner Haien mir Bravour gemeistert“, sagte Teammanager Alfred Prey vor der Partie. Nach zwei Dritteln stellte Leidborg wieder auf die altbewährten Formationen um.

Guter Start
Die Pinguins erwischten einen guten Start und machten vom ersten Bully an einen konzentrierten Eindruck.


André Mücke hatte die erste große Chance für die Gäste auf dem Schläger. Er scheiterte aber mit einem Schuss aus der Drehung (4. Minute). Auch die Füchse hatten gute Situationen im Angriff, doch Goalie Jan Guryca machte einen guten Job und fischte alle Pucks weg, die in seine Richtung kamen.

In der zwölften Minute besaß Pierre Luc O’Brien eine Riesenmöglichkeit. In Unterzahl fuhr er einen furiosen Konter, scheiterte aber knapp mit einem Bauerntrick an Füchse-Torhüter Ryan MacDonald. Das Spiel wogte hin und her – das erste Tor ging aber auf das Konto der Bremerhavener: Nach feinem Querpass von Marian Dejdar netzte Alexandre Parent zum 1:0 ein (17.).

Umstrittene Pfiffe
Nach umstrittenen Pfiffen des Hauptschiedsrichter mussten die Pinguins eine 3/5-Unterzahl über sich ergehen lassen. Füchse-Stürmer Marvin Tepper ließ die Chance nicht entgehen und erzielte das 1:1 für die Gastgeber (18.).

Die Pinguins besaßen ein technisches Übergewicht – das war okay. Defensiv allerdings gibt es noch Verbesserungsbedarf. Oftmals konnten die Füchse die Scheibe im Bremerhavener Drittel zu einfach behaupten. Das Körperspiel muss intensiviert werden.

Nach einem Zuckerpass von Chris Leinweber schlug Dejdar den goldrichtigen Weg ein und verwertete die Vorlage zum 2:1 für die Pinguins (24.). 57 Sekunden später schlugen die Lausitzer zurück – Gosdeck, der nicht konsequent genug gestört wurde, schob die Scheibe zum 2:2 über die Linie (25.).

Es kam noch schlimmer für die Seestädter: Sie konnten Weißwassers Chris Straube nicht abräumen, und der bediente seinen Kollegen Thomas Götz zum 3:2 (35.).

Die Pinguins starteten im letzten Drittel mit dem Mut der Verzweiflung. Aber mit dem vierten Tor der Lausitzer durch Danny Albrecht (45.) bekamen die Hoffnungen der Bremerhavener einen herben Dämpfer. Sebastian Klenner (48.) setzte noch einen drauf.

Die Pinguins gaben nicht auf und suchten immer wieder den Weg zum Weißwasseraner Tor – aber selbst bei einer 5/3-Überzahlaktion in der Schlussphase wollte der Puck nicht über die Torlinie rutschen.

Quelle: Nordseezeitung
863 mal gelesen
 
» Die News ist älter als 14 Tage. Die Kommentarfunktion wurde deshalb deaktiviert.
MATCHUP
 
SOMMERPAUSE
LETZTER SPIELTAG
So. 29.03.26
  1 2 3 F
LF 0 0 0 0
KH 0 0 0 0
KURZTABELLE
1. Krefeld Pinguine 114
2. Kassel Huskies 106
3. Star Bulls Rosen 97
4. Ravensburg Tower 91
5. SC Bietigheim St 89
6. EV Regensburg 81
7. Lausitzer Füchse 79
8. EV Landshut 76
9. Düsseldorfer EG 74
10. Eispiraten Crimm 68
11. EHC Freiburg 61
12. Blue Devils Weid 57
13. EC Bad Nauheim 55
14. ESV Kaufbeuren 44
KALENDER
LINKS
ADMINISTRATION