Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Heimstärke vs. Auswärtsschwäche
07.10.2009 | 22:31 Uhr von
Beide Feststellungen könnte man sich als Vorzeichen für die Partie des 9.Spieltages vor Augen führen – wenn am kommenden Freitag, die derzeit auf Platz dreizehn und damit auf dem vorletzten Platz liegenden Landshut Cannibals, ihr Visitenkärtchen bei den bis dato sechs Plätze besser datierten Lausitzer Füchsen abgeben. Visitenkärtchen deshalb, weil die bisherigen Auswärtsdarbietungen der Niederbayern fast genau so kläglich waren, wie die Spiele in der Fremde des heutigen Gastgebers aus Ostsachsen. Lediglich zwei Punkte auf fremdem Geläuf konnten die Cannibals bisher entführen. So geschehen am vorletzten Spieltag, bei dem eigentlich richtig wahren Sachsenderby-Teilnehmer, dem ETC Crimmitschau. Dort gewannen die Spieler um Trainer Tobias Abstreiter mit 4:3 nach Penaltyschiessen. Alle anderen drei Begegnungen, wo man als Gastmannschaft aktiv war, gingen nach regulärer Spielzeit verloren. So sind die Vorzeichen auf starke Landshuter Auswärts-Kannibalen nicht gerade positiv gestimmt, jedoch muss man aus Lausitzer Sicht gesehen gerade deswegen angeknockte Gegner noch ernster nehmen, will man den fünften Sieg im fünften Heimspiel unter Dach und Fach bringen.

Auch in eigener Halle läuft es für die Landshuter noch lange nicht optimal. Mit gerade mal einem mageren Heimsieg konnte man drei Zähler zu den bisherigen insgesamt fünf Gesamtpunkten beisteuern.
Ausschlaggebend dafür dürfte neben den derzeit schwierigen finanziellen Verhältnissen auch die Verjüngung des doch so erfolgsverwöhnten Kaders sein. So musste man, um Kosten zu sparen, wohl oder übel, auf viele junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs wie z.b. Sebastian Schwarz, Maximilian Weitl, Florian Mayer, Tobias Rieder oder Tom Kühnhackl zurückgreifen. Zwar alles gute Talente, die langsam aufgebaut und an das Zweitliga-Niveau herangeführt werden sollen, jedoch wird dieses Unternehmen eine Zeit in Anspruch nehmen.
Diesen Schritt sieht man auch in der Ligaweiten Scorer-Wertung. So ist es nicht verwunderlich, wenn letztgenannter Kühnhakl, mit derzeit drei erzielten Toren und zwei Vorlagen, auf Platz 74! liegend, bester Scorer seines Teams ist. Alle seine drei geschossenen Tore erzielte er am vergangenen Sonntag als lumpenreinen Hattrick beim Heimspiel gegen Schwenningen, welches man aber trotzdem wieder verlor.
Um diesen Abwärtstrend zu stoppen zog unter der Woche die Landshuter Führungsriege die Reißleine. So wurde bekannt, dass man sich von drei! Kontingentspielern trennen werde. Zu diesen gehören die noch mit Probeverträgen ausgestatteten Andrew Eastman (Vertrag bis Ende Oktober) und Ty Morris (Vertrag bis Ende November) und der ausländische Verteidiger Nick Anderson (ab sofort nicht mehr im Kader). Alle drei haben den Anforderungen der Cannibals nicht entsprochen hieß es. Eastman und Morris sollen "zeitnah" durch qualitativ bessere Kontingentspieler ersetzt werden.
Weiterhin steht eine 20%ige Kürzung der Spielergehälter für Oktober im Raum, sollten in den nächsten sieben Spielen nicht mindestens 13 Punkte eingefahren werden.

Trifft die eklatante Auswärtsschwäche auch auf die Füchse zu, mit null Punkten in vier Versuchen, so ist der heimische Fuchsbau mittlerweile wieder zu einer wahren Festung geworden. Mit Meister Bietigheim, Bremerhaven, Hannover und den Eispiraten aus Crimmitschau, mussten sich schon vier Teams den wuchtigen Offensivwellen der Lausitzer beugen. Aus einer bisherigen geschlossenen Mannschaftsleistung, sticht dabei ganz klar die Formation um Carsten Gosdeck, Danny Albrecht, Marvin Tepper, Sven Valenti und Kapitän Sebastian Klenner hervor. Ganze 18 der 28 geschossenen Tore gehen dabei auf diese Paradereihe. Starker Rückhalt für diese großen Angriffsbemühungen ist wieder der Kanadier Ryan MacDonald im Tor. Mit waghalsigen Paraden und einer sicheren Coolness gibt er so seinen Vorderleuten Sicherheit und Stabilität. So auch am vergangenen Sonntag im ersten Derby der Saison gegen Crimmitschau, als er in der Schlussphase des Spieles mehrmals gegen heranstürmende Piraten in höchster Not retten musste und somit wieder einmal mehr zum Matchwinner wurde.

Wenn das Team weiterhin so gut zusammen funktioniert und die bisherigen Top-Scorer der Lausitzer fast weiter nach belieben Treffen, so sollte dem fünften Heimsieg im fünften Heimspiel nichts mehr im Wege stehen, auch wenn die Kannibalen mit allen Kräften versuchen werden dagegenzuhalten und somit Ihre ersten drei Auswärtspunkte für sich zu gewinnen.

Das Spiel beginnt um 19.30 Uhr in der Eishalle in Weißwasser und steht dabei unter der Leitung von Hauptschiedsrichter Stefan Franz. Ihm assistieren die Herren Daniel Hedwig und Göran Noeller.
1243 mal gelesen
 
1 | schlagschuss | 08.10.2009 @ 11:35
Kläglich? Ich kanns nimmer hören. Auch wir werden mal zu Hause verlieren und Auswärts oder in Dresden gewinnen... ;-)
2 | derlen | 08.10.2009 @ 18:09
Wenn Du es nicht mehr hören oder lesen kannst, dann setze Dich auf Deine 4 Buchstaben und fange an selber etwas sinnvolles zusammen zu kritzeln.
3 | thingslikehockey | 09.10.2009 @ 11:43
Ich find des Bericht gut, das war nich immer so ;)
4 | thingslikehockey | 09.10.2009 @ 11:43
den...
5 | derlen | 09.10.2009 @ 17:09
Meine sind immer gut! Ich kann Dir gerne alle meine bisher verfassten noch einmal als Word Datei zukommen lassen;-)!
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