Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Die Heimserie der Lausitzer Füchse reißt
10.10.2009 | 10:55 Uhr von
Gegen Landshut geben die Weißwasseraner das Spiel mit einem schwachen Mitteldrittel aus der Hand.

Dass eine Serie der Füchse gestern Abend reißen würde, war schon vor dem Spiel klar. Die Weißwasseraner hatten bisher alle Freitagspiele der Saison (alle auswärts) verloren, dafür alle Heimspiele (alle am Sonntag) gewonnen. Natürlich sollte die „schwarze Freitagserie beendet werden, und es sah in den ersten Minuten gut aus. Die Füchse hatten mehr Spielanteile, wirkten läuferisch spritziger und stocktechnisch sicherer , verpassten es aber, eine Vielzahl der ganz großen Chancen herauszuspielen. Die erst hatte Routinier Masek, als ein Landshuter beim Versuch, den Puck aus dem Drittel zu spielen, einen Füchsespieler anschoss, die Scheibe zu Masek prallte und der vom Bullykreis abzog. Cinibulk, der Torwart der Cannibals, parierte aber stark. Danach mussten zwei Landshuter mit Strafen vom Eis. Die Füchse hatten für 23 Sekunden eine 5:3-Überzahl, konnten die zwar nicht direkt nutzen, kamen aber in der folgenden einfachen Überzahl zum verdienten Führungstreffer. Masek hatte von hinter dem Tor auf die linke Verteidigerposition gepasst, Valenti direkt mit einem halbhohen Schlenzer abgezogen. Cinibulk war die Sicht verdeckt.

Danach verpassten es die Füchse, energisch auf den zweiten Treffer zu drücken, obwohl die Gäste (noch) ungefährlich wirkten. Sie schossen nach 14 Minuten das erste mal auf das Tor, Goalie MacDonald war aber gegen den Direktschuss zur stelle. Und dann kamen die Landshuter mit ihrer Paradereihe zu einer 3:1-Überzahl. Zum Glück schoss Toupal, anstatt noch einmal abzulegen, und Mac Donald konnte halten.



Kaum ein Durchkommen gab es für die Lausitzer Füchse gegen die Landshut Cannibals. Hier versucht es Carsten Gosdeck vergeblich. Foto: Gunnar Schulze


Den Füchsen schien das insgesamt gute erst Drittel etwas zu Kopf gestiegen zu sein, auch die Landshuter Warnschüsse wurden wohl verdrängtEs sah jedenfalls so aus, als würden die Weißwasseraner die Gäste zu Beginn des zweiten Drittels etwas auf die leichte Schulter zu nehmen. Die Gäste, die jetzt munterer und besser sortiert wirkten, bestraften das relativ schnell. Erst kam Forster aus der jungen, aber agilen dritten Reihe der Gäste im Füchse-Drittel an den Puck und zog sofort ab und traf. Und dann schoss Hundhammer von der linken Verteidigerposition aufs Tor, bekam die Scheibe als Abpraller wieder und netzte sie im zweiten Versuch ein. Die Füchse benötigten eine Weile, um sich von diesem Schock zu erholen, wirkten jetzt verkrampft. Die Gastgeber meldeten sich erst in der 34. Minute wieder zurück, als Markus Lehnigk mit einem schönen Schuss das Dreiangel knapp verfehlte. Dann hatte Danny Albrecht eine gute Chance, als er von der rechten Seite vor das Tor zog, Cinibulk aber hielt. Und in der nächsten Überzahl kam Pech hinzu: Sven Valenti traf aus der mittleren Verteidigerposition nur die Torlatte.

Im Schlussdrittel versuchten die Lausitzer Füchse noch einmal alles, um die erste Heimniederlage der Saison zu verhindern. Aber sie versuchten es jetzt zu oft auf eigene Faust, spielerisch lief nicht mehr viel zusammen. Und die Gäste warfen auch alles in die Waagschale, waren sogar etwas gefährlicher, als die Füchse mehr riskierten und ihre Defensive öffneten. Markus Lehnigk hatte lange Zeit die beste Chance zum Ausgleich. Gut 90 Sekunden vor Schluss kassierten die Gäste noch eine Strafe, Füchse-Trainer Dirk Rohrbach nahm Torwart Ryan MacDonald vom Eis. In der 6:4-Überzahl ergaben sich noch einmal gute Chancen. Sebastian Klenner traf aber nur den Pfosten und auch Carsten Gosdeck scheiterte. Die Landshuter brachten den knappen Vorsprung über die Zeit.

Aus der Niederlage können die Füchse eine Lehre ziehen: Wenn man die Zügel schleifen lässt, wenn das Spiel läuft, ist es nicht so leicht, sie später bei Bedarf wieder aufzunehmen. Jetzt gilt es, auch der zweiten Serie am Sonntag ein Ende zu bereiten – nämlich der der Auswärtsniederlagen, auch wenn es in Heilbronn schwer wird.

Von Ronny Reddo und Frank Thümmler

Quelle: Sächsische Zeitung vom 10.10.2009
497 mal gelesen
 
» Die News ist älter als 14 Tage. Die Kommentarfunktion wurde deshalb deaktiviert.
MATCHUP
 
SOMMERPAUSE
LETZTER SPIELTAG
So. 29.03.26
  1 2 3 F
LF 0 0 0 0
KH 0 0 0 0
KURZTABELLE
1. Krefeld Pinguine 114
2. Kassel Huskies 106
3. Star Bulls Rosen 97
4. Ravensburg Tower 91
5. SC Bietigheim St 89
6. EV Regensburg 81
7. Lausitzer Füchse 79
8. EV Landshut 76
9. Düsseldorfer EG 74
10. Eispiraten Crimm 68
11. EHC Freiburg 61
12. Blue Devils Weid 57
13. EC Bad Nauheim 55
14. ESV Kaufbeuren 44
KALENDER
LINKS
ADMINISTRATION