Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Vorzeige-Projekt auf dem Eis
13.10.2009 | 05:33 Uhr von
Für drei talentierte Puckjäger aus Weißwasser wird am Dienstagabend ein EishockeyTraum wahr: Sie feiern im Pokalspiel gegen Crimmitschau ihr Debüt im Profiteam der Lausitzer Füchse. Die Entwicklung des Trios gilt als Vorzeige-Projekt.
An den neuen Weg müssen sich die Zwillinge Eric und Chris Neumann sowie Jörg Noack erst noch gewöhnen. Die 16-Jährigen werden heute Abend vor der Partie gegen Crimmitschau (Beginn um 19.30 Uhr) nicht wie sonst üblich die Treppen hinauf zum Nachwuchsbereich gehen, der im ersten Stock der Weißwasseraner Eishalle untergebracht ist. Stattdessen dürfen sie sich in der mit einem Nummerncode gesicherten Kabine der Profis umziehen.

Große Vorfreude

Entsprechend groß ist die Vorfreude bei den Talenten. „Für uns wird ein Traum wahr“, erklärt Jörg Noack. Und die Zwillinge Eric und Chris Neumann ergänzen: „Die Füchse sind unser Heimatverein. Mit 16 Jahren schon eine Chance bei den Profis zu erhalten, ist klasse. Bisher haben wir mit großen Augen daneben gestanden, jetzt sind wir dabei.“

Für diesen Tag X haben die drei Youngster und auch der Verein jede Menge investiert. Seit elf Jahren werden die Eigengewächse im Fuchsbau ausgebildet. Um ihr Talent weiter zu fördern, hat Cheftrainer Dirk Rohrbach in der vergangenen Saison sogar morgendliche Sonderschichten mit Eric und Chris Neumann sowie Jörg Noack absolviert. Noch vor dem ersten Klingelzeichen standen die drei ehrgeizigen Schüler des Landau-Gymnasiums von 6.30 Uhr bis 7.15 Uhr auf dem Eis. Die Saisonvorbereitung haben sie schon mit den Profis absolviert. „Alle drei Jungs sind talentiert und vor allem sehr ehrgeizig. Wenn es nach ihnen ginge, würden sie den ganzen Tag auf dem Eis verbringen“, erzählt Nachwuchstrainer Torsten Hanusch.

Das Trio gehört zu den ganz großen Talenten, die der Lausitzer Eissport derzeit zu bieten hat. Ihr Einsatz gegen Crimmitschau ist deshalb mehr als nur der erste Schritt im Profiteam. „Diese drei Jungs sind unser Vorzeige-Projekt“, betont Cheftrainer Rohrbach. Der Verein könne ihnen zwar nicht die Deutsche Nachwuchs-Liga (DNL) als höchste Spielklasse im Nachwuchsbereich bieten, weil die DNL für Weißwasser derzeit zu teuer ist und es außerdem in der entsprechenden Altersgruppe nicht genügend Spieler gibt. „Aber wir wollen ihnen einen adäquaten Weg aufzeigen. Es ist unser Weißwasseraner Weg“, sagt Rohrbach.

Drei Säulen

Er besteht aus drei Säulen: Die Talente spielen in der Jugend-Bundesliga, außerdem bei den Kooperationspartnern Jonsdorf sowie Niesky und bekommen zudem regelmäßige Eiszeiten beim Training des Zweitliga-Teams. Damit sollen sie trotz der Konkurrenz anderer Nachwuchs-Hochburgen im Fuchsbau gehalten werden. „Es bringt für uns nichts, immer nur nach Berlin oder Mannheim zu schauen“, findet Rohrbach.

Ob der Weißwasseraner Weg funktioniert, wird sich spätestens in drei bis vier Jahren zeigen. Dann sollen sich einheimische Talente wie die Neumann-Zwillinge und Jörg Noack im Zweitliga-Team etabliert haben.

Frank Noack

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 13.Oktober 2009
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