Das Rennen um den Eishallenneubau in Weißwasser ist eröffnet. Architekten, Statiker und andere Baufachleute haben sich Dienstag im Rathaus die Klinke in die Hand gegeben. Vier Planer – 16 hatten sich beworben – durften sich und ihre Vorstellungen im Bau- und Wirtschaftsausschuss der Stadt Weißwasser vorstellen, die endgültige Entscheidung trifft dann der Stadtrat.
Planungsgruppe Prof. Ralf Sommer, Cottbus:
Architekt Ralf Sommer schwebt für Weißwasser ein „Eispalast“ vor, der in Art und Bauweise an einen Eiskristall erinnert. „Damit wären Sie in der Gegend unverwechselbar“, warb er für sich und seine Partner aus der „Arge Eisstadion Weißwasser“, die aus Chemnitz und Ilmenau kommen. Er betont die Bedeutung von persönlichen Gesprächen mit den Leuten vor Ort, damit eine maßgeschneiderte Eishalle für Weißwasser entsteht. Sommer regt an, zu Beginn der Planungsphase einen einwöchigen Workshop mit allen Beteiligten abzuhalten, um Ideen zu sammeln. Zudem verweist der Architekt auf Erfahrungen seiner Partner in Sachen Eishallenbau in Ilmenau und Liberec.
Planungsbüro Deyle, Stuttgart:
Auf eine lange Referenzliste verweist Reinhard Kubens, Prokurist und Gesellschafter beim Stuttgarter Planungsbüro Deyle. „Von uns geplante Einrichtungen waren und sind Schauplatz von Europa- und Weltmeisterschaften“, betont er und führt die Bob- und Rodelbahn in Turin als Beispiel an. Auch Eishallen stehen einige auf der Liste: Regen, Frankfurt am Main, Sarajevo, Dortmund sind nur einige davon. Gesetzt werde auf Funktionalität, so dass etwa Kioske und Toiletten für alle Zuschauer schnell erreichbar wären. Mit der Eishalle in Weißwasser hatten die Planer vor einigen Jahren auch schon mal zu tun. Sie sanierten Teile der kältetechnischen Anlage. „Eine Selbstverständlichkeit“ ist für Kubens die Einbeziehung der Weißwasseraner in Entscheidungs- und Entwicklungsprozesse.
asp Architekten, Stuttgart:
Eine Außenhülle in glattem Weiß, erinnernd an einen abgerundeten Eisblock, stellt sich Dimitros Kogius von asp vor. Der Architekt setzt so ebenfalls auf einen hohen Wiedererkennungswert der neuen Eishalle auch außerhalb der Stadt. Umlaufend stellen sich die Planer eine verglaste Promenade vor. „So sieht man gerade am Abend, dass Leben im Haus ist“, so Kogius. Innen sollen steile Ränge für „Hexenkessel“-Atmosphäre sorgen. Karsten Schust, Mitinhaber von asp, verweist unter anderem auf das Referenzobjekt „Porsche-Arena“, eine Multifunktionsarena in Stuttgart, die auch als Eishalle genutzt wird. „Wir stellen uns eine Halle vor, die eine gewisse Leichtigkeit hat, denn das Wesentliche darin ist und bleibt der Eishockey.“
Pohl Architekten, Jena; Knippers Helbig, Stuttgart und Krawinkel Ingenieure, Krefeld:
Energieeffizienz ist das zentrale Stichwort bei ihrer Vorstellung. „Hier lassen sich auf Dauer Kosten sparen – auch wenn im Bau etwas mehr investiert werden muss“, so einer der Planer, der aber auch betont, dass das im Rahmen des gesteckten Budgets möglich sei. Architekt Göran Pohl verweist als Referenz auf eine kleinere Halle in Inzell, die derzeit im Bau ist, aber auch auf größere Projekte wie etwa die Eisschnelllaufhalle in Erfurt. „Sie ist übrigens weltweit die kostengünstigste“, so Pohl. Er verspricht die Entwicklung einer Halle, die zur Stadt passt und von den Bürgern angenommen wird. Einen Bezug zu Weißwasser hat die Planungsgruppe auch: Der Firmengründer der Krawinkel Ingenieur GmbH höchstpersönlich hat selbst schon in Weißwasser Eishockey gespielt.
Also asp Stuttgart kommen meinen persönlichen Wunsch , nämlich Hexenkesselatmosphäre, sehr nahe. Steile Ränge sehr wichtig.
2 | Icefox | 14.10.2009 @ 18:21
eine kombination von den gesagten 4ren klingt fantastisch. doch finanziell wohl nicht machbar. ich bin sehr gespannt wer das rennen und wie die halle aussehen soll, mit inhalt selbst verständlich. :)
3 | Heidi | 14.10.2009 @ 18:34
Mal schauen wer gewinnt. Hoffentlich die, die das beste Konzept und gute Referenzen haben... Ich drück die Daumen..
4 | Zwiebl | 14.10.2009 @ 20:15
ich hoffe auf die Truppe, die das Stadion dann auch zu Ende baut.
5 | Eti | 15.10.2009 @ 19:18
Meinen Wünschen kommt die Planungsgruppe Prof. Ralf Sommer, Cottbus sehr nah sowie ASP, beim ersten wegen den guten Bsp. die sie vorher schon errichteten wie z.B. in Liberec und bei ASP wäre es der Hexenkesselbau aber daran gefiel mir der gedanke an den Bau ausserhalb von Weißwasser und dem ursprünglichen Platz aller Eissporthalle in Weißwasser nicht. Und zudem kommt die ganze zeit bei mir die Frage auf wie sie sich um das Geld sorgen machen können wenn man doch Sponsoren und treue Fans hat.
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Planungsgruppe Prof. Ralf Sommer, Cottbus:
Architekt Ralf Sommer schwebt für Weißwasser ein „Eispalast“ vor, der in Art und Bauweise an einen Eiskristall erinnert. „Damit wären Sie in der Gegend unverwechselbar“, warb er für sich und seine Partner aus der „Arge Eisstadion Weißwasser“, die aus Chemnitz und Ilmenau kommen. Er betont die Bedeutung von persönlichen Gesprächen mit den Leuten vor Ort, damit eine maßgeschneiderte Eishalle für Weißwasser entsteht. Sommer regt an, zu Beginn der Planungsphase einen einwöchigen Workshop mit allen Beteiligten abzuhalten, um Ideen zu sammeln. Zudem verweist der Architekt auf Erfahrungen seiner Partner in Sachen Eishallenbau in Ilmenau und Liberec.
Planungsbüro Deyle, Stuttgart:
Auf eine lange Referenzliste verweist Reinhard Kubens, Prokurist und Gesellschafter beim Stuttgarter Planungsbüro Deyle. „Von uns geplante Einrichtungen waren und sind Schauplatz von Europa- und Weltmeisterschaften“, betont er und führt die Bob- und Rodelbahn in Turin als Beispiel an. Auch Eishallen stehen einige auf der Liste: Regen, Frankfurt am Main, Sarajevo, Dortmund sind nur einige davon. Gesetzt werde auf Funktionalität, so dass etwa Kioske und Toiletten für alle Zuschauer schnell erreichbar wären. Mit der Eishalle in Weißwasser hatten die Planer vor einigen Jahren auch schon mal zu tun. Sie sanierten Teile der kältetechnischen Anlage. „Eine Selbstverständlichkeit“ ist für Kubens die Einbeziehung der Weißwasseraner in Entscheidungs- und Entwicklungsprozesse.
asp Architekten, Stuttgart:
Eine Außenhülle in glattem Weiß, erinnernd an einen abgerundeten Eisblock, stellt sich Dimitros Kogius von asp vor. Der Architekt setzt so ebenfalls auf einen hohen Wiedererkennungswert der neuen Eishalle auch außerhalb der Stadt. Umlaufend stellen sich die Planer eine verglaste Promenade vor. „So sieht man gerade am Abend, dass Leben im Haus ist“, so Kogius. Innen sollen steile Ränge für „Hexenkessel“-Atmosphäre sorgen. Karsten Schust, Mitinhaber von asp, verweist unter anderem auf das Referenzobjekt „Porsche-Arena“, eine Multifunktionsarena in Stuttgart, die auch als Eishalle genutzt wird. „Wir stellen uns eine Halle vor, die eine gewisse Leichtigkeit hat, denn das Wesentliche darin ist und bleibt der Eishockey.“
Pohl Architekten, Jena; Knippers Helbig, Stuttgart und Krawinkel Ingenieure, Krefeld:
Energieeffizienz ist das zentrale Stichwort bei ihrer Vorstellung. „Hier lassen sich auf Dauer Kosten sparen – auch wenn im Bau etwas mehr investiert werden muss“, so einer der Planer, der aber auch betont, dass das im Rahmen des gesteckten Budgets möglich sei. Architekt Göran Pohl verweist als Referenz auf eine kleinere Halle in Inzell, die derzeit im Bau ist, aber auch auf größere Projekte wie etwa die Eisschnelllaufhalle in Erfurt. „Sie ist übrigens weltweit die kostengünstigste“, so Pohl. Er verspricht die Entwicklung einer Halle, die zur Stadt passt und von den Bürgern angenommen wird. Einen Bezug zu Weißwasser hat die Planungsgruppe auch: Der Firmengründer der Krawinkel Ingenieur GmbH höchstpersönlich hat selbst schon in Weißwasser Eishockey gespielt.
Von Martina Albert
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 14.Oktober 2009