...für die fehlende Konstanz
Der Wechsel des Lautstärkepegels im Fuchsbau ist derzeit verräterisch. Er sagt viel aus über die schwierige Situation, in der sich die Lausitzer Füchse befinden
Am Sonntag nach der 4:5-Niederlage in der Verlängerung gegen den EHC München knallten zunächst die Türen in der Weißwasseraner Kabine. Denn der Frust war beträchtlich angesichts der vierten Niederlage in Folge. Zumal sie durchaus vermeidbar gewesen wäre gegen einen personell dezimierten Kontrahenten. Am gestrigen Dienstag wurde das laute Knallen der Türen dann von diversen Gesprächsrunden abgelöst. Sie verliefen zwar in deutlich ruhigerer Atmosphäre, waren aber alles andere als ein Kaffeekränzchen unter Männern. Im Mittelpunkt stand die Frage: Warum hat es die Mannschaft in den letzten Partien nicht mehr geschafft, über 60 Minuten eine konstante Leistung abzurufen? Nein, eine Krisensitzung sei es nicht gewesen, stellt Manager Ralf Hantschke klar. „Wir haben gemeinsam nach den Ursachen für die jüngsten Niederlagen geforscht“, sagt Hantschke.
Als eine mögliche Ursache wird immer wieder der extrem kleine Kader der Füchse genannt. Wegen der finanziellen Zwänge fehlt es der Mannschaft an Breite. Verletzungen wie jüngst der beiden Verteidiger Robert Bartlick und Sven Valenti fallen schwerer als sonst ins Gewicht. Vor allem die Leistungsträger müssen deshalb viele Sonderschichten auf dem Eis fahren. Die dafür nötige Kraft fehlt dann möglicherweise in so mancher Schlüsselszene. Zumindest für die Niederlage gegen München kann die Personalnot jedoch nicht als Ausrede herhalten, denn die mit sage und schreibe nur 13 Feldspielern angereisten Gäste waren zumindest an diesem Tag noch schlechter besetzt als die Füchse.
Stattdessen wurde am Sonntag vor allem über die Einstellung diskutiert. Sie sei mangelhaft gewesen, kritisierte Trainer Dirk Rohrbach nach dem Spiel gegen München. Zumal auch diese Partie ein Paradebeispiel für die derzeit fehlende Konstanz der Füchse war. Nach katastrophalem Start spielten die Gastgeber ein gutes Mitteldrittel, um dann im dritten Abschnitt wieder in Lethargie zu verfallen. In der Verlängerung folgte dann zwar ein Aufbäumen, aber eben auch ein schwerer individueller Fehler, der München den Siegtreffer gestattete. „Wir haben nur mit Fleiß, Kampf und harte Arbeit eine Chance“, betonte Rohrbach.
Hantschke sieht es ähnlich. Er fordert gerade in jenen Situationen, wenn es nicht so gut läuft oder die Kraft nachlässt, noch mehr Selbstdisziplin. „Gerade dann muss ich zuerst die vielen Kleinigkeiten machen und kann nicht irgendwelche taktischen Dinge versuchen, die so nicht abgesprochen sind“, appelliert er.
Diese Kleinigkeiten mit großer Wirkung entscheiden auch im Eishockey oftmals über Sieg oder Niederlage. Die vielen Einzelgespräche haben dieses Bewusstsein hoffentlich wieder geschärft. Und wenn es hilft, ist natürlich auch lautes Türenknallen als Wachrüttler weiterhin erlaubt.
Hoffentlich haben die Gespräche geholfen! Was ich allerdings bezweifle. Hab immer noch das Ding mit Popiesch im Kopf, wo die Spieler auch ihre Leistungen verwehrt haben. Kevin Young spielt jetzt bei den Piraten! Warum nicht bei uns?
2 | 3liter | 28.10.2009 @ 10:56
Warum Young nicht bei uns spielt? Weil wir Heineken nicht als Sponsor haben.
3 | Heineken09 | 28.10.2009 @ 11:14
Nächster bitte. Weil wir lieber Einzelspieler haben möchten.
4 | Matzl | 28.10.2009 @ 12:54
@ 2: Uuups, da hab ich doch glatt übersehen, dass Heineken in Crimmelsdorf eingestiegen ist......
5 | fuchs-fan | 28.10.2009 @ 14:18
@2 Quelle dazu bitte!
6 | 3liter | 28.10.2009 @ 14:37
Hö? Was für eine Quelle? Haben wir etwa Heineken als Sponsor? Wäre mir neu aber kann ja sein.
7 | Opi | 28.10.2009 @ 16:03
Im Bericht ist alles gesagt, nun sollte die Mannschaft es auch knallen lassen: und zwar auf dem Eis am Freitag!!!
8 | Lischi | 28.10.2009 @ 20:04
Ich muss schon sagen, einige haben hier den Sinn zur Realität verloren und denken immer noch wie haben nen Esel im Keller sitzen welcher Geldscheine sche.sst. Leute uns war allen von Anfang an klar um was es diese Saison geht, und wer anderes erwartet der sollte ganz schnell mal umdenken.
9 | Heineken09 | 29.10.2009 @ 14:21
Die Spieler die wir unter Vertrag haben sind bezahlt, aber was nützt uns das wenn sie ihr Leistungssoll nicht abrufen.
Ihr habt es doch Sonntag gesehen das sie erst nach der Auszeit am Sonntag aufgewacht sind und im letzten Drittel alles schleifen haben lassen. So das der Rumpfkader wieder rankam. Wenn morgen das gleiche passiert dann sag ich gut Nacht.
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Der Wechsel des Lautstärkepegels im Fuchsbau ist derzeit verräterisch. Er sagt viel aus über die schwierige Situation, in der sich die Lausitzer Füchse befinden
Am Sonntag nach der 4:5-Niederlage in der Verlängerung gegen den EHC München knallten zunächst die Türen in der Weißwasseraner Kabine. Denn der Frust war beträchtlich angesichts der vierten Niederlage in Folge. Zumal sie durchaus vermeidbar gewesen wäre gegen einen personell dezimierten Kontrahenten. Am gestrigen Dienstag wurde das laute Knallen der Türen dann von diversen Gesprächsrunden abgelöst. Sie verliefen zwar in deutlich ruhigerer Atmosphäre, waren aber alles andere als ein Kaffeekränzchen unter Männern. Im Mittelpunkt stand die Frage: Warum hat es die Mannschaft in den letzten Partien nicht mehr geschafft, über 60 Minuten eine konstante Leistung abzurufen? Nein, eine Krisensitzung sei es nicht gewesen, stellt Manager Ralf Hantschke klar. „Wir haben gemeinsam nach den Ursachen für die jüngsten Niederlagen geforscht“, sagt Hantschke.
Als eine mögliche Ursache wird immer wieder der extrem kleine Kader der Füchse genannt. Wegen der finanziellen Zwänge fehlt es der Mannschaft an Breite. Verletzungen wie jüngst der beiden Verteidiger Robert Bartlick und Sven Valenti fallen schwerer als sonst ins Gewicht. Vor allem die Leistungsträger müssen deshalb viele Sonderschichten auf dem Eis fahren. Die dafür nötige Kraft fehlt dann möglicherweise in so mancher Schlüsselszene. Zumindest für die Niederlage gegen München kann die Personalnot jedoch nicht als Ausrede herhalten, denn die mit sage und schreibe nur 13 Feldspielern angereisten Gäste waren zumindest an diesem Tag noch schlechter besetzt als die Füchse.
Stattdessen wurde am Sonntag vor allem über die Einstellung diskutiert. Sie sei mangelhaft gewesen, kritisierte Trainer Dirk Rohrbach nach dem Spiel gegen München. Zumal auch diese Partie ein Paradebeispiel für die derzeit fehlende Konstanz der Füchse war. Nach katastrophalem Start spielten die Gastgeber ein gutes Mitteldrittel, um dann im dritten Abschnitt wieder in Lethargie zu verfallen. In der Verlängerung folgte dann zwar ein Aufbäumen, aber eben auch ein schwerer individueller Fehler, der München den Siegtreffer gestattete. „Wir haben nur mit Fleiß, Kampf und harte Arbeit eine Chance“, betonte Rohrbach.
Hantschke sieht es ähnlich. Er fordert gerade in jenen Situationen, wenn es nicht so gut läuft oder die Kraft nachlässt, noch mehr Selbstdisziplin. „Gerade dann muss ich zuerst die vielen Kleinigkeiten machen und kann nicht irgendwelche taktischen Dinge versuchen, die so nicht abgesprochen sind“, appelliert er.
Diese Kleinigkeiten mit großer Wirkung entscheiden auch im Eishockey oftmals über Sieg oder Niederlage. Die vielen Einzelgespräche haben dieses Bewusstsein hoffentlich wieder geschärft. Und wenn es hilft, ist natürlich auch lautes Türenknallen als Wachrüttler weiterhin erlaubt.
Von Frank Noack
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 28.Oktober 2009