Es gibt so Tage, da ist das Gehäuse wie vernagelt. Hätten die Fischtown Pinguins gegen die Lausitzer Füchse spielen müssen, bis sie ein Tor schießen – das Licht im Eisstadion würde wohl heute noch brennen. In einem streckenweise grausigen Spiel unterlagen sie den Gästen aus Weißwasser mit 0:3 (0:0, 0:2, 0:1). Viele der 1600 Zuschauer verließen schon Minuten vor der Schlusssirene die Halle. Dabei stand es erst 0:2, im Eishockey wahrlich kein unaufholbarer Rückstand. Doch den Fans fehlte wohl der Glaube, dass die Pinguins das Tor noch treffen würden. Sie sollten Recht behalten. Die Fans applaudierten sogar höhnisch, als der Stadionsprecher die letzten beiden Minuten ankündigte. Sie waren offenbar froh, dass dieses Spiel endlich ein Ende hatte.
Auf die abwandernden Fans angesprochen wurde Pinguins-Trainer Gunnar Leidborg erst sauer („Was ist denn das für eine blöde Frage?“), dann zynisch („Vielleicht waren die müde?“), zeigte sich schließlich aber doch einsichtig: „Wir wollten den Fans ein gutes Spiel bieten, aber das klappt nicht immer. Es tut mir leid, dass das heute so war.“
Als einen Grund dafür hat der Trainer die Müdigkeit seiner Spieler nach drei langen Auswärtsfahrten (Freiburg, Crimmitschau und Schwenningen) innerhalb von sechs Tagen ausgemacht. „Meine Spieler haben diese Woche 60 Stunden im Bus gesessen. Uns hat heute die Energie gefehlt.“
Die Pinguins erspielten sich zwar einige Chancen, wirklich zwingend wurden sie aber nur selten. Und wenn, dann war stets der starke Gäste-Torhüter Ryan MacDonald zur Stelle. Die Gäste waren keineswegs eine Übermannschaft, nutzten aber ihre wenigen Torgelegenheiten. Beim ersten Treffer (24. Minute) drückte Carsten Gosdeck die Scheibe ins Tor, beim 2:0 (35.) ließ Pinguins-Torhüter Jan Guryca einen harmlosen Schuss von Danny Albrecht passieren. Als Leidborg kurz vor dem Ende den Torhüter vom Eis genommen hatte, legte Albrecht noch das 3:0 ins leere Tor nach. Mit ihrem Sieg haben die Füchse die Pinguins in der Tabelle überholt. Die Bremerhavener liegen nun auf Platz neun.
Trotz der drei schweren Spiele in der vergangenen Woche: Die Zeichen standen vor der Partie eigentlich gut: Die Gäste hatten fünfmal in Folge verloren, zudem hatten die Pinguins mit Hilfe der Hannover Scorpions personell aufgerüstet. Die hatten in der DEL spielfrei, deshalb liefen Sachar Blank, David Wolf und Marvin Krüger im Eisstadion auf.
Doch es lief gestern nicht viel zusammen. Vor allem nach dem zweiten Gegentor verkrampften die Pinguins. Oft kam der falsche Pass, oft wurde zu spät geschossen.
Kein Tor bei 5 gegen 3
Selbst fast zwei Minuten am Stück in doppelter Überzahl kurz vor dem Ende des zweiten Drittels konnten sie nicht zum Anschlusstor nutzen. Zweimal zog Chris Leinweber ab, einmal Markus Schmidt – viel mehr war nicht. Spätestens jetzt war den Gästen klar, dass sie hier die drei Punkte mitnehmen könnten.
Im Schlussabschnitt verlegten die Lausitzer Füchse sich gänzlich darauf, ihr Tor zu verteidigen. Die Pinguins mühten sich, aber eben ohne jegliche Durchschlagskraft. Immerhin bleibt den Spielern jetzt ein wenig Zeit, die Akkus wieder aufzuladen. Wegen des Deutschland-Cups ist am nächsten Wochenende spielfrei.
Trainerstimmen
Gunnar Leidborg (Pinguins): Mir fällt es schwer, mit den Jungs zu schimpfen. Sie haben diese Woche 60 Stunden im Bus gesessen. Selbst ich bin kaputt, und ich muss noch nicht mal spielen. Uns hat heute die Energie gefehlt. Das hatte ich vorher befürchtet, und so ist es auch gekommen. Vielleicht hätten wir einen Schub bekommen, wenn wir ein Tor geschossen hätten. Das ist leider nicht gelungen.
Dirk Rohrbach (Füchse): Meine Mannschaft hat gezeigt, dass man mit guter Defensivarbeit die Punkte holen kann. Alle haben sehr mannschaftsdienlich gespielt, dazu hatten wir einen guten Torwart.
Auf die abwandernden Fans angesprochen wurde Pinguins-Trainer Gunnar Leidborg erst sauer („Was ist denn das für eine blöde Frage?“), dann zynisch („Vielleicht waren die müde?“), zeigte sich schließlich aber doch einsichtig: „Wir wollten den Fans ein gutes Spiel bieten, aber das klappt nicht immer. Es tut mir leid, dass das heute so war.“
Als einen Grund dafür hat der Trainer die Müdigkeit seiner Spieler nach drei langen Auswärtsfahrten (Freiburg, Crimmitschau und Schwenningen) innerhalb von sechs Tagen ausgemacht. „Meine Spieler haben diese Woche 60 Stunden im Bus gesessen. Uns hat heute die Energie gefehlt.“
Die Pinguins erspielten sich zwar einige Chancen, wirklich zwingend wurden sie aber nur selten. Und wenn, dann war stets der starke Gäste-Torhüter Ryan MacDonald zur Stelle. Die Gäste waren keineswegs eine Übermannschaft, nutzten aber ihre wenigen Torgelegenheiten. Beim ersten Treffer (24. Minute) drückte Carsten Gosdeck die Scheibe ins Tor, beim 2:0 (35.) ließ Pinguins-Torhüter Jan Guryca einen harmlosen Schuss von Danny Albrecht passieren. Als Leidborg kurz vor dem Ende den Torhüter vom Eis genommen hatte, legte Albrecht noch das 3:0 ins leere Tor nach. Mit ihrem Sieg haben die Füchse die Pinguins in der Tabelle überholt. Die Bremerhavener liegen nun auf Platz neun.
Trotz der drei schweren Spiele in der vergangenen Woche: Die Zeichen standen vor der Partie eigentlich gut: Die Gäste hatten fünfmal in Folge verloren, zudem hatten die Pinguins mit Hilfe der Hannover Scorpions personell aufgerüstet. Die hatten in der DEL spielfrei, deshalb liefen Sachar Blank, David Wolf und Marvin Krüger im Eisstadion auf.
Doch es lief gestern nicht viel zusammen. Vor allem nach dem zweiten Gegentor verkrampften die Pinguins. Oft kam der falsche Pass, oft wurde zu spät geschossen.
Kein Tor bei 5 gegen 3
Selbst fast zwei Minuten am Stück in doppelter Überzahl kurz vor dem Ende des zweiten Drittels konnten sie nicht zum Anschlusstor nutzen. Zweimal zog Chris Leinweber ab, einmal Markus Schmidt – viel mehr war nicht. Spätestens jetzt war den Gästen klar, dass sie hier die drei Punkte mitnehmen könnten.
Im Schlussabschnitt verlegten die Lausitzer Füchse sich gänzlich darauf, ihr Tor zu verteidigen. Die Pinguins mühten sich, aber eben ohne jegliche Durchschlagskraft. Immerhin bleibt den Spielern jetzt ein wenig Zeit, die Akkus wieder aufzuladen. Wegen des Deutschland-Cups ist am nächsten Wochenende spielfrei.
Trainerstimmen
Gunnar Leidborg (Pinguins): Mir fällt es schwer, mit den Jungs zu schimpfen. Sie haben diese Woche 60 Stunden im Bus gesessen. Selbst ich bin kaputt, und ich muss noch nicht mal spielen. Uns hat heute die Energie gefehlt. Das hatte ich vorher befürchtet, und so ist es auch gekommen. Vielleicht hätten wir einen Schub bekommen, wenn wir ein Tor geschossen hätten. Das ist leider nicht gelungen.
Dirk Rohrbach (Füchse): Meine Mannschaft hat gezeigt, dass man mit guter Defensivarbeit die Punkte holen kann. Alle haben sehr mannschaftsdienlich gespielt, dazu hatten wir einen guten Torwart.
Die Statistik
Fischtown Pinguins – Lausitzer Füchse (0:0, 0:2, 0:1) 0:3
Tor: Guryca, Horneber (nicht eingesetzt)
Abwehr: Leinweber, Slaton – Janke, Kozhevnikov – Schmidt, Thomas
Angriff: Blank, O'Brien, Dejdar – Parent, Stanley, Lanier – Janzen, Garten,
Litesov – Wolf, Mücke, Krüger.
Tore: 0:1 (23:51) Gosdeck (Tepper, Valenti); 0:2 (34:19) Albrecht (Wiecki, Kruminsch); 0:3 (59:44) Albrecht (Tepper, Gosdeck) ENG.
Strafzeiten: Pinguins: 2 Minuten plus Matchstrafe für David Wolf (Kopfstoß) – Füchse: 10 Minuten
Schiedsrichter: Jan Korb (Bremen)
Zuschauer: 1600
Quelle: Nordseezeitung